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    Inhaltsangabe

    Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts, eine feine Säure liegt in der Luft, und hinter der Werksbrücke rauschen die Fertigungshallen, wo der Vater tagein, tagaus Aluminiumbleche beizt. Hier ist die Ich-Erzählerin aufgewachsen, hierher kommt sie zurück, als ihre Kindheitsfreunde heiraten. Und während sie die alten Wege geht, erinnert sie sich: an den Vater und den erblindeten Großvater, die kaum sprachen, die keine Veränderungen wollten und nichts wegwerfen konnten, bis nicht nur der Hausrat, sondern auch die verdrängten Erinnerungen hervorquollen. An die Mutter, deren Freiheitsdrang in der Enge einer westdeutschen Arbeiterwohnung erstickte, bis sie in einem kurzen Aufbegehren die Koffer packte und die Tochter beim trinkenden Vater ließ. An den frühen Schulabbruch und die Anstrengung, im zweiten Anlauf Versäumtes nachzuholen, an die Scham und die Angst - zuerst davor, nicht zu bestehen, dann davor, als Aufsteigerin auf ihren Platz zurückverwiesen zu werden.

    Wahrhaftig und einfühlsam erkundet Deniz Ohde in ihrem Debütroman die feinen Unterschiede in unserer Gesellschaft. Satz für Satz spürt sie den Sollbruchstellen im Leben der Erzählerin nach, den Zuschreibungen und Erwartungen an sie als Arbeiterkind, der Kluft zwischen Bildungsversprechen und erfahrener Ungleichheit, der verinnerlichten Abwertung und dem Versuch, sich davon zu befreien.

    ©2020 Suhrkamp (P)2020 Bonnevoice Hörbuchverlag GmbH

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    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Wie ein Sittengemälde.....einfach super !

    Deniz Ohde war nicht umsonst für den Literaturpreis 2020 nominiert. Sie beschreibt meisterlich ihre Geschichte in einer Arbeiterfamilie in Frankfurt/ Hoechst. Inklusive Industrieschnee. Toll, mal erfrischend anders als die üblichen Romane.

    6 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      2 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      1 out of 5 stars

    Depressive Geschichte

    Ich empfinde dieses Buch als sehr depressiv und beklemmend. Die Autorin braucht sehr prägnante Bilder und hat einen dichten, eloquenten Stil. Aber ich lese es nicht zu Ende, es bedrückt mich zu sehr.

    • Gesamt
      3 out of 5 stars
    • Sprecher
      4 out of 5 stars
    • Geschichte
      4 out of 5 stars

    Man braucht eine Weile...

    ... bis man sich eingehört und das Sprunghafte verstanden hat. Die Sprecherin macht das gut. Aber auch an sie musste ich mich erst gewöhnen. Die Geschichte ist interessant, aber manchmal möchte man die Ich-Erzählerin -genau wie manche Romanfigur das tut- fragen: warum...? Zum Schluss ging sie mir auch bisschen auf die Nerven. Aber insgesamt mochte ich das.