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Der Report der Magd

Spieldauer: 11 Std. und 58 Min.
4.5 out of 5 stars (817 Bewertungen)

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Inhaltsangabe

In einem fiktiven Staat in Nordamerika haben religiöse Fundamentalisten die totalitäre Republik Gilead errichtet. Nach einer atomaren Verseuchung ist ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Frauen werden entmündigt und in drei Gruppen eingeteilt: Ehefrauen von Führungskräften, Dienerinnen und Mägde. Letztere werden zur Fortpflanzung rekrutiert und sollen nach biblischem Vorbild für unfruchtbare Ehefrauen Kinder empfangen. Können sie ihre Aufgabe nicht erfüllen, werden sie in entfernte Kolonien abgeschoben. Doch die Dienerin Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben...

Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben, wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Margaret Atwood erhielt dafür zahlreiche Preise, Volker Schlöndorff verfilmte den Roman unter dem Titel "Die Geschichte der Dienerin" und die Serie "The Handmaid's Tale" wurde 2017 mit mehreren Emmys ausgezeichnet.
©2017 Piper Verlag GmbH, München. Übersetzung von Helga Pfetsch (P)2017 Hörbuch Hamburg HHV GmbH, Hamburg

Kritikerstimmen


Mit "Der Report der Magd" hat sich Margaret Atwood in die Nachfolge von Aldous Huxley und George Orwell hineingeschrieben.
-- DER SPIEGEL

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Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    491
  • 4 Sterne
    214
  • 3 Sterne
    82
  • 2 Sterne
    13
  • 1 Stern
    17

Sprecher

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    521
  • 4 Sterne
    182
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    38
  • 2 Sterne
    8
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    8

Geschichte

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    469
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Düstere Vision einer möglichen Zukunft

Manche Bücher bringen dich zum Lachen, andere zum Nachdenken, man fühlt mit den Charakteren, durchlebt Freude, Angst und Trauer, bewundert Welten, entdeckt Neues und dann gibt es die emotionalen Bomben. Geschichten die dich packen und wie ein dunkler Strudel immer weiter in die Tiefe ziehen, einer Depression gleich. Bücher bei denen man sich nach der letzten Seite an die Oberfläche kämpft und dann kräftig nach Luft schnappt. Bei denen man mit dem Buch in der Hand noch eine Zeit erstarrt sitzen bleibt und überlegt was verdammt da jetzt gerade passiert ist. Geschichten nach denen man sich krampfhaft an die positiven Seiten des Lebens klammert weil es so viel schlechter sein könnte. Aber auch Bücher die zeigen was immer über uns allen schwebt, wozu der Mensch fähig ist wenn er aus der Komfortzone getreten wird, im positiven wie im negativen.

Ich habe schon viele Bücher gelesen und gehört aber es gab bisher nur drei Bücher auf die oben Beschriebenes bei mir zutraf, die mich wie kein anderes aufrüttelten und sich in meine Erinnerung brannten.
Hierzu zählen „Die Straße“ von Cormac McCarthy, „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque und das hier aufgeführte „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood.

Alle drei vereint eine unaufgeregte Art der Erzählung.

Im „Report der Magd“ begleiten wir in schlichter, eleganter Sprache die Protagonistin in ihrer trostlosen Welt. Die Geschichte fesselt in ihrer brutalen Schlichtheit und die Leserin macht ihren Job hervorragend und verstärkt die bereits dichte Atmosphäre noch zusätzlich.
Gesellschaftlich grundsätzlich immer aktuell behandelt der Roman die Rechte der Frauen in einer Zukunft in der sie keine Rechte haben und Schwangerschaft das höchste Ziel einer von Männern dominierten Gesellschaft ist, die sich durch eine atomare Katastrophe neu orientierte. Viele Szenen und auch die Rückblenden zeigen wie schnell es gehen kann, dass aus einer vormals „normalen“ Gesellschaft etwas derartig abstruses entstehen kann. Aussichtslos, grausam, erschütternd wird uns hier in einer schlichten und dadurch absolut realistischen Art eine Dystopie präsentiert die ihresgleichen sucht.

Ein Buch das in Erinnerung bleibt. Absolute Empfehlung.

Diese Rezension befindet sich auch auf meinem neuen Blog rund um Hörbücher und Co - orbitalwelten.at

9 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Klasse

Die Futuristik Atwood’s mündet in archaischen Strukturen aber die Gedankenwelt ihrer Protagonistin ist wunderbar auf der Höhe der Zeit..in einer bildstarken und trotzdem präzisen Sprache ..ganz toll gelesen von Frau Teltz
die Bücher von Frau Atwood sind für mich eine große Bereicherung

6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Was für ein Szenario

Ich muss gestehen mein erstes M.Atwood Buch ,aber ganz bestimmt nicht mein letztes
Sollte Pflichtlektüre in allen Schulen werden
Großartig in Geschichte und Leserin
Und das letzte Kapitel macht betroffen aber auch Hoffnung
Frauen ,hört euch dieses Buch an!^^

10 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Wer sich fragt wie es 1933 passieren konnte...

wird hier erfahren wie es im 21. Jahrhundert wieder möglich werden könnte. Sehr mitreissender Bericht eines gesellschaftlichen Rückschritts Amerikas! Durch die sachliche und gefühlskalte Lesung wirkt es um so realistischer! Bewegend und beängstigend wie zerbrechlich Demokratie und Freiheit immer sein werden!

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Aktueller denn je

Hatte das Buch vor Jahren gelesen und bin per Zufall bei Audible darüber gestolpert.
Es ist gut vorgelesen.
Der Inhalt ist packend und macht nachdenklich.
Freue mich es gehört zu haben.
Danke Margaret Atwoood für dieses Buch, das heute noch genau so aktuell ist wie bei der Veröffentlichung.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars
  • CK
  • 19.03.2019

Zieht einen in seinen Bann

Diese dystopische Zukunftsvision ist so gruselig und so "realistisch" dass sie mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat und ich teilweise nur noch da saß und der Erzählerin gelauscht habe! Man merkt den Unterschied zu anderen (von Männern geschriebene) Dystopieromane sofort: Atwood verzichtet auf futuristisch klingende Technik und so wirkt dieser in den 80ern geschriebene Roman immer noch modern.
Bei der Geschichte trotzdem nur 4/5 Sternen da das Ende einen sehr unbefriedigt hinterlässt... sehr viele Fragen bleiben ungeklärt..
ZUM HÖRBUCH:
Die Stimme der Sprecherin ist etwas monoton - ich fand es angenehm aber ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack...
Was mir an der Umsetzung des Hörbuchs nicht gefallen hat: man bekommt als Hörer nicht mit wenn neue Kapitel beginnen und/oder Zeitsprünge passieren, was oft verwirrend ist. Die Erzählerin springt außerdem manchmal zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Träumen hin und her. Sie stellt sich zb immer wieder verschiedene Szenarien vor, was ihrem Mann zugestoßen sein könnte - das ist am Anfang überhaupt nicht klar und versteht man erst im Laufe der Geschichte. Irgendeine Art diese Kapitel voneinander zu trennen wäre gut gewesen.

Der Roman ist übrigens sehr verschieden von der Serie - es lohnt sich also beides zu lesen/hören/schauen. Warnung: der Roman ist sehr viel weniger optimistisch als die Serie.


1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Entnervende Langeweile trotz spannender Grundidee

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Das soll der Klassiker einer ganzen Generation sein? Vermag ich kaum zu glauben. Die Idee des Buches ist ungemein spannend und der Umgang mit Frauen oft auch schockierend. Leider verwechselt die Autorin Anspruch mit Langeweile. Es passiert das komplette Buch fast gar nichts, alles bleibt vage Andeutung. Es ist ja gut dem Zuhörer auch mal seiner Fantasie zu überlassen, aber das wird hier eindeutig übertrieben. Dafür ergeht sie sich in nutzlosen Detailbeschreibungen von noch so unbedeutenden Dingen, alles wird dazu mit mehreren Vergleichen umschrieben. Einfach nur nervig. Dazu passt dann auch das nichtssagende Ende, das Buch hört einfach so auf und die Geschichte versandet im Nichts. Wirklich schade drum, denn eigentlich wäre ich gern viel tiefer in diese Dystopie abgetaucht, was aber leider der Schreibstil von Margaret Atwood verhindert. Die Vorleserin Vera Teltz hingegen hat mir gut gefallen. Sie bringt die Tristesse und Verzweiflung der Magd mit Stimme und Stil gut rüber. Insgesamt bin ich froh, dass es nun geschafft ist, zwischendurch musste ich mich dazu regelrecht zwingen.

5 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Für Fans des Stream of conciousness

Extrem gut gelesen aber in der Geschichte selbst passiert nicht sehr viel weil der Stream of consiousness die Überhand hat.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Bedrückende Geschichte, genial erzählt

Wie fühlt es sich an, in einem totalitären Regime ganz unten zu sein? Wie schnell kann ein System kippen? Interessant unangenehme Gedanken darüber, wie sich ein Teil der Menschheit auf Grund bedrohlicher äußerer Umstände entwickeln könnte ...
Tolle Sprecherin.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Klasse Stimme, krasse Geschichte

Die Geschichte um Desfred und Gillead ist eine wie keine andere. Schon über 30 Jahre alt, ist die Geschichte heute aktueller denn je. Die Leserin schafft es die Beklommenheit und Eindrücklichkeit der Geschichte perfekt einzufangen, mit einer sehr ruhigen und fast monotonen Stimme. Grandios!