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    Inhaltsangabe

    Der Weg in eine vielversprechende Zukunft.

    In die von Staubstürmen und Missernten bedrohte Landschaft von Oklahoma dringt Anfang der 1930er-Jahre die Nachricht vom Reichtum Kaliforniens. Die Depression und die neuen Agrartechniken haben Tausenden von Landarbeitern und Farmpächtern den wirtschaftlichen Zusammenbruch gebracht. Sie machen sich mit ihren Familien auf den Weg, um durch die Arbeit in den kalifornischen Obstplantagen eine neue Existenzgrundlage zu finden. Doch die verzweifelten Menschen müssen erleben, dass auch hier die Großgrundbesitzer Hungerlöhne zahlen, auf verbrecherische Weise mit brachliegendem Land spekulieren und mit der Polizei zusammenarbeiten, um jeden Widerstand brutal zu unterdrücken.

    John Steinbeck hat mit diesem Roman seinen literarischen Ruhm begründet. Das Echo in Amerika war bei der Veröffentlichung gewaltig: Gegenschriften wurden verfasst, Politiker und Erzbischöfe verdammten es, der Autor wurde als Volksverhetzer und Klassenkämpfer verurteilt - und als Stimme der Unterdrückten und Ausgebeuteten gefeiert. 1940 erhielt Steinbeck für das Werk den Pulitzer-Preis und es diente als Vorlage für den gleichnamigen Film von John Ford.

    ©2002 Paul Zsolnay Verlag Ges.m.b.H., Wien (P)2021 Hörbuch Hamburg HHV GmbH

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    Das sagen andere Hörer zu Früchte des Zorns

    Bewertung
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    • Geschichte
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    Überhaupt nicht veraltet

    Wer glaubt Steinbeck sei veraltet, irrt. Wichtige Bücher erkennt man stets an ihrem ethischen Gehalt, und den findet man bei Steinbeck so gut wie bei Graham Greene, Nabokov und anderen Größen der Literatur. Das Hörbuch ist ganz hervorragend aufgenommen, was heutzutage die große Ausnahme darstellt. Kein astmatisches Schnaufen, kein Alterskrächzen, keine falschen Betonungen, aus denen sich immer gleich erkennen lässt, dass der Vorleser den Text nicht oder nur zur Hälfte versteht, oder sich nicht die Mühe macht, solche Fehler nochmal aufzunehmen. Dieses Buch ist, wie gesagt, wunderbar gelesen, und wer Hörbücher "nur so nebenbei hört", sogar dem sei dieses hier empfohlen: Dafür eignet es sich ganz hervorragend. Ein wenig ist es so, wie "Misfits" (Nicht gesellschaftsfähig) mit Marilyn Monroe und Clark Gable anzuschauen. Die Erwartungshaltung wird erfüllt, glauben Sie mir!

    8 Leute fanden das hilfreich

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    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Überzeugt auf ganzer Linie

    Erst einmal ein großes Lob an den Hörbuchverlag, der den Roman gut 80 Jahre nach der Erstveröffentlichung aufgenommen hat. Die Lesung von Erich Räuker ist großartig, er verleiht jedem der Charaktere bis hin zu den vorkommenden Kindern eine eigene Stimme. Dem Vorleser ist es auch zu verdanken, dass einige Längen, die die Geschichte hat, nicht schwerfallen, ausgehalten zu werden.

    Vielleicht ist das Buch nicht für jedermann etwas, mir z.B. gefällt Steinbecks Jenseits von Eden besser.
    In Früchte des Zorns gibt es nicht den greifbaren Konflikt zwischen Charakteren der Geschichte, keinen Protagonisten und Antagonisten, die schlussendlich als Gewinner oder Verlierer von dannen ziehen, so wie man es sonst gewohnt ist. Hier steht die Not der Familie Joad während der Großen Depression im Mittelpunkt, nur im Ungefähren sind die Banken und Kapitaleigner als Gegenspieler in weiter Ferne erkennbar und vereinzelt ihre immer wechselnden Schergen. Nie greifbar ist der Gegenspieler, der am Höhepunkt der Geschichte konfrontiert werden könnte. Das System der wirtschaftlichen Verhältnisse ist, wenn man so will, der unsichtbare Antagonist, dem die Familie hilflos ausgeliefert ist. Damit ist manchmal eine gewisse Spannungsflaute verbunden, denn die Geschichte spitzt sich niemals zu einem Spannungshöhepunkt zu.

    Aber es handelt sich ja auch nicht um Unterhaltungsliteratur. Dennoch kommt die Unterhaltung nicht zu kurz, vor allem Dank der liebevollen Beschreibung der Familie Joad vom kautzigen Großvater bis hin zu den sich stets kabbelnden kleinen Kindern, der sich ganz opfernden Mutter und dem meist ratlosen Vater und der anderen Mitglieder der elfköpfigen Famile.
    Die Schilderung der Lebensumstände verarmter Farmer während der Großen Depression ist eindrücklich gelungen und oft beklemmend, mit diesem Roman ist ihnen ein Denkmal gesetzt. In den Tagen, in denen ich das Buch hörte, bin ich zufällig auf den Bildband Let Us Now Praise Famous Men von Agee/Evans gestoßen, der fast wie ein Ergänzungsband mit Fotos aus der Zeit daherkommt.

    2 Leute fanden das hilfreich

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      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Ein Meisterwerk

    In meiner Jugend habe ich einige Bücher von Steinbeck gelesen, wie z. B. „Von Mäusen und Menschen“, das immer noch eines meiner Lieblingsbücher ist. „Früchte des Zorns“ hatte ich vor ewiger Zeit einmal als Film gesehen und kannte den Inhalt nur noch in groben Zügen.

    Nun zum Hörbuch: Ich brauchte ca. 2-3 Stunden bis ich „reingekommen“ bin und ab da an hatte es mich gepackt und ich konnte kaum die Stopptaste drücken. Stellenweise habe ich eine kleine Nachdenkpause eingelegt, um das Gehörte sacken zu lassen. Ich finde es schwer, die richtigen Worte zu finden, wie auch, dieses Buch ist ein Meisterwerk und hat zurecht den Pulitzer- sowie den Literaturnobelpreis erhalten.

    Viele Dialoge der Joads, die gesprochenen, wie auch die gedachten, sind zwar „einfach“ formuliert, aber mit solch einer poetischen und philosophischen Wucht, das ist einfach unglaublich. So viel Kraft und Ausdruck in den „einfachen“ Sätzen, das muss ein Schriftsteller erstmal zu Papier bringen und auch so vermitteln können, das man sich mitgenommen fühlt. Ich mag das Wort „mitgenommen“ nicht besonders, da es meiner Meinung nach heutzutage inflationär benutzt wird, aber hier trifft es zu.

    Denn man ist „mit“ den Joads unterwegs in ihrem Elend, ihrem Hunger, dem täglichen Kampf ein bisschen Arbeit zum Überleben zu finden und zugleich die Anfeindungen der eigenen, größtenteils dummen und stupiden Landsleute ertragen zu müssen.

    Dazu noch die geld- und machtgierigen Landbesitzer und ihren überheblichen, aber gefährlichen Gehilfen mit dem Sheriffstern an der Brust und der Waffe im Halfter, die jeden Wanderarbeiter verächtlich und menschenverachtend behandeln.

    Was für ein Elend, das einem wieder verdeutlicht, dass der Mensch immer noch der größte Feind des Menschen ist, das war schon immer so und daran wird sich - leider - auch in Zukunft nichts ändern. Wenn ich mich irren sollte, würde es mich sehr freuen.

    Meine „üblichen Verdächtigen“ wie D. Nathan, U. Teschner oder S. Kaminski als Vorleser hätten dieses Mal nicht so gepasst wie Erich Räucker, allein, weil er durch seine sehr markante Stimme die düsteren Stimmungen hervorragend zum Ausdruck gebracht hat.

    Dieses Buch wird noch eine Weile nachklingen, das passiert nicht sehr oft. Aber wann hat man denn schon einmal die Chance, sich ein solches Meisterwerk zu Gemüte zu führen?

    John Steinbeck soll über sein Buch gesagt haben: „Ich habe versucht, ein Buch zu schreiben, so wie Leben gelebt wird und nicht wie Bücher geschrieben werden.“ Ein wunderbares Zitat, es hat mich sehr berührt, wie das ganz Buch.

    Ich vergebe drei Mal 10 Punkte und ein Dankschön an audible für die Umsetzung des Buches.

    1 Person fand das hilfreich

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      5 out of 5 stars

    Bewegendes Buch

    Man schaudert ob der Hilflosigkeit der Familie Joad, die trotzdem immer wieder versucht das Beste aus Nichts zu machen. Ein Plädoyer für den Sozialstaat, auf das niemand Hunger leiden muss.

    1 Person fand das hilfreich

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    Unglaublich gut und aktuell

    Grossartige Geschichte, top aktuell und phänomenal vorgelesen!!!
    Ein Klassiker, absolute Hörempfehlung!!!
    Der Nobelpreis ist gerechtfertigt

    1 Person fand das hilfreich

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      5 out of 5 stars
    • MRM
    • 10.05.2021

    Sehr berührend und bedrückend!

    Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Diese Menschen haben viel ertragen müssen. Kaum zu glauben, was alles im Land der unbegrenzten Möglichkeiten alles möglich war und in abgeschwächter Form auch noch ist. Der Zusammenhalt der Familie ist beeindruckend trotz aller Widrigkeiten. Das war mein 3. Buch von John Steinbeck, und bestimmt nicht das letzte!