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Rohstoff

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Rohstoff

Von: Jörg Fauser
Gesprochen von: Lars Eidinger
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Harry Gelbs Rohstoff sind Opium auf einem Dach in Istanbul und LSD in einer Kommune in Berlin, sind Heroin in einer Göttinger Mansarde und unzählige Biere in Frankfurts Kneipen - vor allem aber ist sein Rohstoff das Schreiben. Rasant, brutal ehrlich und witzig erzählt Fausers Alter Ego von einer gefährlichen wie gefährdeten Jugend und von einem Mann, der weder als Nachtwächter noch als Flughafenpacker vergisst, was er sein will: Schriftsteller.

©2019 Diogenes (P)2019 Diogenes
Belletristik Großstadtleben Romanbiografien Stadtleben

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Kritikerstimmen

Was er schrieb, brannte sich ein.
-- Der Spiegel

Ein Kultautor, ein Dichter, dessen Wirkmächtigkeit in Werk und Leben ihren Ausdruck findet, der also doppelte Verehrung erfährt.
-- Michael Köhlmeier, ORF

Der Fauser-Sound ist suggestiv und gerade wegen der extremen Szenerie ungemein stimmungsfördernd.
-- Helmut Böttiger, Republik

Ein ebenso empfindsamer wie weltzugewandter, vor allem aber literarisch präzise arbeitender Autor.
-- Dirk Hohnsträter, WDR3

Alle Sterne
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Hier trifft alles aufeinander, was den perfekten Hörbuchgenuss ausmacht. Ein tolles Werk von einem hochinteressanten Autor, vorgetragen von einem Promi, der seinen Status als Ausnahmetalent zu Recht hat. Klasse!

Glücksfall

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Faszinierend authentische Geschichte über die leidenschaftlichen Fährnisse eines Schriftstellers im Frankfurt der 70er Jahre. Lars Eidinger erweckt mit Hingabe jedes Wort, jeden Satz, jedes Kapitel zum Leben.

Ausdrucksstark erzählt, ein echtes Erlebnis!

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Der Schreibstil hat mir gut gefallen, obwohl die gewollte Coolness mich etwas gestört hat. Situationen und Personen werden hervorragend beschrieben. Aber irgendwie wartet man das ganze Buch über darauf, dass noch irgendwas passiert, das das stundenlange Hören rechtfertigt. Gut, genau das ist wohl auch beabsichtigt. Aber am Ende bleibt eben irgendwie nur Ratlosigkeit.

am Ende bleibt man ratlos

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Endlich habe ich es geschafft, in Fauser reinzukommen. Aber das hat auch nur mit Rohstoff geklappt, weil der Text eine metapoetologische Ebene hat – wenn Harry Gelb aus der Ich-Perspektive darüber nachdenkt, wie man einen Drogenroman schreiben soll. Die anderen hier verfügbaren Bücher (Schneemann, Schlangenmaul) konnten mich nicht erreichen, weil der Schund darin zu ungebrochen ist. Bei Rohstoff hatte ich den Eindruck, dass etwa die Chandler-Klischees nicht so ganz ernst gemeint sein können, weil sie durch einen Autor hindurchmussten, der das gerade nicht besser konnte, sich dessen aber bewusst ist.
Und diese gebrochene Perspektive wäre mein erster Kritikpunkt an Eidingers Lesung, die zwar cool klingt, aber alles doch sehr ernst nimmt. Zweiter Kritikpunkt: null Interesse an der Diktion des Autors (ein kurzer Ausflug auf Youtube hätte geklärt, wie Fauser "Stamboul Blues" oder "Burroughs" aussprach). Dritter Kritikpunkt: Dialektlosigkeit. Es ist klar, dass Eidinger sich die Peinlichkeit eines Hessisch-Imitats (vor allem in den Frankfurter Szenen) nicht erlauben kann. Aber es nimmt dem Text doch viel Kraft. Das hätte Uwe Ochsenknecht besser hinbekommen.

Wertstoff

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Zuerst als Lesung im Kulturradio bruchstückhaft gehört, war ich sofort angefixt von diesem Buch. Genial gelesen von Lars Eidinger übrigens.
Auch wenn ich, Bj. 1969, quasi die Generation danach bin, interessiert mich die beschriebene Zeitspanne, das Innenleben dieser Generation. Einige sehr nahe Freunde waren in den 70ern schon als ganz junge Studenten in Marburg und Göttingen ein wenig involviert und schilderten durchaus ähnliche Erfahrungen aus dieser Zeit.
Was mich, als im Osten Aufgewachsener, jedoch irritiert, ist die Naivität und gleichzeitige Radikalität der Linken 'Szene', die mir irgendwie theatralisch vorkommt und die sich vermutlich in der Konfrontation mit der Realität jenseits der Mauer im spätestens im 'Lager für Arbeit und Erholung' (das gab es wirklich) den real existierenden Kapitalismus in der BRD zurück gewünscht hätte.
Das Buch schildert m. E. ziemlich offen und schonungslos die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität in dieser Zeit. Bei den heute noch lebenden Zeitzeugen in meinem Bekanntenkreis ist dieser schonungslose Blick manchmal durch die Erinnerung getrübt und wird zuweilen etwas glorifiziert. Ganz ähnlich übrigens, wie das die Generation meiner Eltern und Lehrer mit ihren Erlebnissen im WK II taten, nur andere Vorzeichen.
Insofern ein absolut empfehlenswerter Roman, wenn man an Zeitgeschichte interessiert ist. Toll gelesen.

Rohstoff

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