Grete Minde Titelbild

Grete Minde

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Grete Minde

Von: Theodor Fontane
Gesprochen von: Kurt Böwe
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Über diesen Titel

Die verwaiste Grete Minde wächst ohne Liebe und Wärme bei ihrem Halbbruder und dessen Frau auf. Eines Tages läuft sie mit ihrem Freund Valtin davon. Drei Jahre reisen sie mit einer Schauspieltruppe quer durchs Land. Dann wird Grete schwanger und Valtin stirbt an einer schweren Krankheit. So kehrt Grete zu ihren Pflegeeltern zurück und bittet um Obdach für sich und das Kind. Als sie kaltherzig abgewiesen wird, reagiert sie mit einem verheerenden Racheakt und setzt die ganze Stadt in Brand. Zahlreiche Menschen sterben mit ihr in den Flammen.

Die 1879 erschienene Novelle des großen Menschenkenners Fontane basiert auf einer wahren Begebenheit.©Gemeinfrei (P)2015 DAV
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Ich habe Theodor Fontanes Novelle „Grete Minde“ mit diesem Hörbuch kennengelernt, und sie gefällt mir weniger als die meisten anderen seiner Bücher. Die Handlung spielt nicht wie sonst meist im 19. Jahrhundert, sondern Anfang des 17. Jahrhunderts, und die ganze Darstellung ist viel direkter und teils sehr drastisch. Wahrscheinlich kein Wunder angesichts der Zeitumstände und einer Titelheldin, die nicht nur jugendlich, sondern zeitweise auch geistig beeinträchtigt ist. Ein bisschen erinnert mich „Grete Minde“ an „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff.

Den hochdekorierten Sprecher Kurt Böwe habe ich hier ebenfalls zum ersten Mal erlebt, und seine Gestaltung gefällt mir so wenig, dass ich das Hörbuch nach dem ersten Beginnen erst mal wieder für einige Wochen ad acta gelegt hatte. Da Herr Böwe aus der Gegend stammt, in der die Novelle spielt, mag er sogar den richtigen Ton und die richtige Sprachfärbung treffen. Mein Ohr erkennt aber mit wenigen Ausnahmen bei einigen Randfiguren keinen Dialekt, sondern v.a. überdehnte und umgefärbte Vokale sowie merkwürdige Zusammenziehungen von Worten. Wie lob’ ich mir da als Sprecher Gert Westphal!

Insgesamt daher von mir keine besonders gute Note.

Keine leichte Kost

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Grete Minde ist der Name einer unschuldigen Frau, die im 17. Jahrhundert in ihrer Heimatstadt auf unvorstellbar grausame Weise als Hexe gefoltert und anschließend verbrannt wurde. Ein abscheuliches Verbrechen mitten im christlichen Abendland.
Doch Fontane verdreht die historischen Tatsachen, die ihm wohl bekannt waren. Er dämonisiert die Figur Grete und behauptet, sie habe die ganze Stadt angezündet sowie ihren Neffen entführt und in den Tod gestoßen. Dies hat Fontane frei erfunden.
Aus dem wehrlosen Opfer einer gewissenlosen Justiz macht Fontane eine Täterin. Damit bestätigt er indirekt den Hexenprozess, anstatt sich gegen die Grausamkeit und die Aberwitzigkeit von Hexenverbrennungen zu wenden.
Sehr enttäuschend, wie dieser bekannte Autor zahlreicher Frauenromane mit der historischen Wahrheit umgeht. Man muss sich auch fragem, ob Fontane Frauen in Wirklichkeit nicht doch gehasst hat.

Fontane vom Schlechten

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