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Mephisto

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Mephisto

Von: Klaus Mann
Gesprochen von: Jens Harzer
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"Mephisto" erzählt die Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen, von seinen Anfängen im Hamburger Künstlertheater 1926 bis zum Jahr 1936, als es Höfgen (in manchen Zügen unverkennbar Gustaf Gründgens) zum gefeierten Star des neuen Reiches gebracht hat. Höfgen geht dafür jedoch einen Teufelspakt ein und verrät die humanen Werte, für die er einst eintrat. "Mephisto" ist ein zeitkritisches Panorama der Zustände im Dritten Reich - mit deutlich satirischen Elementen -, eine Geschichte von Anpassung und Widerstand. Erstmals erschienen 1936 im Amsterdamer Exilverlag Querido, wurde die Verbreitung des Romans in der Bundesrepublik 1966 verboten. 1981 erschien trotz Verbots eine Neuausgabe, und "Mephisto" wurde zum Kultbuch.

"Wenn sich zeigt, welche von den deutschen Büchern unserer Tage Bestand haben, dann werden unter diesen nicht vielen Büchern Klaus Manns Romane 'Mephisto' und 'Der Vulkan' genannt werden. (Lion Feuchtwanger)

©1981, 2019 Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg (P)2019 tacheles! / ROOF Music
Belletristik Klassiker Romanbiografien
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Der Sprecher vermittelt die Inhalte sehr emotional und intensiv. Die verschiedenen Dilemmata kommen sehr gut rüber und das Werk selbst hat heutzutage mehr Relevanz als je zuvor seit dem 2. Weltkrieg.

Sehr eingängig geschrieben und gelesen.

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Ein hervorragender Roman! Der Opportunist Gustav Gründgrens (Schauspieler) unter der NS Diktatur. Ein unglaublich anschauliches Beispiel dafür, wie man Karriere machen kann. Nach der NS Zeit wurde Gründgens dennoch hoch gelobt, gerühmt und dieser tolle Roman von Klaus Mann über ihn wurde verboten bzw. von Langenscheidt Verlag nicht veröffentlicht. Auch der allzeit beliebte Schauspieler, Heinz Rühmann, der sich von seiner jüdischen Frau getrennt hatte, wurde wie so viele als Held in der Nachkriegszeit gefeiert. Dabei haben sie die NS-Propaganda so massiv unterstützt und sich bereichert am Besitz der Opfer in den Konzentrationslagern. Dass sie sich so verhalten haben, kann ich nicht bewerten, das steht mir gar nicht zu. Aber, dass sie nie irgendeine Verantwortung für ihr Verhalten übernommen haben, ist einfach ekelhaft. Sie sahen sich als Opfer.... Aber der Opportunismus steht ja schon immer in der Geschichte und auch heute auf hohem Kurs, egal wo....

Den Sprecher fand ich zunächst höchst eintönig und langweilig, aber schon nach kurzer Zeit wurde mir klar, dass man dieses sprachgewaltige Buch keinesfalls durch die Dominanz einer Stimme verfälschen darf, ganz im Gegenteil: Der Text spricht für sich, es bedarf keiner Inszenierung. Diese ist bei seichter Literatur oft die einzige Rettung für das Buch.

Das ist Literatur auf allerhöchstem Niveau!!!!

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Die Vorlesestumme ist zu „Onkel-haft“. Man kann sich aber dran gewöhnen. Letzlich reißt es nen Dich die Sprache von Klaus Mann mit - „aasig“!

Großartige Zeitgeschichte der 1930er Jahre, als Beispiel für eine Selbstunterwerfung erschreckend aktuell.

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Im Gegensatz zu einigen anderen Rezensenten empfand ich die Stimme und die Vortragsart des Sprechers als sehr angemessen und dem Text angemessen. Er ist so etwas wie das Gegenstück zu Hendrik Höfgen. Ich habe die Lesung sehr genossen. Der Text ist böse, aber weitblickend und grandios!

Großartiger Text, guter Sprecher!

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Der Erzähler ist unaufgeregt und macht seine Sache sehr gut. Noch geglückter als die recht einseitige Charakterzeichnung des Karrieristen und Opportunisten Höfgen ist aber die brillante Entlarvung der Nazidiktatur und deren Hauptakteure durch Klaus Mann, zu einer Zeit, als der Holocaust sich noch nicht abzeichnete.

Entlarvung der Nazidiktatur

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