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Der Spieler

Von: Fjodor M. Dostojewskij
Gesprochen von: Friedrich Schoenfelder
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Der Roman mit autobiographischen Zügen handelt von der unbändigen Liebe eines jungen Hauslehrers zur wunderschönen Tochter einer reichen, russischen Adelsfamilie, die mit ihrem Tross in Roulettenburg residiert, und von seiner wachsenden Spielleidenschaft.

Dostojewskij, selbst passionierter Spieler, beschreibt auf unnachahmliche Weise die Welt der Spieler und ihre suchtartige Leidenschaft.

(c)+(p) 2007 steinbach sprechende bücher
Klassiker
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Was es bedeutet, dem Spiel zu verfallen, den harmlosen Zeitvertreib zum Lebenselixier aufzupuschen, sich ihm auf Gedeih und Verderben zu verschreiben, wusste Fjodor Michailowitsch Dostojewski nicht nur als Literat, er war selbst ein Spieler. Und so gelingt ihm in diesem Roman nicht nur das überzeugende Psychogramm eines verzweifelten Menschen, der sich immer wieder selbst Mut macht, der mit sich ringt, er läßt seine Leser geradezu körperlich verspüren, wases heißt, etwas oder jemandem verfallen zu sein. Es ist der Augenblick, indem sich alles entscheidet, ob die Kugel nach rechts oder links fällt, schwarz oder rot zuneigt, die Sekunde, in dem sich herausstellt, ob man wirklich die besseren Karten in der Hand hält, die Würfel auf der richtigen Seite liegen bleiben. Der Kitzel. Die Nähe des künstlich herbeigeführten Todes. Wer ihn einmal verspürt hat, will ihn immer wieder heraufbeschwören. Aleksej Iwanowitsch will eigentlich nur seine Finanzen aufbessern, andere haben einmal Glück gehabt und hoffen, dass Glück zwingen zu können, und es gibt auch jene, die ihrem langweiligen Leben einen Sinn verleihen, in dem sie sich beweisen, dass Verlieren ihnen nichts ausmacht, weil sie genug Geld besitzen. Im Kern tobt derselbe Dämon, der nicht widerstehen kann, der sich selbst etwas vormacht, der am Abgrund die Brücke sieht, die außer ihm niemand entdeckt, und der nicht zu besiegen ist. Aleksej Iwanowitsch geht diesen Weg bis zum bitteren Ende. Nicht mal die Liebe bewahrt ihn davor. Minutiös bebildert Dostojewski Stufe um Stufe, vor denen wir seinen Helden so gerne bewahren würden, doch der ist längst jenseits der Dinge dem Roulette verfallen. Wahrscheinlich üben Spieler auf den Rest der Gesellschaft deswegen eine solche Faszination aus. Um es mit Beckett ausgedrückt: sie wagen zu scheitern wagen, wie niemand zu scheitern wagt.

Am Tisch

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Das Buch ist in Ordnung, aber diese Ausgabe hat Abkürzungen und die Organisation der Kapitel stimmt nicht mit dem Original überein. Also nur drei Sterne.

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