Lila Eule
Artikel konnten nicht hinzugefügt werden
Der Titel konnte nicht zum Warenkorb hinzugefügt werden.
Der Titel konnte nicht zum Merkzettel hinzugefügt werden.
„Von Wunschzettel entfernen“ fehlgeschlagen.
„Podcast folgen“ fehlgeschlagen
„Podcast nicht mehr folgen“ fehlgeschlagen
Audible Standard 30 Tage kostenlos testen
Für 19,95 € kaufen
-
Gesprochen von:
-
Lennart Betzgen
-
Mareike Hein
Über diesen Titel
Der deutsche Publizist, Autor und Zeitzeuge Cordt Schnibben legt mit dem OstWest-LSD-BeatClub-Roman eine meisterhafte Darstellung der frühen Siebziger vor.
Auf den ersten Blick eine verzwickte deutsch-deutsche Liebesgeschichte: Carl aus Bremen, 18 Jahre alt, zieht aus Protest gegen seinen Nazi-Vater 1972 nach Ost-Berlin und verliebt sich in Mara – doch der Hippie fliegt aus der DDR. Nach dem Fall der Mauer sucht Carl seine große Liebe im Chaos des zerfallenden Sozialismus.
Auf den zweiten Blick ein skurriler Agententhriller: Maras Vater, Stasi-Offizier im Westeinsatz, hält Carl für einen LSD-Dealer und Spitzel, den der westdeutsche Verfassungsschutz auf ihn angesetzt hat. Er ließ ihn damals in den Knast werfen.
Auf den dritten Blick die berauschende Geschichte vom Aufstand im Spießbürger-Deutschland: Carl und seine Freunde Sylwia und Sigi – Kabelträger in der Bremer Kult-Sendung "Beat-Club" und Stammgäste in der Lila Eule – hören in den Songs von Jimi Hendrix und Janis Joplin das Vibrieren einer liberalen, weltoffenen Zeit. Nach dem Mauerfall treffen sich die drei Freunde in der anarchistischen Technoszene Ost-Berlins wieder und stellen sich die große Frage: Warum ist der Mensch schlau genug, um zu erkennen, wie er die Welt besser machen kann, aber dumm genug, um daran immer wieder zu scheitern?
Ein hochaktueller Trip durch eine Zeit, in der sich vieles entwickelte, was im gegenwärtigen Rollback hin zum nationalistischen Dödel-Deutschland wieder abgeräumt werden soll.
©2025 CORRECTIV Verlag und Vertrieb UG (P)2025 CORRECTIV Verlag und Vertrieb UGDarum geht es in dem Buch "Lila Eule" von Cordt Schnibben, das mich aus eigener Erfahrung – nur andersrum – wirklich brennend interessierte.
Der Autor hat es tatsächlich geschafft, mein Weltbild von Typen zu relativieren, die den Kommunismus, Sozialismus, Marxismus, Leninismus, Stalinismus und Maoismus befürworten, ohne ihre realen Auswirkungen persönlich je ertragen zu müssen.
Schnibben hat nicht nur geredet, sondern gehandelt und wurde ziemlich krass eines Besseren belehrt. Was genau ihm passiert ist, beschreibt er so eindringlich und musikalisch begleitet, dass es weh tut.
Dazu gehört sein sportliches Interesse an klugen Frauen und coolen Sounds, die ihn in bizarre Situationen treiben, die zwar kaum zu glauben aber so oder ähnlich und verdichtet wohl wahr gewesen sind.
Es gibt jedoch drei K.O.-Kriterien für Texte, die ich weder lesen noch hören kann: Agitation und Propaganda, Ichling-Egozentrik und Gender-Aktivismus.
"Lila Eule" liegt buchstäblich dazwischen. Beim Zuhören fallen extrem viele kurze Sätze auf, die über mehrere Absätze mit "Ich" beginnen und auf Dauer nerven.
Dieser Schreibstil wäre ein triftiger Grund, die Lektüre abzubrechen. Da es aber ein autofiktionaler Roman aus der Ich-Perspektive eines (damals) politischen Gegners ist, konnte und wollte ich mich darüber hinweg quälen ;-)
Weniger Sätze, die mit Ich beginnen, wären besser
Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte versuche es in ein paar Minuten noch einmal.
Geschichte, Musik und Emotion perfekt verknüpft
Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte versuche es in ein paar Minuten noch einmal.
Die fünf/sechs Schnittfehler könnte der Verlag noch korrigieren.
Deutsch-deutsche Geschichte
Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte versuche es in ein paar Minuten noch einmal.
Die nervigen Nerdinfos für pubertierende Musikfreaks
Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte versuche es in ein paar Minuten noch einmal.