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GRM

Brainfuck
Autor: Sibylle Berg
Spieldauer: 16 Std. und 55 Min.
4.5 out of 5 stars (195 Bewertungen)

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Inhaltsangabe

"GRM" beginnt im England einer nahen Zukunft, wo der Neoliberalismus besonders gründliche Arbeit geleistet hat. Die Helden: vier Kinder, die nichts anderes kennen als die Realität des gescheiterten Staates. Die Hoffnung, in die sie sich flüchten, ist Grime, kurz GRM.

Grime ist die größte musikalische Revolution seit dem Punk. Als die vier begreifen, dass es zu Hause keine Zukunft für sie gibt, brechen sie nach London auf. Jeder, der sich hier einen Registrierungs-Chip einpflanzen lässt, erhält ein wunderbares Grundeinkommen. Die Bevölkerung lebt in einer perfekten Überwachungsdiktatur. Die vier Kinder aber versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Sie starten ihre eigene Art der Revolution.

©2019 Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Köln (P)2019 Argon Verlag GmbH, Berlin

Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

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    124
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Sprecher

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Geschichte

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Finster, aber großartig

Frau Berg hat ein weiteres, in meinen Augen grandioses Buch auf die Welt gebracht. Dystopie comme elle faut. Nur hapert es wie so oft an den Sprecher_innen … (Wieso gibt es nicht eine Art Audio-Lektorat?!)

6 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Hart aber treffend

Nein, das ist keine Dystopie (schon alleine deshalb nicht, da diese Zuteilung im Text wiederholt abgewiesen wird): Was der Autorin gelungen ist, ist, die Realität, wie sie heute im Hier und Jetzt besteht, nur ein kleines Bisschen zuzuspitzen, und das ist das (allerdings nicht immer leicht geniessbare) Resultat.
Eine treffendere Darstellung einer Welt, die dominiert ist von Algorithmen und in der der Mensch sich überflüssig gemacht hat, da alles, was automatisiert werden kann, automatisiert ist, und alles, was der Überwachung dienen kann, der Überwachung dient (und niemanden störts, sondern alle machen wacker mit!) findet sich nicht in der gegenwärtigen Literatur!
Das hat vielleicht nicht die sprachliche Virtuosität einer Elfriede Jelinek oder Marlene Streeruwitz, dafür ist die Sprache von Sibylle Berg umso glasklarer und treffender.
Ganz im dürrenmattschen Sinn gelingt es der Autorin immer wieder, auf die schlimmstmögliche Wendung zuzusteuern - bloss ist damit - anders als in einem Drama von Dürrenmatt - der Roman noch lange nicht zu Ende (sowie auch das Leben nicht auf eine Katharsis oder eine abschliessende Katastrophe zusteuert, sondern nach der Katastophe weitergeht, als wäre nichts gewesen), sondern nimmt sofort Kurs auf die nächste schlimmstmögliche Wendung.
Das mag keine angenehme Lektüre sein, ist aber eine grossartige Darstellung unserer Gegenwart. Anhören!

4 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    1 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    1 out of 5 stars
  • Andrea
  • Deutschland
  • 21.05.2019

Für mich unerträglich.

Wer sich in einem Hörbuch ständig mit sexuellem und emotionalem (Kindes-)Missbrauch, Pornografie, Sodomie, Gewalt ... beschäftigen möchte, ist bei diesem Hörbuch genau richtig.

Die Sprecherin: unhörbar. Man sieht förmlich die Kommata vor sich, an denen sie Luft holt. Andere Möglichkeiten zur Betonung scheinen ihr fremd.

Die männlichen Sprecher sind deutlich besser und mit Abstand das Beste an diesem Buch.

Schade, das Buch wäre def. mein Beuteschema.

7 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    1 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    1 out of 5 stars

Leider Unerträglich

Die Thematik fand ich zuerst interessant, nur verfällt die Autorin so oft in Hasstiraden über Männer, dass mir der Wille fehlt das mit meiner Zeit zu honorieren. Schade

10 von 19 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    2 out of 5 stars

Zynisches Spaßverderben ohne Handlung

Sibylle Berg weiß den Menschen in seinem Scheitern am Leben mit scharfer Zunge zu beschreiben. Wortgewandt, manchmal witzig, aber auf Dauer verdirbt es einem leider die Laune, wenn wirklich jede Kreatur, ohne Ausnahme abstoßend und hässlich ist, wenn man sich nicht mal mit irgendeinem Antihelden in einem Roman identifizieren kann, der keiner ist. Denn in GRM passiert nichts, die Unveränderlichkeit, die Trägheit der Figuren reduziert die Handlung auf Zustandsbeschreibungen. GRM ist Brave New World des 21. Jahrhunderts, deprimierend und hässlich, die Sackgasse der Menschheitsentwicklung. Nur isses dem Homo Digitaliensis leider nicht beschieden auszusterben wie Evolution dereinst wenigstens ein Einsehen mit dem Neandertaler hatte.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

unglaublich

sehr gut gesprochen, unglaubliche Geschichten, so sehr wurde ich noch von keinem Buch zum Denken angeregt!

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Böse

Die bösartigste Dystopie, die ich je gelesen (gehört) habe. Extrem misanthropisch, bissig, pointiert. Alles, was im Hier und Jetzt schon ätzend ist, wird in eine gruseligen Zukunft extrapoliert, vielleicht überspitzt, aber keineswegs unrealistisch. Sympathie hegt die Autorin nur für ihre vier jungen ProtagonistInnen. Ein bisschen wie Quality Land, nur sehr viel düsterer, dabei mit rabenschwarzem Humor.

  • Gesamt
    1 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    1 out of 5 stars

Zeitverschwendung

Bei diesem Buch handelt es sich nicht um eine Dystopie, sondern eine durchgehende 17h Depression. Zieht einfach nur runter und macht schlechte Laune. Wer es genießt Menschen zuzuhören, die es schaffen einfach alles ins Negative verdrehen können, für den ist das Buch perfekt.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Erschreckend (e reale) Story -

die durch die Vermischung von theoretischen und jetzt schon genutzten Möglichkeiten zur Steuerung und Manipulation der Bevölkerung und in Kombination mit einen neutralen und schon fast unbeteiligten Erzählperspektive zum zornigen Erschaudern führt. Wenn man dann die 1 Million Obdachlosen in Deutschland, die Altersarmut und Konzeptlosigkeit im Bezug auf den weiteren Arbeitsplatzabbau sieht, dann erscheckt man sich durchaus ob der gruseligen baldigen Zukunft.

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars
  • TL
  • 03.08.2019

viel zu schnell

gefühlt ohne Punkt und Komma gesprochen, zumindest von Lisa Hrdina. Torben Kessler kommt homogener daher und ist zumindest für mich nicht so anstrengend.