Gert Westphal liest Thomas Mann Titelbild

Gert Westphal liest Thomas Mann

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Gert Westphal liest Thomas Mann

Von: Thomas Mann
Gesprochen von: Gert Westphal
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Der Zauberer und der König der Vorleser.

Gert Westphal ist eine Legende: Die wohlklingende, modulationsreiche Stimme, sein untrügliches Gespür für Rhythmus, die souveränen Tempo- und Rollenwechsel, die kräftigen Dialektfarben - nicht umsonst hat die ZEIT ihn zum "König der Vorleser" gekürt. Besonders berühmt wurden seine Rezitationen Thomas Manns, dessen "oberster Mund" (Katja Mann) er war. In dieser Edition kann man wieder und wieder dessen großen Erzählungen und Romanen lauschen.

Enthält:
  • "Gefallen" (Erzählung),
  • "Der Wille zum Glück" (Erzählung),
  • "Luischen" (Erzählung),
  • "Gladius Dei" (Erzählung),
  • "Das Wunderkind" (Erzählung),
  • "Ein Glück" (Erzählung),
  • "Das Eisenbahnunglück" (Erzählung),
  • "Unordnung und frühes Leid" (Erzählung),
  • "Königliche Hoheit" (Roman),
  • "Lotte in Weimar" (Romanauszüge),
  • "Weihnachten bei den Buddenbrooks" (Ausschnitt aus "Buddenbrooks"),
  • "Die Damengesellschaft" (Ausschnitt aus "Joseph und seine Brüder"),
  • "Leiden und Größe Richard Wagners" (Essay).
©2016 Der Hörverlag (P)2016 Litraton
Klassiker
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Es gibt zwei Meister in Beschreibung von Menschen und ihrer Milieu: Thomas Mann und der Norweger Alexander Kielland. Für den letzten ist Eilif Armann ein phantastischer Vermittler, genau wie Gert Westphal ist für Thomas Mann. Die ganze Zeit ist man im Theater: Freude auf Freude! Dies ist die reinste Kunst!

Wie im Theater

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Was hat Ihnen das Hörerlebnis von Gert Westphal liest Thomas Mann besonders unterhaltsam gemacht?

Ich habe es schon bei Th. Manns großen Romanen erlebt, wenn Westphal liest verwandeln sich diese in großen Genuss

Wie hat Ihnen Gert Westphal als Sprecher gefallen? Warum?

Er ist ein genialer Interpret, ich kaufe viele Hörbücher nur seinetwegen.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Vor allem die kurzen Erzählungen wurzeln noch tief in der Tradition des bürgerlichen 19. Jahrhunderts, Mann ist eben ein Schriftsteller, der durch das humanistische Gymnasium jener Zeit geprägt ist, das merkt man auch an der Sprache.. Gelegentlich gleitet Th. Mann ab zu kitschigen Formulierungen ("bittere Tränen"), was wohl auch der Zeit geschuldet ist.
Auch auffallend: Seine bürgerliche Herkunft prägt auch die Perspektive, so ganz anders als z.B. Fontane oder Zola.

Dank Gert Westphal hörenswert

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Köstlich vorgelesen, einzigartig. So hätte es Thomas Mann gewollt.
Es fehlt leider ein Inhaltsverzeichnis mit Kapitelangabe.

Der Vorleser

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Wer sich mit deutscher Sprache besaufen will ist hier genau richtig. Wie es der große Thomas Mann Enthusiast Marcel Reich Ranicki so treffend formuliert hat: „Die Diktion seiner – Thomas Manns – Epik ist von nicht überbietbarer Virtuosität, sie ist vollkommen…Thomas Manns Romane, Erzählungen und Essays sind immer auch Bravourstücke“

Den Ausschlag für meine Kaufentscheidung gab der Essay über Richard Wagner. Ich hab zwar kaum was gepeilt, macht aber nix. Wie der "König der Vorleser" Gert Westphal der Kunst des Thomas Mann eine Stimme - was sag ich Stimmen - gegeben hat das ist einfach berauschend. Seit Jahren warte ich auf die Buddenbrooks im Download. Erst mit Gert Westphal habe ich zu Thomas Mann gefunden. Also nur zu. Lauschen wir des Dichters oberstem Mund, denn „das Epische ist Hörwerk weit eher als Lesewerk.“(Thomas Mann)

König trifft Zauberer

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Endgültig mein letzter Versuch mit Thomas Mann. Habe mich durchgequält. Muss mich dauernd über das pompöse, hochtrabende Geschwurbel ärgern.
Einzig der kurze Ausschnitt aus "Buddenbrooks" zeigt das literarische Format, das man erwartet. Der seltsam parodistische Stil von "Königliche Hoheit" geht hingegen auf die Nerven. Der sonst großartige Gert Westphal verstärkt die Entfremdung von Mann noch, indem er das Eitle, Prätentiöse seines Stils betont.
Der abschließende Essay über Richard Wagner gibt mir den Rest. Seitenlang feiert Mann ohne Begründung den "reinen, idealistischen, unpolitischen Nationalismus" Wagners. Wie er Wagners Antisemitismus und Chauvinismus "rein und unpolitisch" sehen will, bleibt offen.

Nur für Fans

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