Jahrmarkt der Eitelkeit Titelbild

Jahrmarkt der Eitelkeit

Ein Roman ohne Helden

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Jahrmarkt der Eitelkeit

Von: William Makepeace Thackeray
Gesprochen von: Hans Jochim Schmidt
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Thackeray veröffentlichte diesen Gesellschaftsroman 1847/1848 in der Satirezeitschrift Punch. Der Autor durchleuchtet sarkastisch typische Gesellschaftsmechanismen seiner Zeit und das ewige Spiel um Geld, Prestige, Vergnügen und Liebe. Der Romantitel ist in der Form "Jahrmarkt der Eitelkeiten" zum geflügelten Wort geworden, mit dem Dünkel und Hochnäsigkeit angeprangert werden.©1958 Artemis & Winkler (P)2013 Vorleser Schmidt Hörbuchverlag Klassiker

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Eigentlich ist es eine soap opera aus dem 19. Jahrhundert, aber die feine Ironie und die genaue Darstellung der menschlichen Schwächen und Stärken machen das Buch zu einem zeitlosen Klassiker. Sehr zu empfehlen!

Zeitloses Charakterbildnis der Menschen

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...da alle, die später über die Zeit der Napoleanischen Kriege Romane geschrieben haben, vorher Thackerays "Jahrmarkt der Eitelkeit" gelesen zu haben scheinen.

Tolstois "Krieg und Frieden", der die russische Sicht auf die Jahre 1812-1815 schildert, erschien 1856 und es existieren derart viele Parallelen, zu Thackereys "Jahrmarkt der Eitelkeit", der 1848 erschien und die britische Sicht vauf jene Jahre schildert, dass es nur zwei Mögliche erklärungen geben kann, die beide gleichermaßen zutreffen mögen. Entweder hat Tolstoi "Jahrmarkt der Eitelkeit" gelesen und in seinen "Krieg und Frieden" einfließen lassen, bevor er es vollendete, oder aber die Adeligen waren in Russland aus ähnlichem Holz geschnitzt, wie die britischen jener Zeit.

Nicht ohne Grund jedoch gelten sowohl "Jahrmarkt der Eitelkeit", als auch "Krieg und Friedenb" als wichtige Werke der Weltliteratur.

Einzig verwunderlich ist lediglich, dass "Krieg und Frieden" inwzischen so manches Mal verfilmt wurde, während sich meiner Kenntnis nach noch niemand an "Jahrmarkt der Eitelkeit" herantraute.

Schade eigentlich.

Es existieren noch andere Parallelen zu anderen, später entstandenen Werken anderer Autoren, sehr viele sogar, wenn man die Napoleonschen Kriege verlässt und sich den Gesellschaftsstudien zuwendet.

Charles Dickens zum Beispiel scheint Thakeray auch gelesen zu haben und hat sogar einige Male dasselbe Thema gewählt, als die Betrachtung der Behandlung von Pertsonen durch die Angehörigen anderer Gesellschaftsschichten, als der, der die betrachteten Helden angehören. Nur hat Charles Dickes daraus Dramen gemacht, wo Thackerays "Jahrmarkt der Eitelkeit" eine traurige Komödie ist.

Einzig Jane Austen starb 31 Jahre vor "Jahrmarkt der Eitelkeit".

Thakeray scheint also nicht nur die Leute seiner Zeit sehr genau beobachtet, sondern auch Jane Austen gelesen zu haben.

Wie dem auch sei, der Roman ist großartig und löst bei belesenen Zuhörern manches "Aha"-Erlebnis aus.

Der Vorleser Hans Joachim Schmidt hingegen ist einfach wieder einmal Hans Joachim Schmidt. Für die jüngeren Romanliebhaber, Hans Joachim Schmidt ist der Daniel Nathan der Älteren. Da "Jahrmarkt der EItelkeit" eine Geschichte aus der Erzählperspektive eines alten Mannes, der noch dazu 30 Jahre zurückschaut, auferstehen lässt, passt dieser Vorleser hervorragend zu dieser Geschichte.

Ich empfehle dieses Hörbuch jedem, der schon immer mal in die Wurzeln moderner, doppelbödiger Prosa-Romane schnuppern wollte.

Denn wer hats erfunden?

Thackeray hats erfunden.

Sozusagen.

Grandiose Steilvorlage....

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Welchen drei Worte würden für Sie Jahrmarkt der Eitelkeit treffend charakterisieren?

Subtiler Humor, faszinierende Erzählweise, hervorragend vorgelesen!

Welches andere Buch würden Sie mit Jahrmarkt der Eitelkeit vergleichen? Warum?

"Bleak House" von Charles Dickens. Wer den "Jahrmarkt der Eitelkeit" mochte, für den ist "Bleak House" ein Muß!

Welche Szene hat Ihnen am besten gefallen?

Die letzten Kapitel des Buches.

Wenn Sie dieses Hörbuch verfilmen könnten wie würde der Slogan dazu lauten?

"Hinter den Kulissen"

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Es schadet nicht, wenn man England mag, das 19. Jahrhunder und hintersinnigen Humor -sowie ausreichend Zeit und Lust mitbringt, sich auf einen ganz grandiosen Roman einzulassen.

Einfach großartig

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Bestens - alles - Geschichte , Blick zurück der trotz allem das Heute aufleben lässt
. Schade das das heute so selten ist .

Die Keaft der Worte

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exzellenter Sprecher, spannend und amüsant,.trotz der Länge hörenswert. sehr gute sprachliche Umsetzung, durchhalten lohnt sich.

Weltliteratur

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