Jetzt kostenlos testen

Bus 57

Eine wahre Geschichte
Autor: Dashka Slater
Spieldauer: 6 Std. und 39 Min.
4 out of 5 stars (104 Bewertungen)

Danach 9,95 € pro Monat. Jederzeit kündbar.

ODER
Im Warenkorb

Inhaltsangabe

Der Bus der Linie 57 ist das einzige, was Sasha und Richard miteinander verbindet. Richard ist Afroamerikaner, geht auf eine öffentliche Schule und hat gerade einen längeren Aufenthalt in einer betreuten Wohngruppe für jugendliche Straftäter hinter sich. Sasha ist weiß, besucht eine Privatschule und identifiziert sich selbst als agender. Nur acht Minuten täglich verbringen Sasha und Richard gemeinsam im Bus 57. Bis zu dem Tag als Sasha den langen weißen Rock trägt und Richard ihn anzündet.

Dashka Slater hat den nachfolgenden Gerichtsprozess monatelang verfolgt, mit Beteiligten gesprochen und die Hintergründe recherchiert. Bus 57 ist die akribische Dokumentation eines berührenden Falles, der tragischen Verstrickung zweier Jugendlicher, die doch nur eines wollen: glücklich sein, trotz allem.

Im Februar 2015 erschien im New York Times Magazine unter der Überschrift "The Fire on the 57 Bus" ein längerer Artikel der Journalistin Dashka Slater über einen Vorfall, der sich eineinhalb Jahre zuvor in Oakland ereignet hatte. Ein afroamerikanischer Teenager setzt die Kleidung eines Gleichaltrigen in Brand, der genderqueer ist. Sashas und Richards Schicksal ließ Dashka Slater nicht mehr los, so dass aus dem Artikel dieses Buch entstanden ist. Sie erzählt darin von Sashas ungewöhnlicher fantasievoller Kindheit, dem Coming-Out, den Krankenhausaufenthalten, aber auch von der Unterstützung, die Sasha erfährt, nicht nur in der LGBTQ-Community. Genauso sorgfältig arbeitet sie Richards Geschichte auf und wirft einen Blick auf ein Justizsystem, das afroamerikanische Jugendliche anders zu behandeln scheint als weiße. Die Staatsanwaltschaft stuft Richards Tat zunächst als Hate-Crime ein, wodurch ihm ein Verfahren unter Erwachsenenstrafrecht droht und damit eine womöglich lebenslange Haftstrafe.

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

©2019 Loewe Verlag GmbH. Übersetzung von Ann Lecker (P)2019 Audible Studios

Das könnte Ihnen auch gefallen

Weitere Titel des Sprechers

Hörerbewertungen
Bewertung
Gesamt
  • 4 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    56
  • 4 Sterne
    26
  • 3 Sterne
    13
  • 2 Sterne
    5
  • 1 Stern
    4
Sprecher
  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    57
  • 4 Sterne
    22
  • 3 Sterne
    13
  • 2 Sterne
    0
  • 1 Stern
    2
Geschichte
  • 4 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    49
  • 4 Sterne
    23
  • 3 Sterne
    12
  • 2 Sterne
    6
  • 1 Stern
    5

Rezensionen - mit Klick auf einen der beiden Reiter können Sie die Quelle der Rezensionen bestimmen.

Sortieren nach:
Filtern:
  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Hoffentlich

Die Erzählung - Berichterstattung fesselte mich sehr schnell. Selbst als Kind und Jugendlicher auf den Bus angewiesen um in die Schule zu gelangen, und das ist einige 40 Jahre her, erkannte ich die Stimmung sofort wieder.
Ausgrenzung und tätliche Angriffe auf nonkonform erscheinende Menschen waren auch in den 1970ger Jahren nicht selten und sind es bis heute geblieben. In Deutschland!
Auch wenn das Buch im letzten Drittel schwächer wird, bleibt es bewegend. Opfer und Täter erlangen gleichermaßen mein Mitgefühl.
Ein Buch, das meiner Meinung nach in die Schulen gehört, und zwar nicht erst in die Oberstufe!
Hr Stocker macht einen ausgezeichneten Job.
Hören, junge Menschen hören lassen und weiterempfehlen!

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

ein wichtiges Thema

teilweise etwas zu sachlich erzählt, um Interesse zu wecken. Die ständige Korrektheit der Sprache bez. Gender ist zwar begrüßenswert, aber in so einem langen Text echt anstrengend.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Für Vielfalt und Chancen

An einem einzigen Tag ihres Lebens treffen Sasha und Richard aufeinander. Das einzige, was die beiden jungen Menschen verbindet ist die Fahrt im Bus der Linie 57. Es ist ein Tag, der das Leben der beiden Jugendlichen für immer verändern wird. An diesem Tag trägt Sasha einen weißen Rock mit Fransen du Richard zündet diesen an.
Es ist eine wahre Begebenheit und „Kriminalgeschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen, sind selten romantisch“, schreibt die New York Times. Die Journalistin Dashka Slater schreibt über diesen wahren Fall, der sich in Oakland im Jahr 2013 ereignet hat . Es ist viel weniger eine Kriminalgeschichte als ein eindringliches Plädoyer für Vielfältigkeit und Chancengleichheit.
Sasha ist genderqueer. Als Junge geboren fühlt sier sich von klein auf nicht einer Kategorie zugehörig. Sasha ist überaus intelligent, großartig kreativ und fantasievoll, erfindet eigene Sprachen, ist non-binary. Als sier das erste Mal einen Rock trägt, weiß sier, dass sier nie wieder etwas anderes tragen möchte. Sasha kommt aus einem bildungsaffinen Umfeld. Sashas Eltern können sich für sihn eine Privatschule leisten. Sie unterstützen ihr Kind in allen Belangen, auch wenn ihnen hin und wieder das falsche Pronomen für Sasha über die Lippen kommt.
Richard ist Afroamerikaner. Wegen eines Jugenddelikts war er für einige Zeit in einer betreuten Wohneinrichtung untergebracht. Seine Mutter ist alleinerziehend, hat mehrere Jobs. Richard besucht eine öffentliche Schule. Zu einer Vertrauenslehrerin fasst er langsam Vertrauen. Sein bester Freund stirbt bei einem Drive By Shooting.
Es ist Langeweile und Übermut und eine riesige Portion Gedankenlosigkeit, die Richard veranlasst, den Rock anzuzünden, den der „Typ“ im Bus offensichtlich trägt. Richard schätzt die Konsequenzen seines Tuns völlig falsch ein. Denn Sasha erleidet starke Verbrennungen, verbringt viel Zeit im Krankenhaus. Die Polizei legt Richard ein Hassverbrechen in den Mund, verhört ihn ohne rechtlichen Beistand, ohne Anwesenheit einer erziehungsberechtigten Person.
In ihrem Buch „Bus 57“ wendet sich Dashka Slater nicht nur dem diversen (und kontroversen) Thema der Geschlechtsidentifikation zu. Sie schaut auch genau auf die Schwächen des amerikanischen Justizsystems, auf die Chancenlosigkeit afroamerikanischer Jugendlicher. Nichts entschuldigt Richards Handeln. Richard selbst bereut zu tiefst und ernsthaft, als ihm klar wird, was er verursacht hat. Doch Kalkül und Politik geben ihm nahezu keine Chance auf Rehabilitation.
Ich weiß nicht welcher Algorithmus mich zu diesem Buch geführt hat, aber ich bin ihm zu großem Dank verpflichtet. „Bus 57“ hat mich betroffen gemacht, sprachlos und betroffen. Denn das Thema betrifft mich in meinem ganz nahen Umfeld. Es ist ein Buch, das die Augen weit öffnet für die Vielfalt unseres menschlichen Daseins. Sasha ist so ein großartiger Charakter, ein ganz besonderer junger Mensch. Es zeigt die Belanglosigkeit einer tradierten Etikettierung. Und Dashka Slater schreibt über die “restorative jusitice“, wiedergutmachende Gerechtigkeit, über die Chancen zwei Welten zusammenzufügen, zu einen. Sie lässt den Leser (und Hörer)hinterfragen, was auf den ersten Blick und im laienhaften Rechtsempfinden recht und gerecht erscheint. Dashka Slater appelliert an die Reflektionsfähigkeit des Publikums. Die Autorin macht das richtig gut: gut und richtig.
Einen imaginären Hut ziehe ich im Übrigen vor der Übersetzer*in Ann Lecker. Vor allem die Passagen rund um Sashas Geschichte sind konsequent gegendert, die Verwendung der Pronomen sier, sihrem etc. durchgängig gesetzt. Ein Projekt, das sihresgleichen sucht.
Die Hörbuchversion wird gelesen von Hans Jürgen Stockerl, der dem Thema angemessen den Ton trifft.
„Bus 57“ ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2020 nominiert. Ich wünsche dazu alles Gute!

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    4 out of 5 stars

Beinahe ein Fachbuch

Es gibt sehr viele Fachbegriffe, die aber auch erklärt werden. Emotionslose Sichtweisen von Opfer und Täter, Angehörigen und Mitgliedern von diversen Organisationen, trotzdem ist die Geschichte ergreifend.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Sehr informativ

Ganz anders als erwartet.

Ich habe mir einen Krimi erwartet und habe super Informationen über Gender bekommen.
Für alle die kein Interesse für dieses Thema habe ist das Buch auf keinen Fall geeignet.
Jedoch wenn Interesse besteht undebingt hören.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

super interessant

Tolles Buch. Hatte bis jetzt mit dem Thema divers noch nichts zu tun und das ist ein guter Einstieg.
Und das Buch zeigt erschreckend wie Media schnell aus einem gedankenlosen schwarzen Jugendlichen ein homophobes Monster kreieren. Es rät uns, unsere eigene schnelle Meinung zu hinterfragen.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Spannend erzählt

Wahre Begebenheiten und super interessante aufgebaute Erzählung. Wissenschaftliche Infos und Statistiken ergänzen die Geschichte perfekt.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Empfehlung!

Dies ist das 1. Mal, dass ich ein gegendertes Buch gehört habe und ich habe es sehr genossen. Den im Buch erläuterten Vorfall habe ich damals nicht mitbekommen und er hat mich erschüttert. Ich finde der Vorfall wurde gut recherchiert und wiedergegeben. Mensch lernt alle beteiligten Personen im Buch sehr gut kennen und auch verstehen. Nicht nur der Vorfall wird erklärt, es werden auch die Themen Gender und sexuelle Orientierung erläutert.
Ich war zunächst skeptisch und dachte das dieses Buch sehr trocken und eher wie ein Sachbuch verfasst ist. Doch dies ist kein Lehrbuch, jedoch ist es meiner Meinung nach äußerst lehrreich und lässt sich wie ein Roman lesen bzw. hören. Das Buch ermöglicht den Einblick in das Leben eines genderqueern Menschen und ich denke das dieses Buch zu mehr Verständnis und Akzeptanz führen kann. Es sollte viel mehr Literatur geben, die solche Themen behandeln und richtig gegendert sind.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Hochspannend!

Nein, nicht im Sinne von Kriminalliteratur, sondern für den, den das amerikanische Rechtssystem, das für den gemeinen Mitteleuropäer oft schwer nachzuvollziehen ist, interessiert.
Sehr einfühlsam und hochgradig kompetent führt die Autorin den Leser zunächst an das Thema der sexuellen Orientierung, bei der sich letztlich herausstellt, dass es gar nicht zwingend um Sex gehen muss, heran.
Dann wird die Täterseite mit all ihren sozialen Facetten beleuchtet.
Und zum Glück hört das Buch nicht dort auf, wo andere es tun: Bei der Ergreifung und Verurteilung des Täters.
Vielmehr wird in einem erstaunlich langen (von anderen Lesern als langweilig empfundenen) abschließenden Teil des Buches die Thematik Jugendstrafrecht vs. Erwachsenenstrafrecht, die unglaubliche zähe Gerichtsbarkeit mitsamt ihren oft oberflächlichen Kriterien der Entscheidungsfindung abgehandelt und ein Blick hinter die Kulissen der Jugendstrafanstalten geworfen. Auch die Problematik der Opfer-Täter-Beziehung im Laufe des Strafverfahrens bleibt nicht unbetrachtet.
Kurzum: Eine so vollständige Analyse eines tatsächlichen Straffalles dürfte noch selten geliefert worden sein.

Im Nachhinein fällt einem auf, dass unmöglich alles doch irgendwie gut gegangen sein kann. Und also steht die Vermutung, dass die Autorin hier und da geglättet und geschönt haben muss, damit am Ende kein Gefühl der allzu großen Beklemmung aufkommt und auch die - inzwischen in Kalifornien geänderte - Jugendgerichtsbarkeit sowie die Jugendgefängnisse kommen erstaunlich gut dabei weg.
Aber vergessen wir nicht, es handelt sich um tatsächliche Geschehnisse. Das Grundgerüst der Geschichte muss wohl stimmen. Dass die unglaubliche Menge von Insider-Informationen ja irgendwo her gekommen sein muß, hat die Autorin womöglich mit einer etwas wohlwollenderen Berichterstattung honoriert.
So sei mir erlaubt zu glauben, dass Jugendstrafanstalten in den USA auch heute noch kein Ponyhof sind.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Bus 57

Ein interessantes Hörbuch, dass ich zufällig beim Stöbern gefunden habe. Ich hoffe, dass Richard sein Leben meistern wird. Dies alleine lässt das Buch offen. Der Sprecher liest gut und zieht den Hörer damit in die Geschichte. Hörenswert.