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Lügendetektor

Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45

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Lügendetektor

Von: Saul K. Padover
Gesprochen von: Oliver Dupont
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Saul K. Padover ist ein Ethnologe der deutschen Katastrophe. Sein Bericht war einflussreich und ist noch heute lesenswert: Der amerikanische Präsident Eisenhower richtete sein Handeln unter anderem nach diesem frühen Plädoyer für eine zukunftsorientierte Deutschlandpolitik aus.

Als unbewaffneter Offizier der Abteilung für Psychologische Kriegsführung interviewte Saul K. Padover in den Jahren 1944/45 die deutsche Bevölkerung, um deren Stimmung und Lage zu verstehen, um zu wissen, was in den Köpfen der Besiegten vor sich ging. Ziel dieser Gespräche war, an wichtige politisch-militärische Informationen zu kommen.

Padover führte seine Interviews mit Vertretern aller Bevölkerungsschichten: Von der Bauerntochter bis zum Industriellen, vom Bischof bis zum Zwangsarbeiter, vom Nazibonzen bis zum kommunistischen Arbeiter kamen alle zu Wort. Die Auskünfte zeugen von Mut und kollektiver Depression, von Selbstmitleid und unbelehrbarer Arroganz und zeigen, dass die Deutschen noch keine Zeit gefunden hatten, sich komplizierte Ausreden zurechtzulegen - die Zeit der Verdrängung war noch nicht gekommen. Neben dem Gemütszustand der Deutschen berichtet Padover auch von den politischen Auseinandersetzungen innerhalb der Militärregierung und von den ersten Regungen einer deutschen Selbstverwaltun

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©2016 Aufbau Verlage (P)2024 Hierax Medien
Militär
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Sehr interessante Einsichten in die Denkweise der Deutschen zum Ende des Dritten Reiches. Zum einen die unbelehrbaren Nazis, aber vor allem - viel mehr - die „ordnungsliebenden“ und obrigkeitshörigen Mitläufer die von „nichts wussten“ aber alle Angst vor dem KZ hatten. Der Autor entlarvt sowohl die Lügen der Mitläufer, als auch die Motivation der angeblichen Widerständler und ersten Helfer der Amerikaner. Ich denke so war es wirklich.

Der Einblick in die Denkweise der Deutschen am Ende des Dritten Reiches …

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In Zeiten, in denen rechtsextreme Ansichten wieder auf dem Vormarsch sind, ist diese lebendige Momentaufnahme vom Kriegsende in Deutschland sehr lehrreich.

Eindrückliche Dokumentation einer außergewöhnlichen Zeit.

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Der vorliegende Text hätte angesichts seines Hintergrundes ei. Faszinierendes Dokument einer für die Nachwelt äusserst interessanten Epoche sein können; leider verabsäumt es der Autor konsequent die wichtigen bzw. richtigen Fragen zu stellen. Stattdessen versorgt er die Leserschaft mit durch seine Persönlichkeit reflektierte Informationen; so liegt der eigentliche Wert des Werkes in der Vergleichbarkeit dieses Spiegelbildes mit der historischen Realität nach 1945. Gerade im Dunstkreis der Präsidentschaft eines Trump drängt sich auch der Gedanke auf, wie leicht es ist andere aufgrund einer angenommenen moralischen Überlegenheit zu verurteilen. Fazit: Mit dem richtigen Hintergrundwissen ausgestattet absolut lesenswert!

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