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Der Tag des Opritschniks

Sprecher: Stefan Kaminski
Spieldauer: 6 Std. und 4 Min.
4 out of 5 stars (89 Bewertungen)

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Inhaltsangabe

Russland im Jahr 2027: Das Land hat sich vom Westen abgeschottet, lebt allein vom Gas- und Ölexport, pflegt Handelskontakte nur noch mit China und wird vom "Gossudar", einem absoluten Alleinherrscher regiert. Dieser übt seine Macht mit Hilfe der Opritschniki, seinerallmächtigen Leibgarde, die vor keiner Bestialität zurückschreckt. Diese Opritschniki sind in roten Limousinen unterwegs, mit Hundeköpfen an den Stoßstangen und Besen am Kofferraum - Symbole dafür, dass jeglicher Widerstand ausgemerzt und von der russischen Erde gefegt wird. Zu dieser brutalen und korrupten Elite gehört auch Andrej, dessen Arbeitstag aus Auspeitschung von Intellektuellen und dekadenten Orgien besteht.
(c)2009 lauscherlounge.de, Aus dem Russischen von Andreas Tretner

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Bewertung
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Sprecher
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Geschichte
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  • Gesamt
    4 out of 5 stars

Sehr speziell und sehr gut

Literarisch und gleichzeitig vulgär. Futuristisch und gleichzeitig traditionell. Politisch und trashig. Anspruchsvoll und niveaulos. Diese scheinbar nicht zu vereinenden Gegensätze machen Sorokin so reizvoll!

5 Leute fanden das hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars

Hörbuchpreis 2009!!!

Worum geht es für Russland in einer doch recht nahen Zukunft? oder doch Gegenwart??
Vladimir Sorokin und Stefan Kaminski befassen sich mit dieser Frage in diesem wirklichkeitsinspirierten Kunstwerk von einem Hörbuch. Sorokins Gewaltsatire zeichnet sich durch die Poesie in Sprache & Stil aus. Da die verblüffende Textvorlage durch das Medium Hörbuch zusätzlich an außergewöhnlichem Wert gewinnt, würde ich es hiermit gern für den deutschen Hörbuchpreis vorschlagen.
In absoluter Perfektion vermag es Stefan Kaminski diesem Hörbuch eine schier einzigartige Note zu verleihen. Es ist ein Traum diesem Mann zu zuhören. Stefan Kaminski in einem 1MannHörspiel und das auch noch in einer ungewöhnlich stimmigen Produktion. Nur selten erfährt man auch neben Buch und Sprecher eine so außergewöhnliche Leistung.

Resümee: Nachhilfe in Demokratie in akustischer Perfektion
Prädikat: Einzigartig!

8 Leute fanden das hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars

Ein echtes Meisterwerk !

Dieses (Hör-)Buch zeigt ein Rusland in naher Zukunft, in welchem dieses in eine post-kapitalistische und religiöse Dikatur gefallen ist. Die Beschreibung des Tages des Opritschniks öffnet eine Sicht in die Seele der Russen wie sie bisher nur der klassischen rusischen Dichter wie Dostojevskij oder Tolstoi vorbehalten war. Die Mischung zwischen Staatsglauben, Religion und Zynismus ist für uns "Westler" nur schwer nachvollziehbar. Die Geschichte Russlands zeigt aber, dass die im Buch dargestellte Zukunft durchaus in die Wesensart dieses eignen und faszinierenden Volkes passt. Der Sprecher ist überigens wirklich Fantastisch und verleit dem Text einen absolut glaubwürdigen wie hypnotisierenden Charakter.

6 Leute fanden das hilfreich

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Ein Höllenritt in die russische Seele

Sorokins dystopisches Russland ist großartig gezeichnet. Es lebt, es atmet durch jede Figur und dies nicht zuletzt aufgrund des fantastischen Sprechers Stefan Kaminski. Wer sich für sozialkritische Dystopien a la "Equelibrium" begeistern kann und sich von den teils sehr derben oder brutalen Beschreibungen nicht abschrecken lässt, der wird eine einzigartige Hörerfahrung machen.

2 Leute fanden das hilfreich

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Von Sorokin bin ich mehr und mehr begeistert

Dies war mein 2. Hörbuch des Autors und ich habe mir nachträglich die Kindle Version geholt um synchron schneller das Ende zu kennen.
Der Sprecher war einsame Spitze, ich glaubte zeitweise ein Hörspiel zu hören, so vielseitig war sein Vortrag.
Um dem Roman so richtig folgen zu können, benötigte ich etwas Nachhilfe von Wikipedia. Damit wurde mir die Handlung viel einleuchtender.

1 Person fand das hilfreich

  • Gesamt
    1 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    1 out of 5 stars

Idee ganz interessant

Es war recht schwer, bis zum Ende durchzuhalten. Die Idee war zwar recht interessant, doch die daraus entwickelte Geschichte ist grauenhaft unzumutbar und langweilig. eine Aneinanderreihung von Brutalitäten und Gewalttätigkeiten ohne erkennbaren Plott. Die folgenden Teile spare ich mir mal lieber.

2 Leute fanden das hilfreich

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Stefan Kaminski ist der Top Sprecher überhaupt!

Ohne den Sprecher hätte ich diesen Sorokin wohl nicht bis zum Ende angehört. Die Geschichte kam bei weitem nicht an das vorige Buch "Schneesturm" heran.
Diese Geschichte einer brutalen Männertruppe, die selbstherrlich mit brutalen Mitteln unter der Fahne der russischen Kirche das Volk und vor allem die Reichen malträtiert nahm keine Fahrt auf, der Hauptprotagonist entwickelt sich nicht weiter.

  • Gesamt
    3 out of 5 stars

quälender Sadismus

Die Geschichte spielt sich in einem feudalen Rußland in der nicht fernen Zukunft ab, in der die Hauptprotagonisten bigott, korruppt, sadistisch und drogenmißbräuchlerisch sind.Es soll wohl eine Allegorie auf die derzeitigen und dammaligen russischen Verhältnisse sein, so habe ich das jedenfalls verstanden, aber, naja, mich hats eher aufgrund der Darstellungen der Gewalt angewidert.Wer es mag, bitte.

2 Leute fanden das hilfreich

  • Gesamt
    1 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    1 out of 5 stars

Warnung: nicht kaufen!

Das schlechteste was ich je gehört bzw. gelesen habe. Da kann leider auch ein toller Sprecher wie Stefan Kaminski nichts daran ändern. Einfach nur grausam. Schade, daß man keine Minus-Sterne vergeben kann.

  • Gesamt
    1 out of 5 stars

Quo vadis Vladimir Sorokin

Als ich in den frühen 1990er Jahren das erste Buch von Vladimir Sorokin gelesen habe (Otscherid/Die Schlange), konnte ich dem Spiegel nur zustimmen, der anmerkte "Der begabteste unter den russischen Avantgardisten". "Marinas dreißigste Liebe" und "Der Oblisk" fügten sich nahtlos in dieses Bild ein. Mit "Die Herzen der Vier" hat Sorokin meiner Meinung nach einen kolossalen Tabubruch begangen, der mich veranlasst hat seine Bücher nicht mehr zu lesen. Auch wenn ich weiß, dass er die russische Seele ziemlich exakt trifft, war die Geschichte doch zu drastisch.
Ebenso empfinde ich das vorliegende Hörbuch "Der Tag des Opritschniks". Es werden ausschließlich die niederen Instinkte des Menschen glorifiziert.
Ich schließe mich der Meinung von "killekille" an: 0 Punkte (auch wenn der eine Stern wohl technisch bedingt aktiviert sein muss) und nach etwa zwei Stunden für immer abgeschaltet.

1 Person fand das hilfreich