Der Zauberberg
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Gesprochen von:
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Gert Westphal
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Von:
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Thomas Mann
Ein kurzer Besuch in einem Davoser Sanatorium wird für den jungen Ingenieur Hans Castorp zu einem siebenjährigen Aufenthalt, der Kurort wird zur Bühne für die europäische Befindlichkeit vor dem Ersten Weltkrieg. Fern von der erdrückenden Realität drehen sich die Gespräche unter den Patienten um Politik, Philosophie, Liebe, Krankheit und Tod. Im Juli 1913 begonnen, während des Krieges durch essayistische Arbeiten unterbrochen, konnte der Roman 1924 abgeschlossen und veröffentlicht werden.
©1960 S. Fischer Verlag (P)2024 DAVEine Schande, den Zauberberg zu kürzen.
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Wunderbar!
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Ein einziges Glück
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einfach genial
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Nun ist für mich Gert Westphal DER Fontane-Vorleser, und Thomas Mann hat ja so ein paar Anleihen an Fontane genommen, dennoch ist der Zauberberg ein gänzlich eigenständiges Werk. Parallelen sind offensichtlich. Und auch hier weiß der Autor zwar nicht alles, allein durch die Schilderungen der Ereignisse, der Dialoge, der Äußerlichkeiten bereitet Mann dem Leser/Hörer höchsten Genuss und gibt ihm ordentlich Nachdenkenspotenzial. Die Eitelkeiten der Ärzte, die Eifersüchteleien der Patienten, die Dummheiten der Frau Stöhr, die Weisheiten des Herrn Settembrini, die Ergebenheit Joachim Ziemßens erschließen sich dem Hörer deutlich. Hier ist Gert Westphal ein grandioser Mann-Vorleser.
Nur: Während es Fontane und Westphal bei Effi Briest gelang, dem Leser - bei mir zumindest - ein gewisses Verständnis für Innstetten oder Luise zu erwecken, erscheint mir der durchaus ambivalente Hans Castorp ("unser Freund" nennt ihn Mann gelegentlich im Verlauf des Romans; meiner ist es nicht) als grandioser Vollpfosten. Es tut mir leid, dass ich das so sagen muss. Ein Roman, der uns das Vorfeld des 1. Weltkriegs schildern - vielleicht erklären - will. Und das Ergebnis. Postmortal.
Grandios formuliert, grandios vorgelesen,
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