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Inhaltsangabe

Aljoschas Gemütsstimmung war beim Verlassen des väterlichen Hauses noch trüber und gedrückter als bei seiner Ankunft. Auch sein Denken war sozusagen zerstückelt und zersplittert, während er doch gleichzeitig Furcht davor verspürte, das Zerstückelte zu vereinigen, aus den qualvollen Widersprüchen, die er an diesem Tag durchlebt hatte, die einheitliche Idee herauszufinden. Sein Zustand grenzte beinahe an Verzweiflung. Alle anderen Fragen überragten wie ein Berg die verhängnisvolle, unlösbare Hauptfrage: Wie wird die Spannung zwischen dem Vater und dem Bruder Dmitri wegen dieser schrecklichen Frau enden...?


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©gemeinfrei (P)2015 Audible Studios

Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    150
  • 4 Sterne
    67
  • 3 Sterne
    13
  • 2 Sterne
    12
  • 1 Stern
    5

Sprecher

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    139
  • 4 Sterne
    49
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    13
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    8
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    8

Geschichte

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
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    4 out of 5 stars

Drama, Baby!

Ich habe die Brüder Karamasow vor Jahren gelesen, und die religiösen und philosophischen Themen sind mir in Erinnerung geblieben. Die Hörbuch-Edition betont eher die komisch- absurden Seiten des Romans, was mir das Hören seh erleichtert hat. Lange philosophische Exkurse über Gott, die Sünde, oder den freien Willen sind ja nicht gerade leichte Kost.
Die harsche Kritik einiger Mit-Rezensenten am Sprecher, und besonders an seiner Darstellung der Frauenfiguren, finde ich überzogen. Sämtliche weiblichen Protagonisten zeigen ein überspanntes bis geradezu bizarres Verhalten. Dies hat Oliver Rohrbeck herausgearbeitet, was ich ganz unterhalsam fand. Wunderschön die Szene, in der Madame Chochlakowa dem verzweifelten Mitja eine Karriere in den sibirischen Bergwerken ans Herz legt!
Mein Fazit: Oliver Rohrbeck hat es geschafft, diesen sehr langen und nicht gerade leicht verdaulichen Roman unterhaltsam zu präsentieren, da sehe ich gerne über kleinere Schwächen (zum Beispiel seine etwas eigenwillige Aussprache des Französischen) hinweg.

25 von 25 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars
  • Matthias
  • Berlin, Deutschland
  • 23.08.2015

Rohrbeck rockt den Dostojewski

Oliver Rohrbecks Lesekunst wird man nicht gerecht, wenn man ihn in die Justus-Jonas-Ecke steckt oder sich darüber aufregt, dass er zuweilen die Stimme verstellt. Es mag schwer sein, sich aus einem gewissen launig-burschikosen Ruf zu befreien, dennoch gehört Rohrbeck für einen gar nicht kleinen Liebhaberkreis zu den durchaus großen Vorlesern der Gegenwart.
Das hat er mit den Brüdern Karamasov nicht beweisen müssen, letzte Zweifel schwanden schon beim Vortrag von Merles Meisterwerk "Maleville".
Bei den Klassikern liegen die Schwächen seines Vortrags weniger in seiner gewitzten klugen Art zu lesen als vielmehr in schlechten Übersetzungen (Nana) oder so viel Frendwörtern, dass es auch einen Profi an die Grenzen des Umsetzbaren treibt (Glöckner von Notre Dame).

Die Brüder Karamasov sind ein Roman, der auch bei Experten bis heute heiß umstritten ist. Drei Brüder ud ein Vater im Bann der religiösen Extase - als Schwärmer, Skeptiker oder Mitläufer. Ist das ein symbolistisches Schlüsselwerk des Mystizismus? Oder ein ironisches Panorama der Zeit, die trotz oder grade wegen der Übermacht der Kirche relativ hilflos war, was die großen Fragen des Lebens angeht? Jedenfalls werden auch große Fragen des Lebenssinns gestellt, die heute noch aktuell sind.

Was mich immer an der Rezeption der Dostojekski-Romane genervt hat, ist das Ausblenden des zuweilen grotesken Humors, der in ihnen steckt. Das Geschwätzige, Weitschweifige der russischen Figuren wid hier oft sehr lustig zelebriert.

Oliver Rohrbeck kennt seine Talente und hebt diesen grotesken Aspekt heraus - sein gutes Recht, das ist seine Lesart (nicht die einzige!) - und es gelingt ihm, dass man diesem Roman gern und schmunzelnd zuhört, die berüchtigte "Schwere" bei Dostojewski pustet er einfach weg.

Natürlich polarisiert das - wenn er etwa eine ältere Frau, die ihr Kind verloren hat, im Diskant parodistisch herumheulen lässt. Aber ein vortrag 1:1 wäre vermutlich weinerlich und sentimental ausgefallen - und die Situation ist tragikomisch, die Frau nervt einen Erleuchteten, der grade seine letzten Stunden durchlebt, sie hat ihre Geschichte schon vielen andren vorgeplappert - deswegen ist so eine Interpretation durchaus berechtigt und kein Grund zum Abschalten.

Überhaupt - Nabokov nannte das Werk mal ein überlanges Theaterstück - es gibt viel Diaog und nur skizzenhafte Beschreibungen des Umfelds. Wir hören ständig Leute im Streit oder in langen Erzählungen, erleben etliche Perspektivwechsel. All das macht Oliver Rohrbeck plastisch deutlich, man folgt ihm gern, er gibt souverän ein grandioses Ein-Mann-Theaterstück, in vielen Nuancen beweist er enormes schauspielerisches Talent - deswegen Hut ab vor dieser Leistung! Für mich, der ich hohe Ansprüche an einen Dostojewski-Vortrag stelle, waren das viele genußreiche Stunden.

Schade, dass Rohrbeck in letzter Zeit nur noch wenig Hörbücher liest. Hoffentlich haben ihm einige schlechte Kritiken nicht den Mut genommen.

37 von 39 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    2 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Ein Kraftakt.

Für Dostojewskis Werk möchte ich hier auf die vielen profunden Rezensionen verweisen, die es schon erhalten hat.

Ich beziehe mich hier konkret auf die audible-exklusiv-Lesung durch Oliver Rohrbeck.

1. Manche langen Hörbücher kann man so "nebenher" genießen - für dieses muss man Kraft und Zeit einplanen. Das liegt natürlich auch an der Vorlage. Dostojewskis Personen und die Welt, in der er sie stellt, entwickeln immer wieder ein Eigenleben. Und da treibt es den Hörer eben auch immer wieder in neue Szenarien, in Nebengeschichten ... "Der Großinquisitor", als Novelle auch für sich veröffentlicht, ist nur ein Ausschnitt aus einem Gespräch, das Iwan mit Aljoscha in einem Restaurant führt. Das Buch ist voll von solchen in sich fast geschlossenen Einheiten.
Es kostet durchaus Kraft, sich darauf einzulassen, dass der eigentliche Handlungsfaden dadurch unterbrochen wird. Jede einzelne Geschichte war's aber dann doch immer wert, gehört zu werden. Dass man trotzdem nie den Überblick verliert - das gehört zum Genie Dostojewskis.

2. Der Vorleser - Oliver Rohrbeck.

Der Sprecher war ja schon als Jugendlicher Synchronsprecher - ich bin mit dem besonderen Klang seiner Stimme groß geworden und schätze sie auch in etlichen Hörbüchern, z.B. bei Bill Bryson.

Vor der Leistung, das Mammutwerk "Die Brüder Karamasow" einzusprechen, kann man auch nur den Hut ziehen.
Jedoch - das eigenwillige Timbre von Herrn Rohrbeck wirkt sich bei diesem Buch problematisch aus.

Zu jedem Zeitpunkt in diesem langen Hörstück behielt ich den Eindruck, dass Herr Rohrbeck seine Stimme verstellt. Das strengte mich sehr an.

Die Frauenstimmen (nun sind die Frauengestalten in diesem Buch tatsächlich nur wenig sympatisch) sind meiner Meinung nach nur schwer erträglich interpretiert, zwar alle klar voneinander zu unterscheiden, aber durchweg quäkend und leidend.

Auch die meisten Männerstimmen klingen mir penetrant - und nachdem Dostojewksi nun einmal seitenlange Monologe schreibt, musste ich das Hörbuch manchmal einfach deswegen abbrechen, weil der "Sound" fast schmerzte.

Bei Iwan gelang Herrn Rohrbeck hohe Intensität, dessen Gespräch mit dem Teufel ist wohl eine der besten Passagen der Lesung. Richtig toll.

Dimitri wird in seinem "Sturm und Drang" als der spürbar, der er ist: Ein Mitt-Zwanziger, "Spätpubiertierender", der vor lauter Kraft und Geltungsdrang kaum weiß, wohin. Vielleicht trifft Rohbecks Interpretation sogar ins Schwarze - aber man muss diesem Dimitri nun einmal stundenlang zuhören, und die Kombination aus Stimme und Inhalt macht es schwer.


Aljoscha entsprcht der natürlichen Stimme von Herrn Rohrbeck wohl am ehesten, das heißt, hier konnte ich recht entspannt zuhören, wobei er ihm sogar ein recht warmes Timbre gibt.

Für den Erzähler versucht Rohrbeck, sehr tief zu sprechen. Für ihn ungewöhnlich, fast unnatürlich tief. Anfangs dachte ich, allein deswegen könnte ich das Hörbuch gar nicht durchhalten. Man gewöhnt sich aber daran, auch wenn es immer etwas künstlich bleibt.

Ein Dank dennoch:
Gerade souveräne Sprecher klingen irgendwann immer gleich (Frank Arnold z.B. lernt man bei den "Schlafwandlern" so gut kennen, dass man von da an bei jedem von ihm eingesprochenen Werk im Voraus weiß, wie er ein Wort betonen wird - da hört man dann oft gar nicht mehr richtig hin.)

Bei Oliver Rohrbeck hat man zu jedem Moment gespürt, dass er wirklich versucht, den Personen und Situationen angemessen zu klingen. Das hielt denn doch bei der Stange und half, dass die Gedanken beim Hören nicht allzuoft abschweifen.


3. Fazit.
Es liegt nicht am Buch, nicht an der fremden, russischen Welt und nicht der fernen Zeit.
All das konnte ein Gerd Wameling bei "Schuld und Sühne" vergessen machen.

Hier muss ich mich etlichen Rezensenten anschließen:
Der Vorleser passt nicht zum Werk.
Noch einmal: Die Leistung ist enorm!

Aber ich würde mir das ganze Hörbuch noch einmal anhören, wenn es nur noch einmal von Gerd Wameling eingesprochen würde!
Und ich bin mir sicher: Es wäre wohl ein ganz anderer Roman!

Darum die Bitte:
Dostojewski durch Gerd Wameling - (oder vielleicht auch durch Heiko Grauel) noch einmal interpretieren lassen.
Gerd Wamelings Lesung machte so viel Lust auf die russischen Klassiker, dass ich bereit gewesen wäre, sie alle "herunterzuladen".
Doch Rohrbeck hat die Begeisterung ermüden lassen:
So kann ich diese Lesung nur Hörern empfehlen, die große Selbstdisziplin und Kraft aufbringen.




5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars
  • P. K.
  • Salzburg
  • 10.08.2016

Weltliteratur

Hervorragend gelesen, sehr tiefgründig, ein Meisterwerk.
Am Anfang benötigt man einen langen Atem, mit Fortdauer beginnt man das Werk zu lieben, sehr empfehlenswert.

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Sehr sehr gut. Ich bin begeistert!

Das ist ein sehr zu empfehlendes Hörbuch. Für Jeden, der einen Sinn hat,für Rhetorik, Romantik, Menschlichkeit, Achtsamkeit, Liebe, Verachtung und Krimis.
Zum Erzähler kann ich nur sagen....Ich habe nie einen besseren gehört. Ein Genuss zuzuhören. Danke für das Durchhaltevermögen und für die Mühe und die Stimmlage und die Spannung und die Theatralik zu genauer Zeit. ?Ll.g.Simone Lenz

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Einfach wundervoll

Würden Sie dieses Hörbuch einem Freund empfehlen? Wenn ja, was würden Sie ihm dazu sagen?

Ein Klassiker wundervoll gelesen. Der Sprecher vermag die Geschichte sehr lebendig vorzutragen. Ein Hörgenuss.

9 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    1 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Bin enttäuscht.

Was braucht dieses Hörbuch, um für Sie zu einem 4- oder 5-Sterne Hörerlebnis zu werden?

"Die Brüder Karamasow" zählt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern - ganz große Literatur!
Hätte das Buch ein anderer Sprecher vorgelesen, dann hätte ich wahrscheinlich 5 Sterne gegeben.

Wie hätte das Hörbuch besser vorgetragen werden können?

Fühlte mich beim Hören in meine Kindheit versetzt, als ich die Cassetten von Europa gehört habe (5 Freunde, drei ???). Schon als Kind ging mir der Sprecher auf die Nerven.
Und ich bin aus dem Alter raus, wo ich es leiden kann, wenn ein Sprecher ständig mit verstellter Stimme vorliest.

Welche Emotionen hat dieses Hörbuch bei Ihnen ausgelöst? Ärger, Betroffenheit, Enttäuschung?

Leider, leider war ich ziemlich schnell vom Sprecher so genervt, dass ich das Hörbuch kaum zu Ende hören werde. Stattdessen werde ich mir den guten alten Dostojewski wohl wieder in gedruckter Version vornehmen.

15 von 27 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Kritik an Rohrbeck unverständlich

Diese doch sehr lange Romanerzählung erfordert am Anfang Geduld und Durchhaltevermögen. Alle positiven Rezensionen teile ich und brauche sie nicht zu wiederholen. Die Kritik am Sprecher Oliver Rohrbeck ist mir völlig unverständlich. Sein Lesen und die Vielzahl der Stimmen, mit denen er die einzelnen Figuren sprechen lässt ist für mich große Kunst. Sie erleichtert das Zuhören, weil man die Personen sofort heraushören kann. Es ist manchmal - wenn er vielleicht bei den Frauenstimmen schon einmal übertreibt - immer unterhaltsam und war für mich einfach ein Genuss. Ich freue mich, mehr von ihm zu hören

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Vorleser unerträglich

Ich hab's vorerst aufgegeben! Ich kann den Vorleser einfach nicht ernstnehmen, wodurch die geschichte einfach an Gewicht verliert. Vielleicht liegt es an den ganzen "Ben Stiller" Vertonungen, die schon den Wind aus den Segeln nehmen. Oder es liegt an der Art wie er vorliest, im Stile einer billigen Komödie! Lege das Buch erstmal zur Seite, vielleicht kriegt es nochmal eine Chance, da ich immer noch glaube das die Geschichte an sich gut ist.

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    1 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Die Frauen sind leider schrecklich gesprochen

Das Buch an sich ist wunderbar, aber diesen Sprecher kann ich kaum ertragen. Der erzählte Text ist noch OK, aber wenn es an die wörtliche Rede geht - und daraus besteht dies Buch nun mal zum großen Teil - das ist ziemlich quälend. Insbesondere die Frauenstimmen sind völlig unangemessen gesprochen.

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