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Nobelpreisträger: Einblick in bahnbrechende Werke

Nobelpreisträger: Einblick in bahnbrechende Werke

Die Verleihung der Nobelpreise, die höchste Auszeichnung in den Bereichen Wissenschaft, Literatur und Friedensbemühungen, findet jährlich statt. Insgesamt werden sechs dieser Preise verliehen, und zwar für Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur, Friedensbemühungen und Wirtschaftswissenschaften. Dotiert ist die Auszeichnung mit je 11 Millionen Schwedischen Kronen, was ungefähr 999.000 Euro entspricht.

Von aktuellen Nobelpreisträgerinnen und -preisträgern bis hin zu historischen Persönlichkeiten – wir beleuchten die Geschichten, Errungenschaften und Werke von außergewöhnlichen Menschen, deren Arbeit in den Bereichen Wissenschaft, Literatur und Friedensbemühungen die Welt nachhaltig geprägt hat.

Hier liest du mehr über ihre bahnbrechenden Forschungsergebnisse, entdeckst ihre außergewöhnlichen Lebensgeschichten und Werke, die nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Literatur und im Kampf für den Frieden Anerkennung gefunden haben.

Nobelpreis für Literatur

Wer mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wird, hat es in der literarischen Welt geschafft. Die seit 1901 jährlich durch den schwedischen König verliehene Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Literaturpreise der Welt. Unter anderem findest du Werke der folgenden Literaturnobelpreisträgerinnen und -preisträger bei Audible.

László Krasznahorkai

2025 ging der Nobelpreis für Literatur an den ungarischen Autor László Krasznahorkai. Die Schwedische Akademie ehrte ihn „für sein ergreifendes und visionäres Werk, das inmitten des apokalyptischen Terrors die Kraft der Kunst unterstreicht“. Krasznahorkai, 1954 im Süden Ungarns geboren, wurde mit Sátántangó, einer Parabel über das Ende einer Dorfgemeinschaft in der Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs, international bekannt.

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Lange, mäandernde Sätze, die die Lesenden in einen hypnotischen Sprachfluss ziehen, sind typisch für den Stil des 71-Jährigen. Themen, die sich durch Krasznahorkais Werk ziehen, sind Einsamkeit, moralischer Verfall und der Kampf des Individuums gegen ein übermächtiges System. Seine Literatur, so Krasznahorkais Übersetzerin Heike Flemming im ttt-Interview, sei „ein Fluss“. Sie betont: „Einer der Schlüssel, um [Krasznahorkais] Bücher zu lesen, ist, sich diesem Text anzuvertrauen und mit diesem Text zu schwimmen und zu versuchen, diesen Leseprozess nicht zu sehr kontrollieren zu wollen.“

Lies mehr über László Krasznahorkai, Literaturnobelpreisträger 2025.

Han Kang

Han Kang wurde 2024 als 18. Frau mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Die Südkoreanerin ist bekannt für ihre präzise, tiefgründige und oft schonungslos poetische Prosa. In ihren Werken setzt sie sich mit klaren, eindringlichen Worten mit Themen wie Gewalt und Verlust auseinander. Einzigartig ist ihre Fähigkeit, Grenzerfahrungen und stille Rebellionen spürbar zu machen.

Die Schwedische Akademie, die jährlich den Nobelpreis für Literatur vergibt, begründet ihre Entscheidung damit, dass Kangs intensive poetische Prosa sich mit historischen Traumata auseinandersetze und die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens aufzeige. Das bekannteste Werk der 53-Jährigen: der 2016 auf deutsch erschienene Roman „Die Vegetarierin“, für den sie unter anderem mit dem International Booker Prize geehrt wurde.

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Ein weniger bekanntes, aber dafür besonders persönliches Werk ist das 2020 auf deutsch erschienene Weiß. Darin verlässt Kang die klassische Erzählstruktur für eine meditative Auseinandersetzung mit der Farbe Weiß, während sie gleichzeitig über Vergänglichkeit, Trauer und das Leben reflektiert. Um die Zerbrechlichkeit des Daseins einzufangen, greift sie auf eindrucksvolle Bilder und eine reduzierte Sprache zurück. Eine stille, aber intensive Reise durch Erinnerungen und Emotionen, die in minimalistischer Form das Verhältnis von Leben und Tod beleuchtet.

Erfahre mehr über Han Kang und den Literaturnobelpreis 2024.

Jon Fosse

„Dem Unsagbaren eine Stimme geben“: Das schafft Jon Fosse laut Schwedischer Akademie. Fosses Fähigkeit, mit wenigen und einfachen Worten Tiefgründiges auszudrücken, zeichnete sie 2023 mit dem Literaturnobelpreis aus. Der 64-jährige Norweger hat bereits mehr als 50 Theaterstücke, Romane und Erzählungen veröffentlicht und gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen norwegischen Autoren. Jon Fosses „Heptalogie“ kannst du bei Audible in zwei Teilen herunterladen.

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Der andere Name, der 2015 begonnene und 2019 veröffentlichte erste Band, erzählt vom Alltag des erfolgreichen Malers Asle, der seit dem Tod seiner Frau zurückgezogen in einem kleinen Ort an der Südwestküste Norwegens lebt. Kontakt hat er nur mit wenigen Menschen, darunter sein Nachbar und Jugendfreund Åsleik und Beyer, sein in der Stadt Bjørgvin lebender Galerist. Und dann wäre da noch der zweite Asle – das Gegenstück des Erzählers. „Der andere Asle“ ist ebenfalls Künstler, anders als der Protagonist aber dem Alkohol verfallen und einsam.

Inmitten der norwegischen Landschaft will sich Asle in seinen Werken immer weiter vom Gegenständlichen, dem, was man sehen kann, lösen. Hinter die Fassade blicken. Und scheinbar gelingt ihm das. Denn von seinem zuletzt fertiggestellten Ölgemälde geht ein ganz besonderes Leuchten aus …

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Im zweiten Band, Ich ist ein anderer, sind beide Asles noch jung und einander ähnlich. Ihr Aussehen, der Kleidungsstil, ihr Traum, Maler zu werden – es ist fast, als wären sie die gleiche Person. Doch ihre Leben folgen anderen Gesetzen. Liegt das an der Natur Norwegens?

Jon Fosses Stil ist unaufgeregt, schnörkellos und minimalistisch. In wenigen Worten verleiht der Norweger Alltäglichem eine Aura des Geheimnisvollen und Magischen.

Ausgezeichnet für „die klinische Schärfe, mit der sie die Wurzeln, Entfremdungen und kollektiven Beschränkungen der persönlichen Erinnerung aufdeckt“: Nobelpreisträgerin Annie Ernaux im Porträt

Abdulrazak Gurnah

Für „seine kompromisslose und mitfühlende Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Kolonialismus und dem Schicksal der Flüchtlinge in der Kluft zwischen Kulturen und Kontinenten“ ging die Auszeichnung 2021 an Abdulrazak Gurnah. Ähnlich wie Fosse greift Gurnah auf eine einfache, unprätentiöse Sprache zurück. Im Gegensatz zu dem Norweger, der sich in seiner „Heptalogie“ eher vom Weltlichen abwendet, um sich mit Glauben, Verlust und Natur auseinanderzusetzen, sind die Werke des in Tansania geborenen 74-Jährigen deutlich politischer.

In einer Rede, die er kürzlich im Rahmen einer jährlich am Geburtstag des Dichters Friedrich Schiller stattfindenden Veranstaltung gehalten hat, erinnert er an die Opfer der deutschen Kolonialherrschaft in Ostafrika. Er betont: „Es ist bedauerlich, dass diese historische Episode in den Ländern, die diese schlimmsten Gräueltaten begangen haben, nämlich Deutschland und England, kaum bekannt ist“.

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In seinem neuesten Roman Nachleben erinnert Gurnah anhand der Geschichte von Ilyas, Afiya und Hamza an die Grausamkeit der Kolonialherrschaft. Die drei jungen, in Ostafrika lebenden Menschen müssen ihren Platz in einem von kolonialen Mächten dominierten Land finden.

Ilyas verlässt mit elf Jahren sein bitterarmes Zuhause an der ostafrikanischen Küste und wird zwangsweise von einem Soldaten der deutschen Kolonialtruppen rekrutiert. Jahre später kehrt er in sein Dorf zurück, findet jedoch seine Eltern tot vor. Daraufhin macht er sich auf die Suche nach seiner kleinen Schwester Afiya, die nach dem Weggang ihres Bruders bei Verwandten untergekommen ist. Dort wird sie wie eine Sklavin behandelt. Ihre Talente werden weder anerkannt noch gefördert.

Hamza wird als junger Mann von seinen Eltern verkauft und später Söldner in den deutschen Truppen. Dort bekommt er von einem Offizier Schillers Musenalmanach, einen Poesieband über Tyrannei und Gerechtigkeit, geschenkt, mit dessen Hilfe er Deutsch lernen soll. Das Schicksal führt die drei Charaktere schließlich zusammen. Ein tiefgründiges, aufrüttelndes Werk über Rassismus und Gewalt.

Ausgezeichnete Belletristik hören: Meisterwerke von Literaturnobelpreisträgerinnen und -preisträgern, zum Beispiel von Peter Handke und Kazuo Ishiguro, in unserem Katalog.

Olga Tokarczuk

Reale historische Begebenheiten treffen auf Folklore, treffen auf Schauerelemente, treffen auf aktuelle politische Bezüge, treffen auf Humor: Olga Tokarczuks Erzählweise ist facettenreich und einzigartig. 2018 beziehungsweise 2019 ehrte die Schwedische Akademie die 61-jährige Schriftstellerin und Psychologin aus der polnischen Kleinstadt Sulechów mit dem Literaturnobelpreis – „für eine erzählerische Vorstellungskraft, die mit enzyklopädischer Leidenschaft die Grenzüberschreitung als Lebensform darstellt“.

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Empusion: Eine natur(un)heilkundliche Schauergeschichte ist Tokarczuks neuestes und erstes Werk nach Erhalt des Literaturnobelpreises. Im Jahr 1913 kommt Mieczysław, ein Student aus Lemberg, in ein Sanatorium, das sich auf die Behandlung von Lungenkrankheiten spezialisiert hat. Hier, am Fuße der niederschlesischen Berge, verbringen Patientinnen und Patienten aus ganz Europa ihre Zeit mit unermüdlichen Gesprächen, oft bei einem Glas Likör. Ihre Diskussionen drehen sich um die Möglichkeit eines Krieges in Europa, die beste Staatsform und den kürzlichen Selbstmord der Frau des Pensionswirts, ähnlich wie in Thomas MannsDer Zauberberg“.

Im Gegensatz zu Mann, der sich auf die Darstellung eines bestimmten Zeitgeistes konzentriert hat, stellt Tokarczuk universellere Themen dar. So behandelt sie insbesondere die Geschlechterwahrnehmung in der abendländischen Kultur, das Verhältnis zwischen Mensch und Natur sowie die Ignoranz gegenüber dem Körperlichen. Die Autorin nutzt dabei eine beschreibende Sprache, die nicht beurteilt. Poetisch und atmosphärisch.

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Friedensnobelpreis

Das norwegische Nobelkomitee verleiht den Preis für Friedensbemühungen laut Alfred Nobels Testament „an denjenigen, der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt hat“.

Für „ihren unermüdlichen Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes und für ihren Kampf für einen gerechten und friedlichen Übergang von Diktatur zur Demokratie“ wurde der Friedensnobelpreis 2025 an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado verliehen. Neben dem venezolanischen Volk widmete sie den Preis US-Präsident Donald Trump.

2024 ging die Auszeichnung an die japanische Organisation Nihon Hidankyo, die Überlebenden der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki eine Stimme gibt und sich für die nukleare Abrüstung und eine atomwaffenfreie Welt einsetzt.

2023 wurde Narges Mohammadi für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen im Iran und für die Förderung von Menschenrechten und Freiheit ausgezeichnet. Die iranische Frauenrechtlerin ist momentan inhaftiert und verbüßt eine langjährige Haftstrafe im Evin-Gefängnis in Teheran.

Obwohl sie bereits 13 Mal festgenommen, fünfmal verurteilt und zu insgesamt 31 Jahren Gefängnis und 154 Peitschenhieben verurteilt wurde, bleibt Mohammadi entschlossen, ihren Kampf für Menschenrechte fortzusetzen. Mohammadi ist nach Shirin Ebadi die zweite Iranerin und Muslima, die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

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Ebadi wurde 2003 mit dem Preis geehrt. In ihrer 2016 veröffentlichten Biografie Until We Are Free - My Fight for Human Rights in Iran schildert sie ihren unerschrockenen Kampf gegen eine Regierung, die alles daransetzte, sie persönlich, ihre Familie und ihre lebenslange Mission, Gerechtigkeit in ihrem Heimatland zu erlangen, mundtot zu machen.

Die Islamische Republik Iran bemühte sich lange, Ebadi einzuschüchtern. Diese Bemühungen eskalierten jedoch erheblich, als Mahmoud Ahmadinejad 2005 die Macht übernahm. Die Regierung verwanzte unter anderem ihr Büro, belästigte ihre Mitarbeitenden und sendete ihr sogar Morddrohungen. Trotz dieser extremen Bedingungen ließ sich Ebadi nicht davon abbringen, ihre Stimme für die Menschlichkeit zu erheben. Eine erschütternde und beeindruckende Erzählung einer Frau, die sich niemals unterkriegen ließ.

Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften

Als einziger der sechs Nobelpreise geht die oft als „Wirtschaftsnobelpreis“ bezeichnete Auszeichnung nicht auf das Testament von Alfred Nobel, sondern auf eine Stiftung der schwedischen Nationalbank zurück. Der Preis wird jährlich von der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften verliehen und ging 2025 zur Hälfte an Joel Mokyr „für die Identifizierung der Voraussetzungen für anhaltendes Wachstum durch technologischen Fortschritt“.

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In A Culture of Growth zeigt der Wirtschaftshistoriker, wie die Ideenwelt Europas den Weg für die industrielle Revolution ebnete. Im Zentrum steht die Frage, warum der Übergang zu dauerhaftem wirtschaftlichem Fortschritt gerade in Europa und nicht anderswo gelang. Mokyr führt dies auf eine besondere „Kultur des Wachstums“ zurück, die sich zwischen 1500 und 1700 während der Aufklärung herausbildete, eine geistige Atmosphäre, in der Wissen geteilt, bestehende Dogmen hinterfragt und wissenschaftliche Neugier belohnt wurde. Mokyrs Forschung zeigt, wie eng kulturelle, technologische und ökonomische Entwicklungen miteinander verwoben sind – und warum das Verständnis ihrer Wechselwirkungen entscheidend bleibt, um künftiges Wachstum nachhaltig zu gestalten.

Die andere Hälfte des Preises teilen sich Philippe Aghion und Peter Howitt „für die Theorie des anhaltenden Wachstums durch schöpferische Zerstörung“. In ihrem gemeinsam mit Céline Antonin und Simon Bunel verfassten Werk The Power of Creative Destruction. Economic Upheaval and the Wealth of Nations verdeutlicht Aghion ein auf den österreichischen Ökonom Joseph Schumpeter zurückgehendes Prinzip: Innovationen schaffen Wohlstand, aber sie zerstören zugleich bestehende Strukturen.

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Anhand von Beispielen aus den USA, Europa und Japan diskutieren die Autorin und die Autoren unter anderem die Frage, wie und ob technologischer Wandel Wachstum antreiben kann, ohne zugleich soziale Ungleichheit zu fördern. Dabei argumentieren sie, dass die Lösung nicht in der Abschaffung des Kapitalismus liegt, sondern in seiner Weiterentwicklung – mit Hilfe einer Politik, die langfristig Innovation fördert und zugleich absichert.

Nobelpreis für Physik

Der Nobelpreis für Physik gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen. 2025 ging er aufgrund bahnbrechender Experimente, mit denen sie quantenmechanische Effekte in makroskopischen Systemen sichtbar gemacht haben, an die in den USA forschenden Quantenphysiker John Clarke, Michel H. Devoret und John M. Martinis. Ihre Arbeiten zeigen, dass Quantenphänomene wie das sogenannte „Tunneln“ nicht nur in winzigen Teilchen, sondern auch in größeren, technisch nutzbaren Systemen auftreten können.

Mit Hilfe spezieller supraleitender Schaltkreise gelang es den Forschenden, quantisierte Energieniveaus in einem System zu demonstrieren, das groß genug war, um buchstäblich in der Hand gehalten zu werden – ein Meilenstein für das Verständnis der Grenze zwischen klassischer und quantenmechanischer Physik. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer Technologien wie Quantencomputer oder ultrasensibler Messinstrumente, die künftig beispielsweise in der Medizin oder Kommunikation Anwendung finden könnten.

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Wohl einer der bekanntesten Physik-Nobelpreisträger ist Albert Einstein. Der 1955 in Princeton verstorbene theoretische Physiker erhielt die Auszeichnung 1922 rückwirkend für das Jahr 1921. In Einstein – Sein Leben Seine Forschung Sein Vermächtnis beleuchtet Walter Isaacson verschiedene Aspekte von Einsteins Leben, beginnend mit seiner Kindheit in Deutschland, die prägend für seine spätere Laufbahn war. Im Anschluss beschreibt Isaacson Einsteins Zeit im Schweizer Patentamt, wo er einige seiner bedeutendsten wissenschaftlichen Arbeiten verfasste.

Darüber hinaus wird Einsteins komplexer Charakter beleuchtet, einschließlich der Auswirkungen, die seine Persönlichkeit auf sein familiäres Umfeld und seine Beziehungen hatte. So entsteht ein tiefer Einblick in das Leben eines Mannes, dessen Arbeit das 20. Jahrhundert wissenschaftlich revolutioniert hat und dessen Erbe bis heute fortbesteht.

Nobelpreis für Chemie

Laut Testament von Preisbegründer Alfred Nobel soll der Chemie-Nobelpreis an Forscherinnen und Forscher verliehen werden, die die „wichtigsten chemischen Entdeckungen oder Verbesserungen gemacht haben“. Wie der Nobelpreis für Physik wird er von der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften vergeben.

2025 ging die Auszeichnung an Richard Robson, Susumu Kitagawa und Omar Yaghi für ihre Arbeiten zu metall-organischen Gerüsten (MOFs). Darunter versteht man poröse Strukturen, die Gase und Moleküle einfangen, speichern und umwandeln können. Ihre Entdeckungen ermöglichen Anwendungen in der Wassergewinnung, Abwasserreinigung und CO₂-Filterung und gelten deshalb als vielversprechend im Kampf gegen Klimawandel und Umweltverschmutzung.

Eine der zahlreichen Preisträgerinnen und -preisträger des Chemie-Nobelpreises ist Marie Curie. Der in Warschau geborenen und 1934 in Frankreich verstorbenen Wissenschaftlerin wurde die Auszeichnung 1911 für ihre Forschungen und Erkenntnisgewinne im Bereich der Radioaktivität verliehen. So entdeckte und isolierte sie zum Beispiel die chemischen Elemente Polonium und Radium.

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In Marie Curie und das Rätsel der Atome beschreibt Luca Novelli, wie sich Marie Curie in einer Zeit, in der Frauen meist von höherer Bildung ausgeschlossen waren, einen Namen in der Welt der Wissenschaft machte. Dabei beleuchtet der Autor nicht nur Curies persönliche und berufliche Errungenschaften, sondern auch die wissenschaftlichen und historischen Kontexte, in denen sie wirkte. Eine kurze, gut verständliche Einstiegslektüre für „Curie-Neulinge“, die verstehen möchten, wie Curie trotz der gesellschaftlichen Hindernisse ihrer Zeit zu einer Pionierin der Wissenschaft wurde.

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Nobelpreis für Physiologie oder Medizin

Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin wird seit 1901 vom Karolinska-Institut in Stockholm verliehen und würdigt Entdeckungen, die das Verständnis von Leben und Gesundheit grundlegend verändern. 2025 ging die Auszeichnung an Mary E. Brunkow, Fred Ramsdell und Shimon Sakaguchi für die Entdeckung des Prinzips der peripheren Immuntoleranz.

Die drei Forschenden konnten zeigen, dass sogenannte regulatorische T-Zellen das Immunsystem im Gleichgewicht halten, indem sie verhindern, dass körpereigene Zellen angegriffen werden. Grundlage ihrer Arbeit war die Identifizierung des Foxp3-Gens, das eine wichtige Rolle bei der Steuerung dieser Zellen spielt. Damit legten sie den Grundstein für neue Ansätze in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen und Krebs sowie zur Verringerung von Komplikationen nach Transplantationen.

James Watson, Francis Crick und Maurice Wilkins waren ein weiteres Forscherteam, das mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet wurde. 1962 wurden sie für ihre Entdeckungen zur molekularen Struktur der Nukleinsäuren und ihrer Bedeutung für die Informationsübertragung in lebenden Materialien damit geehrt.

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The Secret of Life von Howard Markel bietet einen spannenden Einblick in die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA – eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen James Watson und Francis Crick. Doch die Geschichte ist weitaus komplexer: Markel schildert den Wettlauf, den Watson und Crick mit anderen brillanten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie Rosalind Franklin, Maurice Wilkins und Linus Pauling, führten.

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Übersicht bahnbrechender Werke von und über Nobelpreisträger auf Audible.de

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Autor

Titel

Dauer

Bewertung

1

László Krasznahorkai

Satantango

10:40

4,4 (1 Bewertung)

2

Han Kang

Weiß

01:38

4,4 (16 Bewertungen)

3

Jon Fosse

Der andere Name

12:14


4,2 (74 Bewertungen)

4

Jon Fosse

Ich ist ein anderer

09:03

4,5 (53 Bewertungen)

5

Abdulrazak Gurnah

Nachleben

12:04

4.1 (34 Bewertungen)

6

Olga Tokarczuk

Empusion: Eine natur(un)heilkundliche Schauergeschichte

11:16

4,1 (39 Bewertungen)

7

Shirin Ebadi

Until We Are Free

08:39

4,8 (12 Bewertungen)

8


Joel Mokyr

A Culture of Growth

15:50

5,0 (1 Bewertung)

9

Philippe Aghion, Céline Antonin, Simon Bunel


The Power of Creative Destruction

11:19

5,0 (2 Bewertungen)

10

Walter Isaacson

Einstein

04:55

4,5 (237 Bewertungen)

11

Luca Novelli

Marie Curie und das Rätsel der Atome

01:06

4,5 (66 Bewertungen)

12

Howard Markel

The Secret of Life

01:54

4,5 (2 Bewertungen)

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