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    Inhaltsangabe

    In "Die Nacht ist aus Tinte gemacht" erzählt die Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller ihre Kindheit im rumänischen Banat. Aus dem Gespräch heraus, ohne Manuskriptvorlage, erzeugt ihre behutsam sich vorantastende Stimme eine dichte, spannungsreiche Atmosphäre, in der vor dem Ohr des Hörers eine Welt zum Leben erweckt wird, die nur noch in der Erinnerung existiert.

    Das Leben der Banater Schwaben in Nitzkydorf ist geprägt von bäuerlichen Bräuchen und harter Arbeit. Die Abgeschlossenheit dieses kleinen Kosmos bekommt durch den Schulbesuch erste Risse: Im ständigen Wechsel zwischen Dialekt, Hochdeutsch und Rumänisch entdeckt das Kind, dass die Sprachen ganz unterschiedliche Augen haben, mit denen je andere Dinge wahrgenommen werden können. Durch die Risse wird aber auch die Gewalt deutlicher erkennbar, die in den Körpern sitzt, derer sich die politischen Regime brutal ermächtigen.

    Für die 1953 Geborene sind die Folgen von Krieg, Deportation der Mutter in ein stalinistisches Straflager, Alkoholismus des Vaters und Enteignung der Familie alltäglich spürbar. So beschreibt Herta Müller ihre Kindheitsängste im Rückblick - als sie auf die Nachstellungen und Drangsalierungen durch den gefürchteten Geheimdienst Securitate zu sprechen kommt - als Einübung in die spätere "Angst aus politischen Gründen". Angst, die in der Diktatur Ceausescus bewusst zum Machterhalt eingesetzt wurde.
    (c)+(p) 2008 Supposé

    Kritikerstimmen

    Wir folgen Herta Müller gebannt, weil sie etwas zu sagen hat - und ihr Dialekt so schön klingt.
    --Brigitte

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    Das sagen andere Hörer zu Die Nacht ist aus Tinte gemacht. Herta Müller erzählt ihre Kindheit im Banat

    Bewertung
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    • 4 out of 5 stars
    • 5 Sterne
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    Geschichte
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    • Gesamt
      4 out of 5 stars

    sehr persönliche erinnerungen

    dies ist kein roman, auch kein erinnerungsroman. dies sind sehr persönliche erinnerungen, die herta müller selbst beim erzählen scheinbar plötzlich einschießen, als säße man bei ihr zuhause am küchentisch. sie erinnert sich aus der ungewöhnlichen perspektive des kindes, dem alles groß, fremd und unheimlich erscheint. auch das eigenartige kindliche vokabular hat sie sich erhalten, was ihre sprache so einzigartig macht. ihre kindheit auf dem land in rumänien kommt dem heutigen hörer fast wie eine geschichte aus dem mittelalter vor, inklusive absolutistischer willkürherrschaft und unvorhersahbarer gewalt.

    10 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      out of 5 stars

    Ergreifend

    Unspektakul?r aber ergreifend. Wunderbar formuliertes Zeitzeugnis.

    8 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars

    Grandios, fesselnd, einfühlsam

    Allein schon die Stimme der Autorin zieht einen in den Bann. Sie erzählt unbeschreiblich, sehr lebendig, so als würde sie nicht vorlesen, sondern ein Interview geben. Wirklich sehr empfehlenswert!!

    3 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars

    Mehr davon

    würde die Erzählung 6 Stunden dauern, wäre ich wahrscheinlich auch dran geblieben.
    Die vorhergehenden Rezensionen beschreiben es bereits, hier gibt es gehaltvolles auf die Ohren. Unbedingt empfehlenswert, es wäre schön, noch mehr von Herta Müller zu hören.

    2 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars

    ausgezeichnet

    eindrucksvolle Erzählung über das Leben der Rumäniendeutschen aus der Perspektive des Kindes, verbunden mit Reflektionen der Autorin. Mehr von Herta Müller als Hörbuch!

    2 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      4 out of 5 stars
    • Sprecher
      4 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Atem begleitend gut

    Herta Müller spricht nicht im professionellen Sinne "gut", sie spricht eher so, wie die schreibt: Atem beraubend gut! Die Erzählungen aus dem Dorf im Banat sind für sich genommen schon erschütternd: erschütternd ehrlich, erschütternd frisch, erschütternd drastisch und lustig zugleich. Wer jemals im Dorf gelebt hat, weiß wovon sie spricht. Durch Herta Müllers atmende Stimme werden die Geschichten unüberhörbar gut.

    1 Person fand das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Interessante Einblicke in eine vergangene Welt

    Ein sehr ungewöhnliches Werk von Herta Müller, aber gerade durch ihre Erzählweise wird das Banat für den Zuhörer ein wenig greifbar. Die historischen Zusammenhänge machen aus diesem Hörbuch eine spannende Reise in ein vergangene Zeit und Welt.

    • Gesamt
      4 out of 5 stars
    • Sprecher
      3 out of 5 stars
    • Geschichte
      4 out of 5 stars

    Herta Müller für Zwischendurch

    holt einen ganz gut auf den Boden der (geschichtlichen) Tatsachen zurück. Kann man durchaus auch öfters anhören. Die Stimme ist natürlich gewöhnungsbedürftig aber - Geschichte und deren Wahrheiten sind auch oft unbequem in der Erinnerung - das muss und kann man aushalten.

    • Gesamt
      2 out of 5 stars

    Weinerliche Biografie

    Ganz nette Erinnerungen, die allerdings nicht in die Tiefe gehen. Das Leben der Herta Müller erzählt sie selbst, allerdings abgehackt in selten vollständigen Sätzen. Sie gibt ihre eigenen Erinnerungen wieder und liest sie nicht ab, das macht das Ganze recht authentisch, aber schwer anzuhören. Was allerdings extrem störte, war ihre weinerliche und oft anklagende Stimme. Störend fand ich auch, dass sie zwar Ereignisse erinnerte, diese auch bewertete, den Hörer aber im Unklaren ließ, warum alles schlecht war (mir fällt im Moment nichts ein, was für Frau Müller im Leben nicht schlecht war und vor allem, wer vielleicht doch mal gut zu ihr war). Alles in allem eine ganz nette Lebensgeschichte, die nicht in die Tiefe geht und mich mal wieder vor die Frage stellt, welche Kriterien es für Nobelpreisträger gibt. Ich werde jedenfalls nicht versuchen, dies herauszubekommen, indem ich noch mehr von Herta Müller lesen muss.