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Heeresbericht

Spieldauer: 12 Std. und 58 Min.
4.5 out of 5 stars (232 Bewertungen)

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Inhaltsangabe

Mit der Begeisterung seiner Zeitgenossen zieht der Student Adolf Reisiger 1914 in den ersten Weltkrieg, die im Blut und Dreck des Stellungskrieges, der Giftgaseinsätze und Materialschlachten schnell erstickt. Das Grauen und der allgegenwärtige Tod verwandeln den kriegsbegeisterten Freiwilligen in einen überzeugten Pazifisten, der den Verstand zu verlieren droht und schließlich in die Irrenanstalt eingeliefert wird.

Die Lobeshymnen, die der Roman "Heeresbericht" bei Erscheinen 1930 von Gottfried Benn, Kurt Tucholsky, oder Ernst Toller erfuhr, wurden im Schatten des fast gleichzeitig erschienenen Erfolgsromans 'Im Westen nichts Neues' von Remarque, kaum wahrgenommen.
©2012 Nikol (P)2017 Andreas Karmers Steffens

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Hörerbewertungen
Bewertung
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Sprecher
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Geschichte
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Erschütterndes Hörspiel

Dies hier ist kein Hörbuch im klassischen Sinne, es ist ein Hörspiel. Die Sprecher machen alle einen tollen Job. Das Buch hört sich locker weg, man kann es aber nicht in einem Rutsch hören. Der Inhalt ist einfach zu erdrückend.

Es beginnt ganz harmlos kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges. Dann über die freiwillige Meldung zum Kriegsdienst. Dann geht es voller Naivität langsam auf die Front zu und es dämmert den Freiwilligen, was da auf sie zukommt.

Es kommt viel schlimmer, anonymes töten, Dreck und Krankheiten. Menschenverachtung ohne Ende. Spätestens ab hier wird es bedrückend und schwer zu ertragen.

Ein eindeutiges Buch gegen den Krieg und eine Mahnung.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Leben verbrennen

Würden Sie dieses Hörbuch einem Freund empfehlen? Wenn ja, was würden Sie ihm dazu sagen?

Vor Jahren habe ich das Buch gelesen und mir jetzt das Hörbuch gegönnt. Dabei ist es mehr. Eine beklemmende, vielstimmige und einfach sehr gut gemachte Montage. Kein Hörspiel. Kein richtiges Hörbuch. Eine Zeitreise 100 Jahre zurück. Alle die heute wieder von Nation, Vaterland und Stolz auf dasselbe reden, sollten sich vergewissern, daß das Vaterland Opfer verlangen kann.

Welche Figur hat Ihnen am besten gefallen? Warum?

Es gibt keine Lieblingsfiguren. Edlef Köppen hat in seinem Buch darauf geachtet, viele Facetten des Soldatenlebens und des Politischen darzustellen. Das Hörbuch arbeitet diesen Aspekt sehr gut heraus.

Welche Figur hat the narrators Ihrer Meinung nach am besten interpretiert?

Gert Haucke als Kaiser Wilhelm ist einfach nur gruselig. Sehr gut interpretiert.

Hätten Sie das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durchgehört?

Nein. Das geht nicht. Man muß Pausen machen. Die Texte und Bilder brauchen Zeit sich im Kopf zu sortieren.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Es gibt meiner Meinung nach drei deutsche Romane, die den Ersten Weltkrieg in einer Art darstellen, die aus Geschichtsdaten Gruselbilder werden lassen. Nicht zum billigen Erschaudern sondern zum Nach-Denken. "Im Westen nichts Neues", "In Stahlgewittern" und eben "Heeresbericht".
Ein großes Lob an die Produzenten dieses Hörbuches, die sich doch an einen relativ unbekannten Roman getraut haben.
Uneingeschränkt 5 Sterne.

  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars
  • Max
  • 12.07.2017

Ansprechendes Hörbuch

Würden Sie dieses Buch einem Freund empfehlen? Warum oder warum nicht?

Ich finde das Hörbuch sehr gut gelesen, auch der Einbau von Reden, Zeitungsartikeln der Zeit sind sehr gut gelungen. Allerdings ist es im vergleich zu "In Stahlgewittern" von Ernst Jünger nicht fesselnd genug. Adolf Reisinger ist kein Abenteurer kein Draufgänger wie Jünger, zudem wird immer wieder versucht den deutschen Nationalismus der damaligen Zeit zu diskreditieren. Ich würde es eher mit im Westen nichts neues vergleichen. Der Autor versucht sich von den Gefühlen jener Zeit zu stark zu distanzieren, was oftmals nicht authentisch wirkt (grade bei einem Kriegsfreiwilligen 1914 als Hauptfigur) hier hätte es etwas weniger "politische Korrektheit" gern sein dürfen. Meinen Geschmack hat es im großen und ganzen getroffen, allerdings empfehle ich dennoch die Stahlgewitter, wenn es um authentische Literatur und Stimmung aus der Zeit des Ersten Weltkriegs geht. Für alle die die Stahlgewitter kennen ist es eine schöne Ergänzung da Romane zum Ersten Weltkrieg bzw. zur Wilhelminischen Zeit bei Audible leider noch sehr rar sind. Ich hoffe ich konnte euch helfen.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Beeindruckende Erzählung

Diese Erzählung steht auf dem gleichen hohen Niveau wie der Roman „Im Westen Nichts Neues“ und erweitert den Blickwinkel. Während Remarque den 1. Weltkrieg „nur“ aus Sicht eines jungen Infanteristen schildert, erlebt die Hauptfigur von Köppen das Kriegsgrauen auf unterschiedlichen Positionen in einem Artillerie-Regiment. Dabei ist es dem Sprecher gelungen, den Schrecken eines feindlichen Trommelfeuers eindringlich zu schildern. Das Hörbuch ist für jeden Hörer zu empfehlen, der sich für die Geschichte des 1. Weltkrieges interessiert,

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Erschütternd realistisch!

Das ist kein Roman im herkömmlichen Sinn, sondern eher eine realistische Darstellung dieses brutalen Krieges. Ein fesselndes Hörbuch das dem Zuhörer den unvorstellbaren Wahnsinn rüberbringt. Manchmal wird es zum Hörspiel, aber es ist sehr gut zusammengeschnitten und die Übergänge geben ein Sinn. Wer ein heroisches Heldenepos erwartet wird enttäuscht werden. Solche Bücher sollte es öfter geben.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Ungeschönt bedrückend und beeindruckend schön

Dir Gefühle, Gedanken und Ängste, Hoffnungen und Sorgen eines Soldaten im ersten Weltkrieg. Kompetente Sprecher treffen auf eine tagebuchartige Beschreibung der Ereignisse.

Kleine Intermezzi aus historischen Zeitungsannoncen und mit malerischer Musik unterlegten Kunststücken vervollständigen das Werk.

Die Sprache über hundert Jahre alt und einige Begriffe heute unüblich, ist es sicher nicht immer einfach, das innere Bild der Geschichte folgen zu lassen. Der Perspektivwechsel führt uns in den Kopf eines Kriegsfreiwilligen, der diese neue Form der Kriegsführung nicht erahnen konnte. Ein Kampf der Schornsteine, ein Wettlauf von Treibrad und Maschine, eine Materialschlacht mit giftigem Gas in den Lungen ahnungsloser Soldaten. Ein Zeitzeugnis, das uns in Bewusstsein hält, warum wir schätzen müssen, wie gut es uns heute geht.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Erschreckend nah

Unglaublich packend und schockierend - vor allem läßt es auf den 2 Weltkrieg blicken - diese Kriegsmaschinerie wo der Mensch als einzelner nichts mehr ist. All das spiegelt sich auch in unsere aktuellen Politik wieder - es scheint wir lernen sehr wenig aus Fehlern....

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

eine eindrucksvolle und spannende Schilderung

das Buch schildert sehr eindrucksvoll, lebendig und spannend das Leiden der Soldaten im Stellungskrieg des Ersten Weltkriegs.

  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars

Habe mich intensiv mit der Geschichte beschäftigt.

Leider packt mich die Story überhaupt nicht. Aufgrund der Mühe und der der leider schlimmen Geschichte gebe ich 3 Punkte. Meine ehrliche Rezension waere deutlich schlechter.


Fand: im Westen nichts neues und die wohlgesinnten um Welten besser.

Konnte es leider nicht zu Ende hören da es mich nicht gefesselt hat.

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Nicht optimal gestaltet, aber inhaltlich gut.

Die "musikalische Begleitung" war wirklich sehr störend, ebenso wurde teils nicht immer klar, um was für eine Erzählung oder Darstellung es sich gerade handelt. Daher einen Stern abzug in der Gesamtnote.
Die geschichtlichen Recherchen sind zum Teil ebenfalls etwas langatmig, runden die Erlebnisse aber auch gut ab.
Die Schilderungen des Hauptakteurs hingegen waren inhaltlich spannend. Hier berichtet allerdings ein Artillerist, sodass naturgemäß wenig infanteristische Erlebnisse "unmittelbar aus dem Frontgraben" dargestellt werden, die sich der eine oder andere Hörer vielleicht erhofft. Sie kommen aber auch vor, sind dann detailliert beschrieben und geben dem Zuhörer teils das Gefühl "mitten dabei" zu sein.