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Der Nachsommer

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Der Nachsommer

Von: Adalbert Stifter
Gesprochen von: Hans Jochim Schmidt
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Über diesen Titel

Neben vielen Erzählungen hat Adalbert Stifter (1805-1868) vor allem zwei monumentale Romane geschrieben - einer davon ist der Nachsommer.

Wie ein breiter Strom fließt dieser große Roman über mehr als 700 Druckseiten oder eben - vorgelesen - über mehr als 34 Stunden dahin.

(c)+(p) 2009 Vorleser Schmidt Hörbuchverlag
Klassiker
Alle Sterne
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war der erste Gedanke, als ich mit diesem Hörbuch begann. Ich habe es trotzdem weitergehört und plötzlich war ich mitten drin: Stifter ist ja für seine detailgetreue Schilderungen bekannt und das hat mein "Kopfkino" sehr angehm angeregt. Nichts war überstürzt, alles glitt sanft dahin.
Ruhig ung beschaulich, so gar nicht unserer schnelllebigen Zeit entsprechend. Das überträgt sich und läßt einem innehalten.

Langatmig

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Ich kenne A. Stifter nur dem Namen nach, habe mich aber nach der Beschreibung entschlossen, den Artikel zu kaufen, da ich solche Erzählungen mag. Nun, 34Std eines vielleicht sperrigen Textes eines mir unbekannten Autors und eines mir unbekannten Sprechers sind natürlich ein Wagnis. Nach 5Std Hören schon mal ein Fazit: Ein Text wie ein leise plätschernder Bach (doch kein breiter Fluß), oder wie ein Spaziergang. Eine Betrachtung fast jeden Schrittes, der Natur, der Personen und der Umwelt. Darin viel direkte Gespräche über Biologie, Kunst usw. Man muß sich darauf einlassen, sich darauf konzentrieren, dann wird der Text fast zur Meditation und es entstehen beruhigende Bilder vor einem, wobei der Text im Vordergrund steht und nicht langweilig wird (einzelne Ausdrücke Stifters sind gewöhnungsbedürftig - Mehrzahl von Kaktus bei ihm die Kaktus). Der Text ist nichts für Action-Liebhaber, wahrscheinlich hatte der Text auch zu Stifters Lebzeiten wenig Liebhaber. Als ich den Sprecher die ersten Momente gehört habe, dachte ich: Das soll ich mir 34Std anhören? Aber wenn man sich darauf einläßt, freundet man sich mit der Stimme an. Es ist eine Großvatermäßige Baritonstimme. Ohne allzuviele Betonungen wird hier erzählt, ja erzählt, als wenn ein Wanderkamerad eine erlebte Geschichte erzählt. Zudem scheint mir, daß der Sprecher ein Autodidakt ist, was zeigt, daß das manchmal von Vorteil ist. Wunderbar! Dank posthum an A. Stifter für diese Erzählung, Dank an Herrn Schmidt, der den Mut fand, diesen Text einzusprechen und an Audible dafür, für knapp 10€ diese schöne Produktion ins Programm aufzunehmen. Kurz: Nur etwas für Liebhaber, aber für die ein Muß!!

Dank an Herrn Stifter und Herrn Schmidt!!

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Ich war von anderen Rezensionen vorgewarnt. Hebbel, ein Zeitgenosse, hielt das Buch für langatmig und langweilig. Der Anfang war für mich zäh. Es ist ein Bildungsroman, in dem wenig passiert, viel beschrieben wird und sehr lange Monologe geführt werden. Dazu kommt, dass der Ich-Erzähler und alle anderen Personen ziemlich perfekte Menschen zu sein scheinen, die eine Entwicklung nicht nötig zu haben scheinen. Die etwas monotone Art des Vorlesens passt dazu. Wer die Anfangsphase übersteht, findet immer mehr Gefallen. Ein hochkünstlerischer Umgang mit der Sprache. Vielfach ein Genuss. Dialoge voller Weisheit und Klugheit. Ja, und zu guter Letzt wird es auch spannend, wenn sich die Lebensgeschichte des Gastfreundes und Mathildens aufklärt. Die gegenseitige Liebeserklärung und das Zerwürfnis zwischen Heinrich und Natalie ist sogar emotional. Etwas schrullig ist, dass die richtigen Namen der Hauptfiguren erst sehr spät eingeführt werden. Fazit: Wer durchhält wird mit einem ausgezeichneten Hörerlebnis belohnt. Das Buch ist ein langsam dahinfließender reizvoller Fluss. Ich höre fast nur im Auto. Versprochen: beim Hören dieses Buches fährt man so tiefentspannt wie nie zuvor.

Darauf muss man sich einlassen oder es lassen

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Interessant, aber wie der Umfang des Hörbuches andeutet, recht langatmig. Es braucht Geduld und Muße.

Interessanter Einblick in das gutbürgerliche Leben des 19. Jahrhunderts.

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Stifters Nachsommer ist ein eigenwilliges Werk, das uns in unserer hektischen Zeit zur Ruhe und Besinnung mahnt und in seinen bildhaften Naturbeschreibungen eine Welt vor Augen führt, die wir heute fast verloren haben. Der Roman ähnelt, wie schon oben gesagt, einer Meditation, zu der wir Mut haben sollten.
Ein besonderes Kompliment gilt dem Vorleser H.J.Schmidt,desses eindringliche und warme Vortragsweise außerordentlich gut zu den Werken Adalbert Stifters paßt und die ein Hörgenuß für jeden entschleunigten Menschen ist.

Ein Kompliment dem Vorleser

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