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Was vom Tage übrig blieb

Sprecher: Gert Heidenreich
Spieldauer: 8 Std. und 51 Min.
4.5 out of 5 stars (1.368 Bewertungen)

Regulärer Preis: 13,95 €

Danach 9,95 € pro Monat. Jederzeit kündbar.

Inhaltsangabe

Ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur 2017

Seit Jahrzehnten dient Stevens als Butler auf Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Er hat sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn gestellt, niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Jetzt bricht er zum ersten Mal aus seiner gewohnten Welt aus, um seine ehemalige Kollegin, Miss Stenton, in Cornwall zu besuchen. Die Fahrt wird für Stevens zu einer Reise in die Vergangenheit und schließlich auch zu einer Reise zu sich selbst.

Das kritische Portrait einer von Klasse und Hierarchien geprägten Gesellschaft und eine bittersüße Liebesgeschichte, erzählt von einem, der seinen Stand nie hinterfragt und der nie auch nur geahnt hat, dass er liebte.

Meisterlich gelesen von Gert Heidenreich.
©2017 Wilhelm Heyne Verlag. Übersetzung von Hermann Stiehl (P)2017 Random House Audio

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Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    823
  • 4 Sterne
    355
  • 3 Sterne
    129
  • 2 Sterne
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Sprecher

  • 5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    1.094
  • 4 Sterne
    158
  • 3 Sterne
    24
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Geschichte

  • 4.5 out of 5 stars
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    719
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Die Tatsachen des Lebens

Ein Schriftsteller dessen Werk als Summe aus Jane Austen und Franz Kafka gerühmt wird? Faszinierend! Lesen wollen! Hören wollen!
Ich kann nur wiederholen was ich mir zur Originalausgabe zu bemerken erlaubt habe:"Was vom Tage übrig blieb" ist ein mit Melancholie aufgesättigtes Meisterwerk. Mit unprätentiöser sprachlicher Meisterschaft wird dem tiefsten Wissen um die Bewegungsgesetze des menschlichen Herzens Ausdruck verliehen. Endlos hätte ich den Erinnerungen des Butler Stevens lauschen können mit seinen Versuchen seine Zeit, sein Leben und das Leben seiner Mitmenschen zu verstehen.
Grandios gegeben von Gert Heidenreich. Eine aufwühlende Hörbucherfahrung! Zudem empfehle ich dringend die kongeniale Verfilmung.

40 von 46 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    2 out of 5 stars
  • Geschichte
    2 out of 5 stars

Ermüdend

es war wirklich schwierig bis zum Ende durchzuhalten. Die Geschichte hat sich hingezogen wie Kaugummi. Man hat ständig darauf gewartet, dass eine emotionale Entwicklung stattfindet. Die vordergründig feinsinnige Sprache wurde überstrapaziert.

11 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    2 out of 5 stars

Sprachlich herausragend!

Die Vermittlung der Kernbotschaft, die eigenen Lebensinhalte ggf nicht erst am Ende des Lebens zu reflektieren, wird meines Erachtens zu kurz behandelt. Die sprachlich meisterhafte britische Konversation ist jedoch ein Erlebnis und darin liegt die Stärke des Werkes. Hervorragend gelesen! Über den Nobelpreis kann man streiten.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Prinzipien und fatale Verstrickungen

Unbedingte Loyalität, bedeckte Emotionalität und unbarmherzige Professionalität prägten das Leben von Stevens, dem Buttler. Selbst die ihm zugestandenen freien Tage und die Fahrt im Ford seines Herrn durch England sollten dienstlicher Natur werden. Überraschenderweise für ihn führt der Weg jedoch zu seiner verpassten Liebe. Die Nähe zum Weltgeschehen und sein Stolz, zum Wohlbefinden der Mächtigen beigetragen zu haben wird von fahlem Missbehagen abgelöst, wenn man weiss, was die Beschwichtigungspolitik gegenüber dem skrupellosen Diktator angerichtet hat. Die Reise ist eigentlich ein Rückblick auf ein verpasstes Leben und es bleibt nur noch der eitle Stolz auf ein tadelloses Funktionieren im Berufsleben, selbst wenn sich in letzter Zeit "kleine Fehler" eingeschlichen haben.

8 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Bewegende Geschichte - perfekt gelesen

Aus meiner Sicht ist das das Buch zur Midlife Crisis!, des Sinn des Lebens und der Reflexion verpasster Gelegenheiten. Sehr gut gelesen und sehr kurzweilige Story. Eines Literatur Nobelpreisträgers würdig.

7 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Ein Genuss!

Wunderbare Sprache, hervorragend gelesen.
Ich war anfänglich etwas verwundert über die Einfachheit der Geschichte habe dann aber umso mehr die Sprache genossen. Sehr empfehlenswert.

9 von 12 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    1 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Der Film ist sehr viel besser als das Buch

Gert Heidenreich als Sprecher ist perfekt. Am Anfang ist die Geschichte trotz des epischen Satzbaus spannend und amüsant. Aber es ist schwer, bis zum Ende durchzuhören. Der Film kaschiert die vielen Längen der Romanvorlage.

6 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    1 out of 5 stars

Langweilig!

Gut gelesen und stellenweise auch lakonisch-amüsant, aber im Grunde völlig langweilig und uninteressant. Schade, man hätte viel aus dem Setting machen können.

6 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars
  • Sabine
  • Taufkirchen, Deutschland
  • 21.10.2018

Meisterwerk, Meistersprecher

Ungewöhnliche, wunderschöne Geschichte von Gert Heidenreich (wie gewohnt) meisterhaft gelesen. Anspruchsvoll und keine Minute langweilig!

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Schöne Sprache aber sehr zähe Geschichte

Kurzmeinung

Genre: Roman

Handlung: Die Handlung ist vielfältig. Zum einen geht es um den Butler Stevens, der sich voll und ganz seinem Beruf verschrieben hat. Diesen führt es voller Hingabe und absoluter Würde aus. Die Hierarchie wird nicht hinterfragt, genauso wenig die Vorgänge, die sich im Haus über viele Jahre abspielen. Große Politik wird gemacht und Geschichte geschrieben, doch Mr. Stevens erlaubt sich kein Urteil. Der Zweite Weltkrieg steht vor der Tür und Politiker und Diplomaten aus aller Welt finden in England in diesem Herrenhaus zusammen, tauschen sich aus und debattieren. So ein Herrenhaus benötigt neben einem herausragenden Butler ebenso eine herausragende Hauswirtschafterin. Miss Kenton ist für diese Rolle ebenso geschaffen wie Mr. Stevens für seine. Zwischen den beiden gibt es eine Art Zuneigung, die jedoch nie über das förmliche Verhalten hinausgeht. Zu persönlich und zu privat mag Mr. Stevens nämlich überhaupt nicht.

Charaktere: Zwei Protagonisten, die sich in nichts nachstehen. Mr. Stevens, der Butler, ist sehr gut porträtiert und sein charakterlicher roter Faden ist absolut durchgängig, ganz ohne Unterbrechungen. Er ist das Nonplusultra eines Butlers. Er dient mit ganzem Herzen, mit offenen Augen und verschlossenen Ohren. Denn es steht ihm nicht zu, sich eine Meinung über all die Gäste zu bilden, die im Herrenhaus ein- und ausgehen. Er besitzt eine kühle Distanz, die sogar so weit geht, dass er nicht in der Lage ist, seinem sterbenden Vater ein paar Minuten beizustehen. Er fühlt sich unwohl und nimmt seine Arbeit als Vorwand gehen zu müssen, da dies sein Vater, ebenso ein Butler vom alten Schlag, absolut verstehen kann und nicht dulden würde, wenn sein Sohn ein schlechtes Bild auf sich und den Berufsstand wirft. Miss Kenton erfüllt nur vordergründig die Anforderungen an ihren Berufsstand als Hauswirtschafterin. Sie erfüllt ihre Aufgabe mit Bravour, leistet sich aber immer wieder ein liebevolles Geplänkel mit Mr. Stevens. Vergeblich versucht sie ihm Emotionen zu entlocken und erkennt immer, wann er Zuspruch und ein gutes Wort braucht. Sie stärkte ihm den Rücken, nachdem sein Vater gestorben war. Diese beiden Figuren sind dem Autor hervorragend gelungen!

Spannung: Auf Spannung wartet man in diesem Roman vergeblich. Es kommt ein Interesse auf, wie das Aufeinandertreffen der beiden, nach so vielen Jahren, vonstatten gehen wird. Wird Mr. Stevens endlich etwas aus sich heraus gehen können und Miss Kenton gestehen, dass er sie all die Jahre vermisst hat? Wird sie mit ihm zurück ins Herrenhaus kommen und ihre alte Stelle wiederaufnehmen? Auf das Ende ist man somit wohl gespannt, doch diese Frage schwirrt dem Leser nicht permanent im Kopf herum.

Schreibstil: Keine Frage, Kazuo Ishiguro hat sprachlich gesehen mit diesem Roman etwas Besonderes geschaffen. Sehr ruhig schreitet das Geschehen voran. Und unter der hochgehobenen und -geborenen Gesellschaft entspannen sich Gespräche, die man nicht alltäglich nennen kann. Erfrischend waren für mich auch die Dialoge von Mr. Stevens und den Bürgern der Ortschaften, in denen er auf seiner Reise gewollt als auch ungewollt Halt macht. Hervorragend auch die innere Reise von Mr. Stevens. Wie man anhand von seinen Aussagen merkt, dass er angefangen hat sich mit sich und seiner Vergangenheit zu beschäftigen und analysiert, ob er manchmal nicht hätte anders handeln müssen.

Ende: Ein Ende, das sich für mich so abgezeichnet hat. Deswegen aber nicht minder gut. Dem Autor ist es gelungen der Geschichte treu zu bleiben. Das gefällt mir sehr.

Hörbuch: Wunderbar gelesen und interpretiert von Gert Heidenreich, meinem liebsten Sprecher für Hörbücher. Keiner schafft es auf so ganz besondere Weise Figuren und ihre Charaktere so wiederzugeben, dass es vom Anfang bis zum Ende ein reiner Hörgenuss ist.

Fazit: Ein wirklich gutes Hörbuch! Doch trotz all dem Positiven, das ich hier erwähne und hervorhebe, kann selbst die schöne Sprache und der herausragende Sprecher die Eintönigkeit und auch in großen Teile die Langeweile der Geschichte nicht verschwinden lassen. Hätte ich das Buch gelesen, hätte ich sicherlich immer mal wieder Seiten überblättert oder quergelesen. Mir persönlich reichte das leider nicht, um das gesamte Buch als herausragend bezeichnen zu können. Ich fühlte mich nicht mitgerissen. Mich konnte auch diese bittersüße und unerfüllte Liebe nicht so richtig rühren.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich