Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann, mehrfacher Grillparzer-Preisträger, wurde 1862 in Obersalzbrunn im heutigen Polen geboren. Nach der Schule begann er eine Bildhauerlehre und machte erste Schreibversuche. Auf seinen Auslandsreisen versuchte Hauptmann vergeblich als Bildhauer in Rom Fuß zu fassen. 1885 heiratete er seine heimliche Geliebte, Marie Thienemann, und widmete sich, finanziell endlich abgesichert, ganz der Schriftstellerei. Die beiden siedelten nach Berlin über, wo er moderne Schreibstile studierte und seinen typischen Fingerabdruck entwickelte. Hauptmann gilt als Meister des Sekundenstils und des Gesellschaftskritischen Textes, so wohnt seinen Romanen die soziale Aufbruchsstimmung seiner Zeit inne. Dies gipfelte im Skandalstück „Die Weber“, bei dem Kaiser Wilhelm ankündigte, das Theater nicht mehr zu betreten. Doch die Zeit war reif und Hauptmann erhielt 1912 den Nobelpreis für Literatur. Er war Demokrat und unterstützte die Weimarer Republik nach Kräften. Zur Zeit der Nationalsozialisten zeigte sich Gerhart Hauptmann unkritisch und akzeptierte auch Ehrungen, die ihm von zuteilwurden. 1946 starb er in Agnetendorf.

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