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Metropol

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Metropol

Von: Eugen Ruge
Gesprochen von: Ulrich Noethen
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Moskau, 1936. Die deutsche Kommunistin Charlotte ist der Verfolgung durch die Nationalsozialisten gerade noch entkommen. Im Spätsommer bricht sie mit ihrem Mann Wilhelm und der jungen Britin Jill auf zu einer mehrwöchigen Reise durch die neue Heimat Sowjetunion. Alle drei sind Mitarbeiter des Nachrichtendienstes der Komintern, wo Kommunisten aller Länder beschäftigt sind. Umso schwerer wiegt, dass unter den "Volksfeinden", denen gerade in Moskau der Prozess gemacht wird, einer ist, den Lotte besser kennt, als ihr lieb sein kann.

Nach dem internationalen Erfolg von "In Zeiten des abnehmenden Lichts" kehrt Eugen Ruge zurück zur Geschichte seiner Familie. Metropol folgt drei Menschen auf dem schmalen Grat zwischen Überzeugung und Wissen, Loyalität und Gehorsam, Verdächtigung und Verrat.

Eindrucksvoll gelesen von Ulrich Noethen unter Mitwirkung von Ulrike Krumbiegel.

©2019 Rowohlt Verlag GmbH, Hamburg (P)2019 Argon Verlag GmbH, Berlin / MDR, Leipzig, Argon Verlag GmbH, Berlin
Belletristik Romanbiografien Saga
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Zugegeben, ich stehe noch völlig unter dem Eindruck dieses Hörbuchs, während ich diese Rezension schreibe.

Das Buch handelt von einer Episode in der Familiengeschichte des Autors, die, wie wir erfahren auf den Akten des sowjetischen Geheimdienstes beruht.
Dabei geht es um die Zeit der stalinistischen "Säuberungen" in der Sowjetunion mitte der 1930er Jahre.
Im Mittelpunkt stehen die Großeltern des Autors in einer teils fiktiven teils auf den historischen Gegebenheiten beruhenden Situation.
Die Handlung führt den Leser in ein Milieu der kommunistischen Geheimdienstler und ihres Umfeldes.
Als Leser/Hörer wird man Zeuge, wie sich die "Säuberungen" (allein 31.000 Getötete nur in einem Moskauer Gefängnis; bis zu 3 Mio - andere Quellen sprechen von deutlich mehr - in der gesamten UdSSR) auf die ihrerseits ziemlich verblendete Clique innerhalb dieses Kreises auswirken.
Dabei spürte ich als Leser/Hörer immer den Zwiespalt, ob ich Mitgefühl mit den Helden dieser Geschichte habe, oder ob sie mich - man verzeihe mir diesen Ausdruck - anekeln ob ihrer grenzenlosen Verblendung und Bereitschaft zu Denuziation.
Es handelt sich um Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen und unterschiedlichsten Ländern bereit waren, im Kampf für ein totalitäres Regime auch über Leichen zu gehen.
Und die sich dennoch ängstlich, um persönliche Vorteile haschend und verblendet sich gegenseitig anschwärzen und jede Solidarität ihren Mitstreitern fallen zu lassen.
Dazu konfrontiert der Autor das politisch vollkommen verblendete Bild der Protagonisten mit einer Sowjetunion, in dem Anspruch und Realität weit auseinanderklaffen.

Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch (Sollte meiner Meinung nach Schullektüre werden), das aufzeigt, was totalitäre Regime mit Menschen machen, wie sehr sie das Schlechte im Menschen herauskehren und unter welche Zwänge sie diese Stellen.

Ein Nebeneffekt dieses Buches: Ich habe sehr häufig bei Wikipedia nach den genannten Personen und zeitlichen Umständen geforscht.


Fazit: 5 Sterne, auch fürs Lesen.

Was für ein Buch, was für eine Zeit

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sehr spannend, historisch interessant, lebhaft und anschaulich, idealer Stoff für ein Hörbuch. Kann qualitativ mit dem ersten Roman von Eugen Ruge mithalten.

Ideales Hörbuch

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So, nach den "Zeiten des abnehmenden Lichts" habe habe ich jetzt auch das dazu gehörende Buch 'Metropol" von Eugen Ruge endlich geschafft. Beide Bücher werden dann im Epilog des Metropol verbunden. Ich bin zu später Stunde völlig geschafft und kann gar nicht schlafen. Welch ein historisches Werk. Eugen Ruge gehört zu den besten deutschen Schriftstellern, die ich je gelesen habe, oder gehört habe, wie in diesem Fall. Und Ulrich Noethen als Sprecher ist eh seit langem mein Favorit. Ich bewundere solche Menschen.

Großartiges Werk!

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die Atmosphäre des Beobachtetwerdens, des Aushorchens, der Willkür, der Unmenschlichkeit, wird so konkret, obwohl nichts wirklich benannt wird und nur indirekt wirksam ist im Empfinden der Protagonisten. großartig konstruiert, ein Buch, was mir eiskalt unter die Haut geht

Beschreibung des stalinterrors aus erster Hand des persönlichen Erlebens

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Was für ein eindrucksvolles Buch sofern man sich für Erlebnisse und Geschichten des stalinistischen Terrors interessiert. Politische Verklärung kommunistischer Treuglaube in fast schon religiösen Ausmaß. Das Buch malt halb authentisch ein ungeschöntes Bild dieser Zeit, fesselnd geschrieben und als Hörbuch phantastisch gelesen. Unbedingte Leseempfehlung.

wow

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