Kleider machen Leute Titelbild

Kleider machen Leute

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Kleider machen Leute

Von: Gottfried Keller
Gesprochen von: Eva Meckbach
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Über diesen Titel

Mit dem Mute der Verzweiflung hieb er in die leckere Pastete, so daß sie in weniger als fünf Minuten zur Hälfte verschwunden war. Der hier verzweifelt die leckere Pastete aufgetischt bekommt, ist ein armer Schneider, der ohne sein Zutun für einen hohen Herrn gehalten wird - und nun bekommt er am eigenen Leib zu spüren, daß Leute nicht nur Kleider, sondern auch Kleider Leute machen! Immer tiefer wird der Schneider in diese Angelegenheit verwickelt und kann sich aus eigenen Kräften nicht mehr daraus befreien. Doch dann fliegt der "Betrug" auf...

Gottfried Kellers Erzählung begeistert auch heute noch viele Leser und Hörer, weil die Hauptperson wunderbar genau und liebevoll gezeichnet ist. Und jeder war schon einmal in der Sitution wie dieser sympathische, aber etwas scheue und ängstliche Schneider: "hätte ich doch gleich von Anfang an klargestellt, dass...". Eva Meckbach liest die Geschichte gefühl- und humorvoll: ein echtes Hörvergnügen!

(c) + (p) 2006 Vocalbar
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Klassiker, die in Schulbüchern landen, haben es schwer, noch als Geschichte wahrgenommen zu werden. Wenn gar der Titel zu einem Bonmot angewachsen, jeder weiß, was damit gemeint ist, wirkt die Geschichte verstaubt, antiquiert, erscheint einem Kellers Sprache umständlich formuliert zu sein. Wer unbelasteter an die Novelle herangeht, erlebt einen Spaß, darf an dem Leben eines Hochstaplers teilnehmen, der geschickt mit der Vorstellung von Bürgerlichkeit, Spießertum jongliert. Der Schneider hätte sein Spiel sicher länger durchgehalten, wäre ihm die Liebe, die Moral nicht dazwischen gekommen. Kellers amüsante Novelle lediglich als Maß für Schulaufsätze, Folien für Philosophiebetrachtungen zu nehmen, raubt ihr jene Kraft, die sie auszeichnet, den schelmischen Blick zur Seite, den sprachlich ausgeschmückten Stil. Er hält seinen Lesern einen Spiegel hin. Wer hineinhören mag, wird glänzend unterhalten und darf von sich behaupten, er sei ja nicht so.

Von gutem Stoff

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