Jetzt kostenlos testen

All das zu verlieren

Sprecher: Nora Waldstätten
Spieldauer: 5 Std. und 3 Min.
4.5 out of 5 stars (3 Bewertungen)
Regulärer Preis: 14,95 €
Danach 9,95 € pro Monat. Jederzeit kündbar.

Inhaltsangabe

Sie hat alles - und dennoch setzt sie alles aufs Spiel.

Sie fühlt eine Leere, obwohl sie alles hat. Sie weiß, dass sie ihre Familie verlieren könnte, und setzt trotzdem alles aufs Spiel: Adèle, Mitte dreißig, lebt mit ihrem Ehemann und ihrem kleinen Sohn in Paris. Nach außen hin führt sie ein Leben, dem es an nichts fehlt. Trotzdem ist sie nicht glücklich.

Gelangweilt zieht sie durch die Straßen von Paris, trifft sich mit Männern, hat Sex mit Fremden - immer wieder. Bis ihr Mann eines Tages dahinterkommt. Der ist überzeugt: Sie ist krank und muss geheilt werden. Doch kann er Adèle zu ihrem Glück zwingen?

©2019 Luchterhand Verlag, München. Übersetzung von Amelie Thoma (P)2019 der Hörverlag

Das könnte Ihnen auch gefallen

Weitere Titel des Autors

Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    2
  • 4 Sterne
    0
  • 3 Sterne
    1
  • 2 Sterne
    0
  • 1 Stern
    0

Sprecher

  • 4 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    1
  • 4 Sterne
    1
  • 3 Sterne
    1
  • 2 Sterne
    0
  • 1 Stern
    0

Geschichte

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    2
  • 4 Sterne
    0
  • 3 Sterne
    1
  • 2 Sterne
    0
  • 1 Stern
    0
Sortieren nach:
  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Sehr viel verloren

Besonders peinlich bei All das zu verlieren ist eine Szene etwa in der Mitte des Romans, die fast wörtlich bei Milan Kundera abgeschrieben ist in seinem Meisterwerk Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Es ist durchaus möglich, dass die deutsche Übersetzerin, Amelie Thoma, dies verbrochen hat, es gibt den Hinweis auf Kunderas Buch, dann hat eben die Übersetzerin sich die Freiheit genommen, eine Szene aus der deutschen Übersetzung Kunderas Buch so gut wie wörtlich zu übernehmen. Es handelt sich um kein Zitat, denn Leila Slimani schreibt die Empfindungen Kunderas Kunstfigur exakt ihrer eigenen Protagonistin zu, man nennt so etwas schlicht Plagiat, vor allem wenn es sich um fast einen ganzen Absatz handelt. Ich tue mir das französische Original, Dans le jardin de l’ogre, nicht an, auch wenn die Libération glaubt eine „moderene Madame Bovary“ entdeckt zu haben. Die einst lesenswerte Libé befindet sich inzwischen auf TAZ-Niveau und kämpft um jeden Leser.

Fazit: Die deutsche Übersetzung des Buches ist sehr mäßig, so etwas merkt ein geübter Leser (und ehemaliger Übersetzer) auch ohne das Original zu kennen. Die Übersetzerin leidet an Synonymitis und sollte sich vielleicht anstelle in Kunderas Leichtigkeit in dessen Schrift über „Die Kunst des Romans“ vertiefen und seine Ausführungen zu „Wiederholungen“ und auf Syonyme versessene Übersetzer, die durchaus in der Lage sind, ein vielleicht sogar gutes Buch völlig zu verhunzen.

Warum die Sprecherin Nora Waldstätten es für nötig hält, den gesamten Romantext in jeweils drei bis sechs Wörter umfassende Wortgruppen aufzuteilen, will sich mir nicht erschließen, zu empfehlen sei ihr der Besuch eines Französischkurses, der sich vielleicht voranging mit der Aussprache befasst. Erfreulich ist, dass die Hörbuch-Aufnahme so gut wie ohne störende Nebengeräusche erstellt wurde. Das ist ja immerhin schon etwas und seit langem leider keinesfalls mehr Standard.

5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich