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Inhaltsangabe

Rahmenhandlung dieses großen Gesellschaftsromans ist das Gerichtsverfahren Jarndyce gegen Jarndyce um eine Erbschaft. Der Roman lebt jedoch von Einzelgeschichten, die ineinander verwoben sind.

Da ist die Erzählung um das "Waisenmädchen" Esther Summerson, das nach dem Tod seiner Tante von John Jarndyce, einem Beteiligten des Erbschaftsstreits und reichen Oberschichtler, in Bleak House aufgenommen wird und dort als Haushälterin und Gesellschafterin arbeitet.

Weiterhin erfahren wir von Sir Leicester und seiner Frau Lady Dedlock, die sich als Mutter von Esther entpuppt, was jedoch geheim bleiben soll und schließlich zu deren Tod führt.

Schließlich wird das Verfahren Jarndyce gegen Jarndyce wegen Geldmangels eingestellt, Esther heiratet Allan Woodcourt und zieht aufs Land. Aber nicht nur in Bleak House wird die Hohlheit einer Adelsgesellschaft kritisiert, sondern, wie könnte dies bei Dickens fehlen, der Blick auch auf Großstadtnot, Wohnungselend und Vernachlässigung gerichtet, ausführlich geschildert und in dem Gassenjungen Jo zum Leben erweckt.

Der hier vorliegende Teil 2 umfasst die Lesung der Kapitel 20 bis 39 des Buches. Übersetzung: Richard Zoozmann, Regie: Peterpaul Schulz
© Gemeinfrei (P)1995 SWR

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Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    22
  • 4 Sterne
    7
  • 3 Sterne
    3
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    1
  • 1 Stern
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Sprecher

  • 5 out of 5 stars
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    1
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Geschichte

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
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    5
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doch nicht ungekürzt

Noch eine Nachbemerkung zur Kritik des ersten Teils - ich habe die englische originalfassung mitgelesen - und da merkt man schon, das so alle drei Seiten mal ein Absatz fehlt, hin und wieder auch eine ganze Seite.Das spricht nicht unbedingt gegen das Prädikat "ungekürztes Hörbuch". Wie bei Dumas können manchmal schon die alten Buchübersetzungen Striche enthalten, die zur Vorlage benutzt werden. Gängige Praxis bis weit in 20. Jh hinein, man denke an die erste Fassung von Kings "Es"...
Über den Daumen geschätzt denke ich, dass etwa ein Sechstel des Romans fehlt. Meist sind es sehr geschickte Striche, manche ausgsprochen blöde. Ganz am Ende des Ersten Teils etwa heißt es im Hörbuch, Jo der Straßenjunge entfernt sich, um still zu essen. Man fragt sich - wo hat er das Essen plötzlich her, eben war er doch noch hungrig? Im Original verrät ein unübersetzter (oder nichtv vorgelesener) Satz: But before he goes downstairs, Mr. Snagsby loads him with some broken meats from the table, which he carries away, hugging in his arms"
Aha, Mr. Snagsby schenkt ihm Essensreste! Wieder mal wird klar - Striche sind einfach nur bescheuert.

9 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    2 out of 5 stars
  • sh
  • 10.06.2016

Langatmig

Der Sprecher ist gut und vielseitig. Diverse Charaktere gut zu unterscheiden. Geschichte ist sehr langatmig und detailliert. Dennoch erwartet man aufgeregt , wie es enden wird.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Hochform im Gerichtssaal

Ein über Jahre sich hinziehender Erbschaftsprozess, in den um die 50 Personen zwischen Upper Class und Proletariat im England des frühen 19. Jahrhunderts mehr oder weniger stark verwickelt sind, das ist Charles Dickens' "Bleak House", hier präsentiert als Lesung von über 37 Stunden Dauer. Hochspannend, urkomisch, tief traurig. Wirklich perfekt vorgestellt von Gert Westphal, der das Kunststück vollbringt, durch Intonation und Sprechakrobatik die Personen so voneinander zu unterscheiden, dass man sie als Hörer nie verwechselt. Höhepunkte sind sämtliche Auftritte des juristischen Personals, die Szenen vor Gericht, aber auch die Vorbesprechungen zwischen Anwälten und Mandanten. Es sei "Prinzip der englischen Justiz", kann Dickens sich an einer Stelle nicht beherrschen zu sagen, dass sie "für sich selbst und auf Kosten der Klienten" arbeite. Diese Klage hat wohl wenig von ihrer Berechtigung verloren, und auf England beschränken muss sie sich nun gar nicht. Überhaupt ist man als Hörer verblüfft, wie wenig sich in den letzten 200 Jahren verändert hat. Bei Dickens reisen Informationen noch per Postkutsche, heute tun sie das per Kabel – die Intentionen ihrer Inhaber sind die gleichen geblieben. Eine in Sachen Menschenbild eigentlich desillusionierende Erkenntnis, beim Gespann Dickens/Westphal ein literarisches Erlebnis vom Feinsten.