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Gelassenheit lernen


Stress vermeiden und die innere Balance finden: Mit Gelassenheit achtsamer und entspannter durchs Leben gehen.

Häufig gestellte Fragen zu Gelassenheit

Gelassenheit ist eine Eigenschaft, von der sich viele Menschen wünschen, sie hätten mehr davon. Die gute Nachricht: Gelassenheit lässt sich lernen. Privat wie beruflich gibt es genug Aufreger und Gründe, genervt oder gestresst zu sein. Doch emotionale Ausbrüche sind nicht immer hilfreich beim Dampf ablassen. Mitunter schädigen sie auf Dauer den eigenen Körper und trüben das Verhältnis zu Freunden, Familie, Kolleginnen und Kollegen. Um mehr Gelassenheit in das eigene Leben zu bringen und seelische und geistige Gesundheit zu fördern, gibt es viele Möglichkeiten: Meditation, Auto-Suggestion und Fantasiereisen sind nur einige Beispiele dafür, wie der Weg zu mehr innerer Gelassenheit erreicht werden kann.
Zunächst einmal ist eine Unterscheidung zwischen Gelassenheit und Gleichgültigkeit wichtig. Gleichgültigkeit bedeutet Desinteresse, Teilnahmslosigkeit und Apathie. Menschen, die gleichgültig handeln, sind emotional nicht involviert. Gleichgültigkeit zu lernen ist also nicht sonderlich erstrebenswert, im Gegenteil. Gelassenheit hingegen bedeutet, emotional beteiligt zu sein, genau hinzusehen und zu -hören und trotzdem nicht aus der Haut zu fahren oder sich von den eigenen Gefühlen überwältigen zu lassen. Menschen, die gelassen sind, haben ihre Emotionen besser im Griff und und können sie mit mehr Ruhe kanalisieren. Gelassenheit steht für kontrolliertes Handeln, während Gleichgültigkeit eher eine Charaktereigenschaft ist, die früher oder später zur Resignation führt. Auch die Begriffe Gleichmut oder Besonnenheit können als Synonyme für innere Ruhe verwendet werden. Während Gelassenheit für eine emotionale Haltung steht, beschreibt Besonnenheit jedoch die Fähigkeit, überlegt zu handeln und in schwierigen Situationen den Überblick zu behalten und Unvoreingenommenheit zu bewahren.
Überkochende Emotionen, gereizte Reaktionen auf die kleinste Provokation – häufig sind dies erlernte, reflexartige Verhaltensmuster. Doch gehören immer zwei dazu: warum bringt mich Person x oder Aussage y so schnell auf die Palme, ist die zentrale Frage. Ein erster Schritt zu mehr Ausgeglichenheit ist daher die genaue Analyse der Situationen, die so schnell außer Kontrolle geraten. Leide ich unter einem schlechten Selbstwertgefühl oder überschreitet jemand ständig meine Grenzen? Dann ist es hilfreich, zu überlegen, ob diese Grenzen eventuell nicht früh genug gezogen wurden oder dem Gegenüber nicht klar genug kommuniziert wurden. Aber auch ein paar Tricks helfen dabei, gelassener durchs Leben zu gehen. Habe ich genug Ausgleich, etwa in Form von Ruhe- und Erholungsphasen, in denen niemand Erwartungen an mich stellt, treibe ich Sport oder gehe ich genug an der frischen Luft spazieren, um zur Ruhe zu kommen? Oder neige ich womöglich innerlich dazu, hinter jeder Ecke eine Katastrophe zu wittern? Schon der Gebrauch eines weniger sensationslüsternen Vokabulars kann dabei helfen, dass ein Problem sich als durchaus lösbar erweist, wenn es nicht zum Super-GAU oder Mega-Problem stilisiert wird.
Emotional zu sein und zu reagieren, ist nicht per se problematisch oder schlecht. Im Gegenteil: wer emotional intelligent und empathisch agiert, hat in vielen Lebensbereichen sogar einen Vorteil. Doch wenn zu häufig der Punkt kommt, an dem die Emotionen die Überhand gewinnen und Situation unkontrollierbar aus dem Ruder laufen, ist es eine gute Idee, mehr Gelassenheit ins Leben zu bringen. Wer gelassener ist, kann schwierigen Situationen mit mehr Ruhe begegnen, sie sachlicher und objektiver betrachten und dadurch bessere Entscheidungen treffen. Zudem wirkt sich weniger Aufregung positiv auf die körperliche Gesundheit aus.
Wer Gelassenheit lernen will, tut nicht nur seiner körperlichen und seelischen Gesundheit einen Gefallen. Viele andere Bereiche werden durch ein ausgeglicheneres Gemüt positiv beeinflusst. Wer in Stresssituationen oder Konflikten die Ruhe bewahrt, steht souveräner da und kann seine Meinung klarer, gefasster und überzeugender zum Ausdruck bringen. Dies wirkt sich positiv auf das Selbstvertrauen aus. Auch die Beziehung zu den Mitmenschen im persönlichen wie beruflichen Umfeld profitiert von mehr Gelassenheit: Wer nicht immer gleich aus der Haut fährt, wird als angenehmer, sympathischer und im Beruf auch als professioneller wahrgenommen. Und gelassene Eltern sind bei der Kindererziehung im Vorteil, denn Trotzphasen und das Austesten von Grenzen bleiben keinem erspart. Kurzum: Gelassenheit bringt nicht nur für sich selbst, sondern auch für das Umfeld mehr Frieden und Entspannung.

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