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Der Idiot

Spieldauer: 36 Std. und 7 Min.
4 out of 5 stars (161 Bewertungen)

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Inhaltsangabe

"Der Idiot" gehört zu den bekanntesten Romanen Fjodor Dostojewskis. Er wurde von dem Autor in Genf 1867 begonnen, in Mailand 1868 beendet und erschien erstmals von Januar 1868 bis Februar 1869 in einer Zeitschrift. Die Geschichte des Fürsten Myschkin, der für ungefähr ein halbes Jahr sein Schweizer Refugium verlässt und in die Petersburger Gesellschaft (und in was für eine!) gerät, zählt zu den ganz großen Werken der Weltliteratur.

In der Medizin ist der Begriff der Idiotie (ehemals für hochgradigen Schwachsinn) längst aufgegeben worden. Wie auch immer heutige Seelenkundige die Persönlichkeit des titelgebenden Protagonisten Fürst Myschkin beschreiben und einordnen mögen: schwachsinnig ist er gewiss nicht. In seiner naiven, unkonventionellen Art erkennt der Fürst geradezu hellsichtig die Menschen in ihren Boshaftigkeiten, ihren persönlichen und sozialen Spannungen und Widersprüchen und ihrem daraus resultierenden Leid, fällt aber auch immer wieder auf feingesponnene Intrigen herein. Er möchte von Herzen gern Frieden stiften und vor allem einer Frau helfen, die es mit sich selbst und ihren Mitmenschen ungemein schwer hat. Dass er daran scheitern muss, liegt im Grunde auf der Hand. Der Roman kann nicht anders als tragisch enden.

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©gemeinfrei. Übersetzung von Hermann Röhl (P)2017 Vorleser Schmidt Hörbuchverlag

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Hörerbewertungen

Bewertung

Gesamt

  • 4 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    85
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  • 2 Sterne
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  • 1 Stern
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Sprecher

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  • 3 Sterne
    16
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Geschichte

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    5 out of 5 stars
  • Sprecher
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  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Meisterhafte Geschichte und meisterhafter Vortrag

Ich bin so froh darüber, dass es erstens Hörbücher und zweitens so vortreffliche Vorleser wie Hans Joachim Schmidt gibt. Nur dadurch kann ich so umfangreiche Meisterwerke wie dieses hier bewältigen und genießen. Der Idiot bietet erst einmal alles, was ich von Dostojewsi erwartet habe. Kaum jemand sonst (ich persönlich habe es sonst nur bei Hermann Hesse erlebt) blickt so wahr und tief in das Bewusstsein und die "Seele" der bzw. des Protagonisten. Überrascht hat mich die ironische, manchmal zynische und nicht zuletzt witzige Kritik an der damaligen Gesellschaft. Diese Kritik umfasst auch die Voreingenommenheit und Gier des Menschen an sich, was die Geschichte sehr zeitgemäß macht.
Dankeschön an Hans Joachim Schmidt für den großartigen Vortrag, dem ich wie bislang immer 5 Sterne gebe.
Für den Einstieg in die klassische und etwas anspruchsvollere Literatur halte ich dieses Buch für zu umfangreich. Wenn man sich aber für den Menschen an sich und für sein eigenes Denken interessiert, sollte man Dostojewski und auch "Der Idiot" nicht auslassen.

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    1 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Wie kann man ein Buch nur derart verhunzen?

Da es seit längerer Zeit bereits eine phantastische und von allen Kritikern, einschließlich Marcel Reich Ranicki, hoch gelobte Neuübersetzung von Swetlana Geier dieses wunderbaren Werkes gibt, ist es völlig unverständlich, dass hier eine als veraltet geltende Übersetzung als Hörbuch angeboten wird. Noch unverständlicher allerdings ist die Auswahl des Sprechers, der schlicht unerträglich ist. Das hat mit Professionalität nicht mehr das Geringste zu tun, vielmehr rangiert der Sprecher tief unter Amateurniveau und hört sich an wie ein zu spät pensionierter Studienrat, der so verstaubt ist, dass er nicht einmal mehr für die Feuerzangenbowle getaugt hätte, und von Dostojewski hat der Arme wohl gar nichts verstanden. Der Sprecher. der nicht einmal in der Lage ist, die russischen Namen richtig auszusprechen, ist eine Schande für dieses Meisterwerk der Weltliteratur.

  • Gesamt
    1 out of 5 stars
  • Sprecher
    1 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Der Sprecher ist nicht auszuhalten

Ich hatte alle grossen Werke Dostojewskis in meinen Jugendjahren gelesen (teils mehrmals). Mein allererster Download bei Audible war "Die Brüder Karamasow". Oliver Rohrbeck liest diesen grossartigen Roman in wahrlich genialer Art. Noch heute, nach unzähligen weiteren gehörten Büchern kann ich mir die verschiedenen Stimmlagen die er den einzelnen Persönlichkeiten gibt, ins Gedächtnis rufen. Ich war begeistert - vom Werk ohnehin längst und dann erst recht von der Lesung.
Hans Jochim Schmidt hingegen gefiel mir als Leser in "Ungeduld des Herzens" recht gut. Er überzeugte vor allem in der Stimme des Vaters der gelähmten Edith.
Da folglich einerseits Dostojewskis "Idiot" für mich eine ausser Zweifel stehende bekannte Grösse war und Hans Jochim Schmidt andererseits bereits in einem anderen Hörbuch zumindest weitgehend überzeugend war, verzichtete ich auf die Hörprobe und freute mich auf einen Hochgenuss.
Weit gefehlt! Nach 38 Minuten gebe ich auf - total entnervt - und werde das Buch sobald die Rückgabe freigeschaltet wird retournieren.
Ich denke, wer Dostojewski noch nicht kennt, wird ihn durch diesen Vorleser leider wohl kaum lieben lernen was sehr schade ist.
Dieser eigenartige und unpassende Sing-Sang ist nicht asuzuhalten und zieht ein grossartiges Werk der Weltliteratur hinab in eine eigenartige Niederung wo man sich fragt, was zum Teufel man denn da hört

  • Gesamt
    1 out of 5 stars
  • Sprecher
    1 out of 5 stars
  • Geschichte
    1 out of 5 stars

Das historische Vorbild einer Telenovela.

Dieses Hörbuch hat einen Nutzen. Es kritisiert die Unnötigkeit des Adelsstands aus ihm Selbst heraus. Leider brauchte der Autor 51 Stunden Material um den Zuhörer endgültig von diesem Fakt zu überzeugen. Man freut sich regelrecht über das "aktionsreiche" Ende, da es die einzige aktive Handlung darzstellen scheint, die ohne Kommentierung jeglicher Protagonisten auskommt. Die Silbermedallie als Gipfelstürmer die ich dafür erhielt scheint meine Leistungen in ein zu kleines Licht zu stellen. Ich kann sagen, dass ich es durchgestanden habe.

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    2 out of 5 stars

zu anstrengend

Ich dachte immer Dostojewski muss man gelesen haben. Da es mir nie gelungen ist habe ich mir dieses Hörbuch gekauft. Aber ich muss sagen auch da fehlt mir das Durchhaltevermögen. Ich kann mich nicht in die handelnden Personen einfügen und die Streitereien der Personen gehen mir auf die Nerven.

  • Gesamt
    1 out of 5 stars
  • Sprecher
    1 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Sprecher

Sprecher unerträglich! Lächerliches Pathos. Lächerliche Selbstinszenierung. Zur Erholung und um Dostojewsi gerecht zu werden lese man Swetlana Geiers Übersetzung. Myriam Engler

  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    2 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Dostojewskij verdient etwas Besseres !

Wer diesen großen Roman Dostojewkijs noch nicht kennt, dem kann diese Aufnahme kaum empfohlen werden . Das liegt leider am Vorleser. Der Autor war Epiker — nicht aber Phlegmatiker. Das in weiten Strecken fast schläfrig - pedantisch wirkende Ablesen des Geschriebenen ermüdet den Hörer , und daß man nicht vorzeitig abzubrechen genötigt ist , liegt wirklich oft nur an der dostojewskijschen Magie und der Spannung des Inhalts. Zwar wächst der Vorleser an etlichen Stellen über sich selbst hinaus , er verrät eine echte Beteiligung bei manchen Dialogen , echtes Mitgehen mit den Gedanken . Doch Fürst Myschkin selbst wirkt in der wörtlichen Rede , der Stimme nach , wenn man sich nicht immer wieder vor Augen hält , daß er als ein junger Mann mit klaren Augen von Dostojewskij gedacht ist ! eher als zittrig- ängstlicher und eindeutig a l t e r Mann . Etwas in der Art eines ältlichen Popen etwa. Schade. Es ist natürlich andererseits eine anspruchsvolle Aufgabe für einen Spitzen- Schauspieler ,dem kranken jungen Fürsten Myschkin eine angemessene Stimme zu verleihen. —
Dieses Buch ist überhaupt durch seine feinen psychologischen Verzweigungen , die noch dazu mit den Voraussetzungen der (russischen ) Gesellschaft der 2. Hälfte des 19. Jh verknüpft sind , vielleicht eins der schwierigsten des Autors.
Lesenswert bzw hörenswert ohne jeden Zweifel.
Zu ergänzen wäre noch, daß - um eine weitgehende richtige Aussprache der russischen Eigennamen zu ermöglichen - die Rahsinschen Übersetzung ( in den 20- er Jahren im Piper - Verlag erschienen ) einzusehen sich empfohlen hätte.

Am wichtigsten : Parfjón Ssemjónowitsch Rogóshin (Parfjón statt Parfen , außerdem sh = wie das J in Journal )
Nastassja Filippowna ( Nastassja mit ausschließlich scharfem s )
Gawrila Ardaliónowitsch Íwolgin
Lébedjew ( das Le— wird genau so wie Deutsch Leben ausgesprochen , also lang , nicht kurz Läbädäw )

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Das beste Hörbuch eines Romans von Dostojewski

Nach den Brüdern Kamarasow und Schuld und Sühne mein drittes Hörbuch von Dostojewski. Diese Romane gedruckt zu lesen, würde ich nicht schaffen. Zu viele Dialoge, zu wenig Handlung. Aber als Hörbuch mit einem guten Leser ein Genuss. H. J. Schmidt wirkt in den ersten Stunden schwach. Der Eindruck hat sich später ins genaue Gegenteil verkehrt. Er nimmt sich selbst zurück, erheischt keine Effekte, ist aber gerade dadurch ein handwerklich ganz ausgezeichneter Leser. Der Roman lebt von seinem Personal. Der Titelheld mit seinen Verschrobenheiten kommt gerade deshalb als ein einfach nur guter Mensch sehr sympathisch rüber. Die Frau des Generals, die beiden Kontrahentinnen einschließlich aller anderen Nebenfiguren - es macht einfach Freude, durch Dostojewski Russland kennen und lieben zu lernen. Für mich der beste dieser drei großen Romane.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Ein Meisterwerk hervorragend vorgelesen

Anfangs war der etwas überenthusiastische und pathetische Lesestil etwas gewöhnungsbedürftig. Nach gewisser Zeit jedoch trug er jedoch in grossem Masse zum Hörgenuss bei. Er verlieh den ohnehin schon hervorragend beschriebenen Charakteren Dostojewskis noch mehr Leben und machte sie und die ganze Erzählung noch greifbarer.

  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Heute verstaubt.

Natürlich ist die Sprache Dostojewskis auch in der Übersetzung lesenswert. Form und Inhalt sind aber heute altmodisch, die Story lächerlich. Man muss sich schon sehr in die Vergangenheit versetzen können, um daran Spaß zu haben.

Der Sprecher passt dazu. Ist wohl eher alte Schule.