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Im Frühling sterben

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Im Frühling sterben

Von: Ralf Rothmann
Gesprochen von: Thomas Sarbacher
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Über diesen Titel

Im Frühling sterben ist die Geschichte von Walter Urban und Friedrich "Fiete" Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere, Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich reden lässt, steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund...

In intensiven Bildern erzählt Ralf Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr und den ersten Wochen eines Friedens, in dem einer wie Walter nie mehr heimisch wird.©2015 Suhrkamp Verlag Berlin (P)2015 Produktion Norddeutscher Rundfunk / Hörbuch Hamburg
20. Jahrhundert Belletristik Historische Romane Zeitgenössische Literatur
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Ein sehr gutes Buch. Dazu noch ganz phantastisch vorgetragen. Ich werde die Geschichte für immer im Gedächtnis behalten.

Phantastisch vorgelesen

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Beschreibt eindringlich die Erlebnisse aus der Perspektive des jungen Soldaten Walter. Der Leser / Hörer schaut sozusagen aus seinen Augen den Gräueln zu. Teilweise ist das sehr schwer auszuhalten. Lakonisch gelesen.

Eindringlich

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Ein großartiger Schriftsteller hat einen sehr lakonischen, genauen Text geschrieben, der noch im Weglassen erzählt.

So war der Krieg, glaube ich.

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Die Geschichte um die beiden Freunde Walter und 'Fiete' hat mich sehr berührt; hatte ich doch selbst einen Großvater, der in den letzten Tages des Krieges zwangsrekrutiert wurde. Entsprechend habe ich das Buch in sehr kurzer Zeit gelesen.
Viel wird in Schulen gelehrt über die Greueltaten der Nazis und die Vernichtung der Juden im 2. Weltkrieg. "Wie können Menschen so grausam sein?" ist ein oft ausgesprocher Satz, und auch ich habe mich das gefragt. Wieviel wusste die Bevölkerung?
Ralf Rothmann beschriebt in seinem Roman eine fiktive Geschichte in Anlehnung an das Leben seines Vaters. Und obwohl es ein Einzelschicksal ist lässt es erahnen, welchem Leid die Bevölkerung ausgesetzt war und welche Schuld der kleine Soldat als Rädchen im Getriebe wirrer Entscheidungen im Krieg tragen musste.
Das Buch sollte Pflichtlektüre in der Schule sein, um die Innensicht des einfachen Soldaten näher zu bringen.

Sehr ergreifend

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Es gibt viele gute Hörbücher – und doch gibt es immer wieder einen Glücksfall, der neue Maßstäbe setzt (indem er sie scheinbar mühelos erreicht). Ralf Rothmanns Roman „Im Frühling sterben“ war vor zwei Jahren ohne Konkurrenz auf dem deutschen Büchermarkt. Dass der Roman den Deutschen Buchpreis nicht erhielt, lag am Autor selbst ... denn der bat seinen Verlag darum, das Buch nicht einzureichen. Die erschütternde Geschichte von zwei Melkern, die kurz vor Kriegsende doch noch ganz nah an die Schrecken des Krieges heranrücken müssen, geht extrem unter die Haut. Rothmann schafft es wie wenige andere, dichte Bilder zu zeichnen, die man – ja, tatsächlich – auch hören, riechen und schmecken kann. So läuft ein spannender Film vor dem geistigen Auge ab, der einem oft den Atem raubt. Ein Surround-Abenteuer aus Worten.

Gesteigert wird das Ganze noch durch die großartige Lesung von Thomas Sarbacher, dessen meist lakonischer Ton hervorragend zum Charakter der Geschichte passt. Er kriegt auch Mundarten bestens hin, wirkt nie bemüht und wahrt immer eine gewisse Distanz zum Text. Gerade dadurch wird er zum idealen Interpreten für diese extreme Geschichte. Man wünscht sich, viel öfter von ihm zu hören.

Einziger Wermutstropfen: Die Kapitel sind – insbesondere im ersten Drittel dieses Hörbuchs – nicht gut genug voneinander getrennt. Das sorgt für Verwirrungen, wenn ein neuer Handlungsstrang ohne Pause einsetzt. Denn es ist tatsächlich notwendig, zwischen den einzelnen Abschnitten dieses Romans zumindest für einen kurzen Moment zu verschnaufen.

Höchste Werte!

Eine erschütternde Geschichte, großartig gelesen

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