Orestie
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Gesprochen von:
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Gisela von Collande
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Heinz Klingenberg
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Heinz Klevenow
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Arthur Mentz
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Von:
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Aischylos
Diesen Vorgang hat Aischylos in einer Trilogie gestaltet. Er hat damit aber nicht eine Vision des Nichts und der Grausamkeit beschwören wollen, sondern, und das ist das Entscheidende, die Nichtigkeit aller Menschengröße gezeigt und gleichzeitig die Größe des Menschen, der den Kampf mit seinem Schicksal annimmt. Es ist eine Macht oberhalb und außerhalb des Menschen. Dass er sich nicht mit der Verzweiflung begnügt, sondern handelt, macht seine tragische Größe aus.
Aischylos wäre kein Grieche gewesen, wenn sein Blick nur die Nachtseite des Lebens umfasst hätte. Am Ende wird Orest von der Göttin Athene freigesprochen, weil das Gericht der Menschen vor der Gewalt seiner Schuld versagt. Orest darf in das Leben zurückkehren. Die Götter haben den Menschen mit einem Fluch belegt, die Götter befreien ihn von diesem Fluch.
Walter Jens, der Schriftsteller und Tübinger Altphilologe, hat "Die Orestie" neu übersetzt. Sein Ziel ist es, die Tragödie in ihrer ganzen Unmittelbarkeit wirken zu lassen. Deshalb wird das auf drei Teile angelegte Werk auf eine einzige Sendung zusammengezogen. Das Hörspiel stellt zugleich den Versuch dar, die Hörer mit Werken der Antike bekannt zu machen, die, offen oder verborgen, bis in unsere Zeit fortwirken.
Bearbeitung und Übersetzung: Walter Jens, Regie: Gert Westphal, Musik: Rolf Unkel.©Gemeinfrei (P)1954 SWR
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