Botanik des Wahnsinns Titelbild

Botanik des Wahnsinns

Roman

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Botanik des Wahnsinns

Von: Leon Engler
Gesprochen von: Johannes Nussbaum
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Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können?

Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv.

Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch. Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie?

Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung.

©2025 DuMont Buchverlag (P)2025 DuMont Buchverlag
Belletristik Familienleben Großstadtleben Psychologie Stadtleben
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Kritikerstimmen

Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.
-- SIRI HUSTVEDT

»Ein fantastisches Buch – abgrundtief und doch tröstend. Hab's verschlungen.«
-- DORIS DÖRRIE

Alle Sterne
Am relevantesten
Nachdem ich eine Rezension des Romans „Botanik des Wahnsinns "gehört habe,habe ich mir das Buch gleich heruntergeladen.Es ist eine sehr harte Familiengeschichte über mehrere Generationen mit Blick auf die psychischen Erkrankungen in der Familie.Nüchtern,ohne Selbstmitleid schildert der Autor viele schockierende Begebenheiten,im Wechsel mit Erzählungen aus seiner Arbeit in der Psychiatrie.Er hat große Empathie für seine Figuren und bringt sie dem Leser so nah.Das Schicksal der Mutter ging mir besonders nah,ihre vielen vergeblichen Versuche,abstinent zu werden.
Keine leichte Lektüre,trotzdem habe ich es zügig durchgehört,es hat soviel mehr Schichten ,als ich hier erwähnen kann.Sehr eindrucksvoll.

Roman mit autobiografischen Zügen

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Endlich wieder einmal interessante Menschen in einer wunderschönen Geschichte verpackt. Hoffentlich kommen weitere Bücher, Herr Engler!

innovativ, schöne Charakter, nebenbei Wissen, endlich interessante Menschen

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Zunächst entfaltet der Roman eine unglaubliche Dynamik, was vor allem durch die Erzählstruktur erzielt wird. Immer wieder enthält der Erzähler entscheidende Fakten, die erst im letzten Satz der Kapitel das vorher Gelesene in ein neues Licht setzen.
Am Ende wird jedoch die Beziehung zu den Eltern in den Mittelpunkt gesetzt, wodurch der Erzähler leider am Ende seinen eigenen Handlungsstrang und auch die erzählerischen Spielchen vernachlässigt.

Der Vorleser ist brillant! Eine wahre Freude! :)

Ironische Wendungen und kleine Leserfreuden

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Was für ein gut beobachtender, präzise formulierender Autor. Auch der Sprecher: ein Genuss. Für alle, die gern tief in die Abgründe gestörter Familienverhältnisse eintauchen und alle, die auf gute Wortwahl, Satzbau, Rhythmik Wert legen.

Großartig

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Wer denk, die Welt sei ein Irrenhaus, kann sich hier bestätigen lassen. Engler seziert die Familiengeschichte voller gescheiterter Existenzen ohne jeden Zynismus immer mit dem liebevollen Blick des Sohnes, Enkels...

Wie normal ist das Abnorme, wie trivial das Verrückte?

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