Der rote Judas Titelbild

Der rote Judas

Paul Stainer 1

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Der rote Judas

Von: Thomas Ziebula
Gesprochen von: Hainrich Matters
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Über diesen Titel

Leipzig, Januar 1920. Der Polizist Paul Stainer kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Deutschland taumelt durch die Nachkriegswirren, nichts ist mehr so, wie es einmal war, und in viel zu vielen Nächten wird Stainer vom Grauen der Schützengräben eingeholt. Doch ein aufsehenerregender Fall zwingt den Kriminalinspektor, sich mit der Gegenwart zu befassen: In der Villa eines Fabrikanten werden mehrere Menschen erschossen.

Alles sieht nach einem missglückten Einbruch aus, doch eine verängstigte Zeugin und ein Koffer voller Dokumente führen Stainer bald auf die Spur der "Operation Judas", Männer, die über Leichen gehen, um ihre Verbrechen zu vertuschen. Was der Inspektor nicht ahnt: Die Mörder haben ihn längst ins Visier genommen und planen seinen Tod.

©2019 Rowohlt Verlag GmbH (P)2019 SAGA Egmont
Historische Krimis Krimis
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Die Vorgeschichte war nötig, um dieses Hörbuch besser zu verstehen. Schreiber und Sprecher haben alles sehr gut gemacht. Im Gegensatz zu anderen Hörbüchern nimmt dieses Hörbuch in den letzten zwei Stunden noch einmal an Spannung zu. ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Indem sonst sehr guten Hörbuch, gab es eine Stelle zum Schmunzeln. (Rosa schaute, in Ihrem Feuerzeug nach, ob es noch genug Gas enthält. Damit war Sie Ihrer Zeit weit voraus. Das Gasfeuerzeug wurde erst 1939 erfunden.)

Gut gemacht . . .

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... aber leider kommt der Autor Thomas Ziebula an die Leistungen eines Volker Kutscher oder einer Alex Beer nicht heran. Einige Recherchemängel fallen selbst Laien sofort auf: "eiserne Büroklammer" (wohl eher aus Stahldraht), Gasfeuerzeug (viel später erfunden), Reichswehr (erst ab 1921), Leipzig ist nicht die sächs. Hauptstadt, usw. Die Geschichte ist relativ komplex, am Anfang werden sehr viele Personen eingeführt, dazu mehrere Erzählstränge, Tagebucheinträge - all das macht das Verstehen der gehörten Geschichte sehr schwer und verwirrend - zumindest im ersten Drittel. Und dann der Sprecher Matthias Hinz (alias Hainrich Matters): er spricht im Vergleich zu anderen wie David Nathan einfach furchtbar. Ich war froh, als es zu Ende war, und ich diese Stimme nicht mehr ertragen musste. Insgesamt 3 Sterne. Sprecher: 1 Stern. Geschichte: 4 Sterne.

Ja, eine spannende Story, aber ...

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Die Story ist teilweise etwas abgedreht mit irren Wendungen und Wirrungen. Das Setup nach dem 1.WK finde ich aber interessant und ungewöhnlich.
Details hat der Autor aber mitunter nur sehr schlampig recherchiert: eine Mauser C96 hab es nie im Kaliber 9mm, auch bei Motorradmodellen kennt sich der Autor nicht aus. Auch entspricht die polizeiliche Ermittlungsarbeit nicht wirklich dem Standard der Zeit. Fehler, die mit etwas vernünftiger Recherche nicht passiert wären.
Sei es drum: ich bin gut unterhalten worden. Darum ging es mir bei diesem Hörbuch.

Netter Krimi, etwas schlampig recherchiert

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Die Geschichte wäre spannend. Der Plot wäre gut. Der Vorleser unterhaltsam. Aber so einfach ist es leider nicht. Die heute vermeintlich „richtige Haltung“ ist dem Autor so wichtig, dass er immer wieder - und leider auf Kosten der Qualität der Geschichte, in völlig überzeichnete Bilder verfällt. Keine Plattitüde ist ihm dafür zu plump. So ist zum Beispiel der Vater der Hauptfigur, als vermeintlicher schwer verwundeter Kriegsheld, selbstverständlich ins eigene Feuer geraten - während er für den Kaiser (natürlich!) die Herero niedermetzelte.

Über solche gelegentlichen politischen Wirren könnte man hinwegsehen; aber wenn sogar der Papagei einer Nebenfigur stramm linke Haltung zeigen muss und es Ziebula noch nicht einmal hier zu peinlich ist, auf die überdurchschnittliche Intelligenz des Vogels in diesem Zusammenhang hinzuweisen, fördert das den Plot nicht. Die Wahrheit ist für Ziebula eben manchmal eher schlicht und ganz offensichtlich vor allem rot. Nicht einmal die Fischer Kontroverse war so simpel gestrickt, zumal selbst diese längst, und nicht erst mit der Arbeit von Christopher Clark, hinfällig ist.

Aber auch das wäre allein noch kein endgültiges K.O.-Kriterium für die Erzählung. Doch leider hat Thomas Ziebula sich nicht einmal die Mühe gemacht, sich wenigstens mit den Grundlagen der Militärgeschichte ausreichend zu befassen. Da wird nicht nur die Weimarer Reichswehr dauernd mit dem deutschen Reichsheer verwechselt, auch ansonsten liegt er immer wieder grob daneben. Es scheint, als habe er sich ein paar Schlagworte angeeignet und diese dann für ausreichend gehalten um eine Erzählung anzulegen, die als historisch gelten soll. Was wirklich schade ist, denn eigentlich könnte das ein toller und spannender Roman sein.

Weniger „Haltung“ und stattdessen mehr Bildung, dann hätte die gleiche Geschichte womöglich großartige Qualität. Denn Thomas Ziebula hat fraglos Talent. Schade nur, dass er es beim „Roten Judas“ nicht ausschöpft.

Bildung vs. Haltung = 0:1

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Der Sprecher nervt, wenn er sich an verschiedenen Charaktere versucht, die sich bei ihm alle wie grenzdebile Minderbemittelte anhören!

Warte immer noch das die Geschichte Fahrt aufnimmt

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