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Der Gott jenes Sommers

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Der Gott jenes Sommers

Von: Ralf Rothmann
Gesprochen von: Wiebke Puls, Shenja Lacher
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Ein berührend erschütternder Roman über den letzten Sommer vor Kriegsende

Anfang 1945 muss die zwölfjährige Luisa Norff mit ihrer Mutter und der älteren Schwester aus dem bombardierten Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit: Kein Unterricht mehr, und während alliierte Bomber ostwärts fliegen und immer mehr Flüchtlinge eintreffen, streift die Verträumte durch die Wälder und versucht das Leben diesseits der Brände zu verstehen: Was ist das für eine Beunruhigung, wenn sie den jungen Melker Walter sieht, wer sind die Gefangenen am Klostersee, wohin ist ihre Schwester Billie plötzlich verschwunden, und von wem bekommt die Perückenmacherin eigentlich die Haare? Und als ihr auf einem Fest zu Vinzents Geburtstag genau das widerfährt, wovor sich alle Frauen in jenen Tagen fürchten, bricht Luisa unter der Last des Unerklärlichen zusammen.

Mit poetischer Brillanz und Empathie erzählt Ralf Rothmann über das Klima von Verblendung und Denunziation in den letzten Monaten eines Krieges, der jedem für immer die Seele verdunkelt und schon eine Zwölfjährige mit Recht sagen lässt: »Ich hab alles erlebt.«

©2018 Suhrkamp Verlag GmbH & Co. KG, Berlin (P)2018 Hörbuch Hamburg HHV GmbH, Hamburg
20. Jahrhundert Belletristik Historische Romane Krieg & Militär Zeitgenössische Literatur

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Unausweichlich naht sich das Ungewisse, Unausweichliche. Viel Reflexion und unglaubliche Verhärtung der Generation der Täter und Opfer auf beiden Seiten.

Spannende Teenager-Sicht auf die Dinge der Zeit

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... und zu konventionell, die Figuren zu schablonenhaft.
Es handelt sich offenbar um den Versuch, die Schrecken des Krieges mittels des Geschilderten vom Ende des 2. Weltkriegs und Einblendungen aus dem Simplicissimus darzustellen. Aus der Sicht eines Kindes. Und darüber wiederum, dass kein/e Beteiligte/r diesen Schrecken entgehen kann, auch wenn man nicht an vorderster Front steht.
Gute Absicht, zu behäbig ausgeführt.
Gut gelesen.

Mir zu elegisch ...

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Ralf Rothmann ist es mit seinem Roman gelungen, das Erbe von Grass anzutreten und Drittes Reich und Kriegsende als minutiöser Beobachter in beeindruckenden Bildern und Szenen festzuhalten. Dabei beschreibt Rothmann präzise ohne ins Schwafeln zu geraten und lässt seine Szenen ohne Wertung durch den Autor aus sich heraus wirken. Wie Rothman ohne erhobenen Zeigefinger schreibt und die Perversität des Nazireichs gerade deshalb in jedem Satz schmerzhaft deutlich wird, ist das Beeindruckendste des Buches. Dabei sind die Verweise auf Grimmelshausens 'Simplicissimus' nicht nur durch die zweite Erzählebene, die Aufzeichnungen eines Chronisten im Dreißigjährigen Krieg, sondern auch durch den Weltekel der Hauptperson gegeben, die sich schließlich wie Simplicissimus für ein leben hinter Klostermauern entscheidet. Dabei sind Religion und Kirche nicht etwa als heller Gegenentwurf der Wirklichkeit geuzeichnet, schließlich liegt das Kloster unmittelbar neben dem Konzentrationslager. Auch dort wusste man, ohne wissen zu wollen, verdrängte und tat nichts. Das Kloster fungiert vielmehr bloßer Rückzugsraum eines Kindes, dem die Kindheit geraubt wurde. Ich habe deshalb das Buch nicht als Plädoyer für Religiösität in Zeiten der Diktatur verstanden, das greift meiner Meinung nach zu kurz.

Grandios!

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Ein spannendes Buch. Voller Abbildungen eines unmenschlichen Krieges und unmenschlicher Menschen.
Absolut zeitlose Darstellung wie sehr wir doch die Fähigkeit besitzen Unrecht, Recht, Wahrheit...all das, ins Unkenntliche zu verbiegen sodass es dem eigenen Weltbild wieder nützt.

Grandios.

Bestform

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Meistens benötige ich eine längere Zeit für ein Hörbuch. Doch dieses habe ich regelrecht verschlungen, so hat es mich gefesselt. Auch die zwischendurch eingewobene Erzählung aus dem 30-jährigen Krieg fand ich durchaus passend.
Einzig der Schluss kam mir etwas überraschend.

Ich war begeistert und empfehle dieses Hörbuch

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