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Germinal

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Germinal

Von: Émile Zola
Gesprochen von: Hans-Helmut Dickow
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Mitte des 19. Jahrhunderts: Auf der Suche nach Arbeit verschlägt es den jungen Maschinisten Etienne Lantier in eine Bergarbeitersiedlung im Norden Frankreichs. Entsetzt über das dort herrschende Elend und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen ruft der überzeugte Sozialist seine Leidensgenossen zum Aufstand auf. Zunächst scheint ihr Streik von Erfolg gekrönt, doch schon bald geraten die Bergarbeiter in eine verhängnisvolle Spirale aus Verzweiflung, Sabotage und Verrat.

In Hans-Helmut Dickows Interpretation von Zolas naturalistischem Meisterwerk bleibt dessen überwältigende Eindringlichkeit und vielgelobte Komplexität bis in die feinste Nuance bewahrt.©2016 rechtefrei (P)2016 DAV
Klassiker
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Schriftstellerei in Vollendung, wunderbar gelesen.

Eine spannende Geschichte über den Arbeitskampf und die bittere Armut im 19. Jahrhundert.

Ein Meisterwerk

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Gewaltig erzählt Zola von den Leiden und dem verzweifelten Kampf der französischen Bergarbeiter für die Gerechtigkeit und gegen den Hunger und die Gefahren der menschenverschlingenden Grube.
Ein erschütterndes Werk der Literatur, das seinesgleichen sucht, großartig interpretiert von Hans-Helmut Dickow, durch dessen Stimme die Figuren und ihr Schicksal lebendig vor Augen treten.
Ein literarisches Erlebnis, das einen nicht gleichgültig zurücklassen kann.

Gewaltig!

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Man kann jedem, der oder die seine Gewerkschaftsbeiträge nicht mehr zahlen will, nur raten dieses Buch zu lesen! Rechte werden schnell selbstverständlich und man denkt nicht mehr darüber nach, mit wieviel Blut sie erkauft worden sind. Großartiges Buch, hervorragend gelesen!

Wichtiges Buch, war eine gute Wahl!

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Ein Klassiker der Weltliteratur und ein Meilenstein für die Arbeiterliteratur.
Gut dargebracht und beindruckend bis übers Ende hinaus.

Zeitgeschichte vom Feinsten

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Dieses Hörbuch ist etwa um die Hälfte gekürzt, jedoch nicht zensiert, was sich einige Zeitgenossen des berühmten Zola gewünscht hätten, der entsprechend dem Zeitgeist des modernen Medienzeitalters (der aufkommenden Fotografie und der Tonaufzeichnung), eine neue ansprechende Literaturform diesen Konkurrenzformen entgegensetzte - den Naturalismus - minutiös beschreibend, als gebe es keinen Beschreibenden, als sei es das genauste Leben selbst, und der der rasanten Industrialisierung und damit insbesondere der Schwerindustrie (um die es in diesem Werk geht), und der damit einhergehenden Verelendung, ein Gewissen entgegenstemmt, das (historisch) über dieses Werk hinaus allmählich gar zur Bildung des Typus des Intellektuellen führte, der in Frankreich, bzw. der westlichen Welt bei Fragen des öffentlichen Interesses sich nun äußerte, d.h. vor allem im Fall der deutsch-französischen Dreyfuß-Affäre, bei der Zola Hass auf sich lenkte, angeklagt und später begnadigt wurde, er im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit stand, sich mehreren Mordanschlägen ausgesetzt sah, zuletzt gar ermordet wurde, und damit u.a. politischen Einfluss hatte auf die Entstehung der strikten Trennung von Kirche und Staat.

Solch engagierter Wahrheitswille ist in diesem Hörbuch spürbar, das auch die starken Affekte, den Wahn der verführten Masse die etwa aus Lust morden will abbildet, sehr genau, keine Gewaltdarstellung scheut, wobei durch die große Sachlichkeit, die Neutralität Zolas der Leser und die Leserin geschont bleiben. Ihm geht es also weniger direkt wie dem Romantiker und zunehmenden Realisten Hugo um das humane Engagement selbst, etwa zwanzig Jahre zuvor war dessen Die Elenden ein europaweiter Erfolg, sondern um ein neues Weltbild der Wissenschaftlichkeit, das einerseits durch große Sachlichkeit die Selbsttäuschungen der nicht selten eitlen Menschen entlarvt, jedoch, wie schon gesagt auch populistische und damit tendenziell wieder sehnsüchtig-romantische Stimmen so gegen sich aufbringt, in einer sich schnell wandelnden, immer komplexer werdenden Welt mit einfacheren Antworten
aufwartend, die eben schön bequem sind, für den ersten Augenblick wenn man ihnen verfällt. Vermittelt durch diese Perspektive ist das Werk über Mienenarbeiter, das als Schlüsselwerk des Naturalismus überhaupt gilt immer noch hochaktuell.

Zola recherchierte die Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen genau, was etwas Konzentration verlangt, da wahrscheinlich nicht jeder Leserin, nicht jedem Leser bekannt sein wird was Schlagwetter in einer Kohlegrube ist, und die damals geläufigen Bezeichnungen wie Häuer und Steiger sind historische Zeugnisse. Es wird eine deutsche Übersetzung von 1923 (Schlaf) verwendet.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist das Fehlen der sogenannten "Sprachgewalt", zur Abwechslung, das durch eine (rauschhaft wirkende) Verdichtung entsteht, d.h. dass hier hingegen eine Mäßigung der Darstellung stattfindet, der fotografischen und nicht plakativen Realität, wobei nichtsdestoweniger eine Verdichtung vorliegt, insbesondere spürbar in einem passgenau die Ereignisse begleitenden Eifersuchstsstreit zweier Männer um eine Frau, des Weiteren ist die eingehende Menschenkenntnis sehr aufschlussreich und drittens, dass die Vortragsweise ein einfaches Mitfühlen anregt.

Bedeutendes naturalistisches Schlüsselwerk

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