Jetzt kostenlos testen

Mephisto

Autor: Klaus Mann
Sprecher: Jens Harzer
Spieldauer: 13 Std. und 43 Min.
4.5 out of 5 stars (99 Bewertungen)

Danach 9,95 € pro Monat. Jederzeit kündbar.

ODER
Im Warenkorb

Inhaltsangabe

"Mephisto" erzählt die Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen, von seinen Anfängen im Hamburger Künstlertheater 1926 bis zum Jahr 1936, als es Höfgen (in manchen Zügen unverkennbar Gustaf Gründgens) zum gefeierten Star des neuen Reiches gebracht hat. Höfgen geht dafür jedoch einen Teufelspakt ein und verrät die humanen Werte, für die er einst eintrat. "Mephisto" ist ein zeitkritisches Panorama der Zustände im Dritten Reich - mit deutlich satirischen Elementen -, eine Geschichte von Anpassung und Widerstand. Erstmals erschienen 1936 im Amsterdamer Exilverlag Querido, wurde die Verbreitung des Romans in der Bundesrepublik 1966 verboten. 1981 erschien trotz Verbots eine Neuausgabe, und "Mephisto" wurde zum Kultbuch.

"Wenn sich zeigt, welche von den deutschen Büchern unserer Tage Bestand haben, dann werden unter diesen nicht vielen Büchern Klaus Manns Romane 'Mephisto' und 'Der Vulkan' genannt werden. (Lion Feuchtwanger)

©1981, 2019 Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg (P)2019 tacheles! / ROOF Music

Das könnte Ihnen auch gefallen

Weitere Titel des Autors

Weitere Titel des Sprechers

Hörerbewertungen
Bewertung
Gesamt
  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    82
  • 4 Sterne
    11
  • 3 Sterne
    4
  • 2 Sterne
    1
  • 1 Stern
    1
Sprecher
  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    67
  • 4 Sterne
    14
  • 3 Sterne
    9
  • 2 Sterne
    2
  • 1 Stern
    0
Geschichte
  • 5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    78
  • 4 Sterne
    11
  • 3 Sterne
    3
  • 2 Sterne
    0
  • 1 Stern
    0

Rezensionen - mit Klick auf einen der beiden Reiter können Sie die Quelle der Rezensionen bestimmen.

Sortieren nach:
Filtern:
  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Steuererklärung

Über das Buch lässt sich nicht viel sagen, das nicht schon gesagt wäre. Es ist ein wichtiges und hervorragend geschriebenes Werk deutscher Literatur.

Der Tontechnik sei ein Lob ausgesprochen. Entweder sie weiß, wie Mikrophone aufgestellt werden müssen, oder hat das übliche heftige Ein- und Ausatmen vorbildlich herausgeschnitten oder gelöscht.

Der Sprecher, Jens Harzer, hätte sicherlich keinen Vorlesewettbewerb mit dieser Leistung gewonnen. Ein klein bisschen mehr Emphase hätte sicher nicht geschadet, dann würde es sich nicht anhören, als lese Mephisto seine Steuererklärung vor.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Großartig, beängstigend und beängstigend aktuell

Ein großartiges und beängstigendes Buch. Großartig, weil es sprachlich brillant und menschlich empathisch die vielschichtigen Verführungen für die Mitläufer nachzeichnet. Beängstigend aktuell, weil es die Frage aufwirft: Hat etwa das Mitlaufen schon wieder angefangen und wer sind die Drahtzieher, deren Namen in die Vorlagen von Klaus Mann einzusetzen wären. Denn richtigerweise hat er selbst darauf hingewiesen, dies sei kein Schlüsselroman über tatsächlich lebende Personen, sondern er habe Typen beschrieben. Jens Harzer als zurückhaltender, feinfühliger Sprecher und Erzähler intensiviert die Einladung zu betroffener Nachdenklichkeit, die Manns Mephisto in einem hinterlässt. Man hätte keinen besseren für dieses Buch finden können!

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Teuflisch

Eine brilliante Erzählung, der man fast atemlos zuhört, weil sie auch so fabelhaft vorgetragen wird. Sie greift ins Volle hinein und schildert das Milieu der Bühne, des Films und der politischen Zustände in der Zwischenkriegszeit auf das trefflichste! Uneingeschränkte Empfehlung, weil höchstes literarisches Niveau und exellente Präsentation!

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Entlarvung der Nazidiktatur

Der Erzähler ist unaufgeregt und macht seine Sache sehr gut. Noch geglückter als die recht einseitige Charakterzeichnung des Karrieristen und Opportunisten Höfgen ist aber die brillante Entlarvung der Nazidiktatur und deren Hauptakteure durch Klaus Mann, zu einer Zeit, als der Holocaust sich noch nicht abzeichnete.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Einfach großartig!

Es ist erstaunlich, dass Klaus Mann den Mut hatte, so deutlich über die Macht-Maschinerie der Nationalsozialisten zu schreiben. Er nennt die Führungsebene "den Führer" oder "Messias aller Germanen", den "Dicken" und den "Hinkenden"... Es besteht kein Zweifel, wer gemeint ist. Der Roman wurde 1936 veröffentlicht und berichtet über den Aufstieg des Schauspielers Hendrik Höfgen, der wiederum ein Abbild von Gustav Gründgens sein soll.

Das Buch ist voll sarkastischer Ironie und ein Abbild dieser dunklen Vorkriegszeit. Der Vorleser liest das Werk grandios ein.

Riesenempfehlung!

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars
  • Dr.
  • 04.05.2019

Das ist Literatur auf allerhöchstem Niveau!!!!

Ein hervorragender Roman! Der Opportunist Gustav Gründgrens (Schauspieler) unter der NS Diktatur. Ein unglaublich anschauliches Beispiel dafür, wie man Karriere machen kann. Nach der NS Zeit wurde Gründgens dennoch hoch gelobt, gerühmt und dieser tolle Roman von Klaus Mann über ihn wurde verboten bzw. von Langenscheidt Verlag nicht veröffentlicht. Auch der allzeit beliebte Schauspieler, Heinz Rühmann, der sich von seiner jüdischen Frau getrennt hatte, wurde wie so viele als Held in der Nachkriegszeit gefeiert. Dabei haben sie die NS-Propaganda so massiv unterstützt und sich bereichert am Besitz der Opfer in den Konzentrationslagern. Dass sie sich so verhalten haben, kann ich nicht bewerten, das steht mir gar nicht zu. Aber, dass sie nie irgendeine Verantwortung für ihr Verhalten übernommen haben, ist einfach ekelhaft. Sie sahen sich als Opfer.... Aber der Opportunismus steht ja schon immer in der Geschichte und auch heute auf hohem Kurs, egal wo....

Den Sprecher fand ich zunächst höchst eintönig und langweilig, aber schon nach kurzer Zeit wurde mir klar, dass man dieses sprachgewaltige Buch keinesfalls durch die Dominanz einer Stimme verfälschen darf, ganz im Gegenteil: Der Text spricht für sich, es bedarf keiner Inszenierung. Diese ist bei seichter Literatur oft die einzige Rettung für das Buch.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Großartiger Roman

Ich hatte meine Mühe mit dem Sprecher zuerst, aber sein lakonischer Tonfall macht die Handlung fast noch packender! Das letzte Kapitel ist großartig!

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Grandios!

Die Übergangsjahre von der Weimarer Republik hin zum Dritten Reich aus der Perspektive eines erfolgreichen Theaterschauspielers. Hendrik Höfgen will eigentlich nur Schauspieler sein, doch sein grenzenloser Ehrgeiz korrumpiert ihn mit der Macht...
Der Roman erzählt sehr plastisch, wie sich die große Mehrheit der Menschen bei einem Machtwechsel verhält. Wie schnell sich Meinungen, Überzeugungen und Ideologien fundamental ändern können, verschlägt einem schlichtweg den Atem. Alles geschieht fast über Nacht. Wären die Menschen heute anders? Sicherlich nicht. Denn sobald die wirtschaftliche Existenz eines Menschen ernsthaft und ganz konkret bedroht ist oder er gar um sein Leib und Leben fürchten muss, wird der Mensch kleinmütig und gefügig.
„Mephisto“ ist eine feingeistig erzählte Geschichtsstunde aus der Theaterwelt, eine Geschichtsstunde, die mich als Hörer fasziniert und nachdenklich gemacht hat.

  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Faszinierende Geschichte...

...war es in meiner Erinnerung. Ehrlich gesagt finde ich heute , dass Mann etwas zum Labern neigt. Der Sprecher ist auch nicht gerade mitreißend. Eher trocken und langweilig präsentiert er dies verschraubte Werk, das deutliche Längen hat. Viele Wiederholungen, doppelt und dreifach benutze Wendungen, das ist mir früher gar nicht so aufgefallen, da gefiel es mir viel besser. Insgesamt also leider eher ernüchternd, hätte ich es lieber in Erinnerung belassen - als faszinierende Geschichte.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

1936

Wenn ich mich Recht entsinne, verfasste Klaus Mann diesen Roman bereits 1936 und nimmt doch alles in Andeutungen und Beschreibungen vorweg, was dann im Terror des Naziregimes Wirklichkeit wurde.
Ein bemerkenswerter Künstlerroman.
Natürlich hat man Brandauer vor Augen, großartig wir er im Film die Rolle des Höfgen verkörperte, man denkt auch an das fahle Gesicht von Gründgens. Hier liest nun, in aller Folgerichtigkeit der neue Ifland-Ringträger.