• #010 - Nur 4 von 600 Unternehmen kennen diese Zahl - Mit Bjarke M.-O. Pahrmann
    Sep 29 2026

    Von über 600 Unternehmen, die Bjarke M.-O. Pahrmann beraten hat, konnten genau vier ihre Fluktuationskosten benennen. Pahrmann ist Geschäftsführer der BMSJ Venture GmbH und leitet das Institut für betriebliches Wohlbefinden. Im Podcast Umsatz statt Tools von Jonas Ernstberger rechnet er vor, warum ein einziger Mitarbeiterwechsel 30.000 bis 70.000 Euro kostet und nicht die 3.000 Euro, die Geschäftsführer dafür veranschlagen. Wer diese Zahl kennt, trifft bei Gesundheit im Betrieb eine andere Entscheidung.

    Pahrmann zerlegt die Rechnung in ihre Teile. Neben den sichtbaren Kosten für Anzeigen stehen die Zeit der Personalabteilung, die Einarbeitung und vor allem die Vakanz: drei bis sechs Monate dauert es im Schnitt, bis eine Stelle neu besetzt ist. Bei einer Bruttowertschöpfung von 140 bis 200 Euro pro Mitarbeiter und Arbeitstag sind das 12.000 Euro bei drei Monaten und 24.000 Euro bei sechs. Ein einzelner Krankheitstag kostet rund 300 Euro, bei 100 Mitarbeitern und einem Tag weniger im Jahr sind das 30.000 Euro. Bei 95 Unternehmen, die das Institut begleitet hat, sanken die Krankheitstage im Schnitt um 19 Prozent und die Fluktuation um 15 Prozent. Alle 95 lagen bei einem ROI über 1, sparten also mehr, als sie investiert hatten.

    Die Folge richtet sich an Geschäftsführer und Personalverantwortliche, die Gesundheit bisher als Kostenblock sehen. Sie bekommen die Rechnung dazu und die Kriterien für ein Konzept, das mehr ist als ein Obstkorb.

    Gast dieser Folge:

    Bjarke M.-O. Pahrmann, MBA: Geschäftsführer BMSJ Venture GmbH, Leiter Institut für betriebliches Wohlbefinden

    Kapitel:

    00:00 Gesundheit als Rendite

    02:10 Vom Konzern zur Beratung

    06:23 Zwei Herzinfarkte

    29:33 Was Fluktuation kostet

    41:43 Warum Kosten unsichtbar sind

    42:50 Beratung ohne Rechnung

    49:51 Wertschätzung statt Obstkorb

    55:29 Zwei-Klassen-Medizin

    59:46 200 Euro steuerfrei

    01:07:25 Kontakt und Erstgespräch

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    Keywords: betriebliche Gesundheitsvorsorge, Fluktuationskosten, Krankheitstage senken, ROI Gesundheit, Bruttowertschöpfung, Mitarbeiterbindung, Vakanzkosten, betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitskonzept Unternehmen, Paragraf 3 Nummer 34 EStG

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    1 Std. und 13 Min.
  • #009 - KI treibt uns in den Wahnsinn, und das nächste Tool rettet dich nicht
    Sep 22 2026

    Jeden Tag ein neues Modell, jede Woche ein neues Tool, und trotzdem steigt die Produktivität nicht. Jonas Ernstberger, Gründer und Geschäftsführer von Wholix, spricht in dieser Folge von Umsatz statt Tools offen darüber, wie ihn die KI an den Rand des Wahnsinns getrieben hat und warum fast jeder Geschäftsführer, mit dem er spricht, das gleiche Gefühl hat: ständig abgehängt zu sein. Seine Antwort ist kein weiteres Tool, sondern eine solide Basis, in der eine KI im Unternehmen arbeiten kann.

    Jonas vergleicht den KI-Hype mit Geldanlage. Wer jedem Trend hinterherrennt, hat am Ende meist den wenigsten Erfolg, wer stur in ein paar Immobilien investiert, ist oft vermögender. Genauso sieht er Unternehmen, die von Tool zu Tool springen, zwanzig Anwendungen parallel verwalten und dabei mit dem Kerngeschäft nicht vorankommen. Sein Gegenentwurf ist ein Company OS: Wissen, Prozesse und Regeln so dokumentiert, dass ein Agent darauf zugreifen kann, und ein Modell, das sich austauschen lässt, sobald ein besseres kommt.

    Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Jonas an seinem eigenen Angebots-Workflow. Am Anfang war er eine Katastrophe. Erst als er jede Aufgabe als Skill beschrieben und jeden Fehler in einer Feedback-Datenbank festgehalten hat, lief er zuverlässig. Rund 50 Angebote hat es gedauert. Heute kopiert er das Gesprächstranskript in den Chat und bekommt ein korrektes Angebot, auch mit einem kleinen, günstigen Modell. Die Folge richtet sich an Unternehmer, die KI einsetzen wollen, ohne jedem Hype hinterherzulaufen.

    Kapitel:

    00:00 Abgehängt von der KI

    02:07 Trendhüpfer gegen Basisarbeiter

    05:01 Busy statt produktiv

    07:05 Company OS statt Tool-Hype

    09:24 KI wie ein Junior-Mitarbeiter

    13:00 Weitere Skills ausrollen

    17:04 Fokus aufs eigene Geschäft

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    Keywords: KI im Unternehmen, KI Überforderung, KI Hype, Company OS, KI Agenten, KI Skills, Prozesse dokumentieren, Angebote mit KI schreiben, KI Produktivität, Wholix

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    18 Min.
  • #008 - Warum funktionierende KI wieder abgeschaltet wird - Mit Dr.-Ing. Martin Schiele
    Aug 20 2026

    Ein KI-System hebt die Trefferquote im Dokumenteneingang von 30 auf über 90 Prozent. Wenige Monate später wird es wieder abgeschaltet. Nicht wegen der Kosten und nicht wegen der Technik, sondern weil die Belegschaft nicht mitgezogen hat. Dr.-Ing. Martin Schiele hat sechs Jahre lang KI-Projekte im Mittelstand und in Konzernen umgesetzt und sagt Jonas Ernstberger in dieser Folge, woran sie wirklich scheitern.

    Martin kommt aus der Fahrzeugtechnik, hat über Reinforcement Learning promoviert und mit seiner Firma GenAI-Modelle direkt auf die Infrastruktur der Kunden gebracht, datenschutzkonform und ohne Umweg über amerikanische Anbieter. Sein Fazit nach sechs Jahren ist nüchtern: die Technik ist selten das Problem. Es sind die Mitarbeiter, die um ihren Job fürchten, die Drittanbieter, die keine Schnittstelle herausgeben, und die Geschäftsführung, die mit dem größten Projekt anfangen will statt mit dem kleinsten. Dazu kommt die Kostenfrage, die fast alle unterschätzen: wer KI nur als Abo für 20 Euro im Monat kennt, erlebt im produktiven Einsatz eine teure Überraschung. Jonas und Martin sprechen außerdem darüber, was auf einer Grafikkarte für 3.000 Euro lokal wirklich läuft, warum Vibe Coding spätestens bei der Produktionsreife auseinanderbricht und was World Models für die nächsten zehn Jahre bedeuten.

    Gast dieser Folge: Dr.-Ing. Martin Schiele

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    Timestamps

    00:00 Aus der Praxis für die Praxis statt theoretisches Rumgelaber

    00:55 Vom Automobilingenieur zum KI-Unternehmer

    03:01 Sechs Jahre KI-Projekte: was Martin daraus gelernt hat

    04:13 Der menschliche Faktor ist immer größer als erwartet

    04:57 Wenn der Software-Hersteller die Schnittstelle blockiert

    06:34 KI ist kein heiliger Gral

    07:33 Von 30 auf über 90 Prozent und trotzdem abgeschaltet

    09:04 Der Fragebogen, der ausgedruckt und per Fax zurückkommt

    10:24 Warum die neuen KI-Enablement-Firmen an der Einführung scheitern

    13:35 Nur 40 Prozent der Projekte waren wirklich gut

    17:53 Was KI im echten Einsatz wirklich kostet

    19:38 Was lokal auf einer Grafikkarte für 3.000 Euro läuft

    23:49 Vibe Coding bricht bei der Produktionsreife auseinander

    35:35 World Models, Robotik und die physische Arbeit in zehn Jahren

    38:38 Fazit: es scheitert am Menschen, nicht an der Technik

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    40 Min.
  • #007 - Die August-Ausrede kostet dich dein Jahresendgeschäft
    Jul 30 2026

    Die rosigen Zeiten sind vorbei, in denen dein Vertrieb nur noch Bestellungen entgegennehmen musste. Jonas Ernstberger sagt in dieser Folge von Umsatz statt Tools klar, was jetzt zählt: rausgehen, Kaltakquise machen, Pipeline aufbauen.

    Er beschreibt, was er in Gesprächen mit Unternehmern immer wieder hört. Der Vertrieb betreut Bestandskunden, sammelt Weiterempfehlungen und fährt einmal mehr auf die Messe. Das reicht zum Überleben, aber es wird von Jahr zu Jahr weniger. Für Jonas ist genau das ein Warnsignal. Er zeigt dir, wie du in kleinen Schritten in die Kaltakquise kommst, warum 10 bis 20 Anrufe am Tag als Einstieg völlig reichen und warum der Aufbau einer Pipeline Monate dauert und nicht Wochen. Und er räumt mit der beliebtesten Ausrede des Sommers auf. Wer im August nichts macht, startet im September aus dem Kaltstart, und der Kaltstart ist immer der teuerste. Wer dagegen auf Sparflamme weiterakquiriert, hält den Motor warm und erreicht genau die Menschen, die im Urlaubsmonat trotzdem am Schreibtisch sitzen. So kommst du mit einer vollen Pipeline ins Jahresendgeschäft, statt im Oktober bei null anzufangen.

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    00:00 Die rosigen Zeiten der Bestellannahme sind vorbei

    00:26 Was dein Vertrieb heute in Wahrheit den ganzen Tag macht

    00:40 Das Warnsignal, das die meisten Unternehmer überhören

    00:59 Runter von der Couch und rein in die Kaltakquise

    01:28 10 bis 20 Anrufe am Tag als realistischer Einstieg

    02:13 Wie Wholix die nervige Akquise für dich übernimmt

    02:42 Pipeline aufbauen dauert Monate, nicht zwei Wochen

    02:58 Die August-Ausrede und warum der Kaltstart der teuerste ist

    03:43 Wer im August erreichbar ist, während alle Vertriebler weg sind

    04:47 Mit voller Pipeline ins Jahresendgeschäft

    Kaltakquise, Vertrieb im August, Sommerloch Vertrieb, Pipeline aufbauen, Neukundenakquise, B2B Vertrieb, Jahresendgeschäft, Cold Calling, Vertrieb für Unternehmer, Wholix

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  • #006 - Lemlist, Apollo & Co. – warum dich Tools allein nicht retten
    Jul 9 2026

    Neue Folge, neue Runde bei Umsatz statt Tools. Und der Name ist Programm, denn rund um KI im Vertrieb kursieren gerade die größten Versprechen: Knopf drücken, Template runterladen und schon wird man reich. Jonas Ernstberger legt die Realität auf den Tisch.

    Seine klare Ansage: KI ist kein Wundermittel, sondern nur ein Beschleuniger. Wer seinen Vertrieb beherrscht, wird mit KI noch besser, und wer es vorher nicht kann, verdient auch mit den teuersten Tools kein Geld. Denn das Tool kennt weder dich noch deinen Markt noch deine Kunden. Deshalb musst du eine KI wie einen neuen Mitarbeiter behandeln und ihr ein sauberes Onboarding geben. Jonas zeigt an einem echten Kundenbeispiel, warum du erst deine Hausaufgaben machen, selbst akquirieren und deine Zahlen kennen musst, bevor KI deinen Vertrieb wirklich skaliert. Am Ende gilt immer: Shit in, Shit out.

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    Timestamps:

    00:00 Umsatz statt Tools: was machst du besser als alle anderen

    00:39 Knopf drücken und Millionär: die großen KI-Versprechen

    01:07 Ohne Können verdienst du auch mit KI kein Geld

    01:27 Zu Beginn hat Wholix jeden Deal angenommen

    02:09 Das Tool kennt weder dich noch deinen Markt

    02:34 Ohne Wissen wird Akquise zum Glücksspiel

    02:49 Warum Jonas jeden Kunden streng vorfiltert

    03:47 Eine KI ist wie ein neuer Mitarbeiter

    04:14 Kaltakquise ehrlich als Experiment benennen

    04:30 Kundenbeispiel: der erste Kunde nach sechs Monaten

    05:39 Radikal vorfiltern und ehrlich beraten

    07:14 Fazit: Shit in, Shit out, mach deine Hausaufgaben

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  • #005 - Datenschutz ist kein Vertriebskiller, sondern deine Ausrede
    Jun 26 2026

    Nach Ausreden wie ich schiebe den Vertrieb vor mir her geht es heute um eine andere Lieblingsausrede: den Datenschutz. Jonas Ernstberger räumt aus Vertriebssicht mit den Vorurteilen auf. Seine Linie: bitte keinen Spam, sondern eine richtig gute, persönliche Akquise. Abmahnungen sind oft ein Geschäftsmodell, und auch dagegen gibt es klare Spielregeln, mit denen man sich wehren kann. Keine Rechtsberatung, sondern Praxis.

    Timestamps

    00:00 Datenschutz, die beliebteste Vertriebsausrede

    00:44 Datenschutz und Vertrieb sind keine Freunde

    01:23 Bitte mach keinen Spam

    02:35 Sichtbarkeit bedeutet auch Gegenwind

    03:12 Das Geschäftsmodell der Abmahnanwälte

    04:26 Wie du dich gegen Abmahnungen wehrst

    05:37 Warum schlechte Akquise nervt

    07:23 Warum echte KI-Akquise aufwendig ist

    08:36 Professionelle Akquise statt Massen-Spam

    09:11 Abgesichert mit der Wholix-Academy

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  • #004 - Niemand rettet deinen Vertrieb (außer dir)
    Jun 24 2026

    Niemand wird dich retten und die Aufgaben erledigen, auf die du keinen Bock hast. Jonas Ernstberger bringt das in dieser Folge authentisch rüber, weil er es selbst erlebt hat. Vom Personal-Trainer-Prinzip über den psychischen Schmerz aufgeschobener Aufgaben bis zum Befreiungsschlag danach. Sein Kern: Kein Dienstleister macht deinen Vertrieb für dich. Erst wenn du selbst verkaufst, deine Zahlen kennst und ein Playbook baust, kannst du sinnvoll delegieren.

    Timestamps

    00:00 Niemand rettet dich und macht deine Aufgaben

    00:44 Das Personal-Trainer-Prinzip

    01:59 Warum sich Probleme immer wiederholen

    03:49 Der psychische Schmerz, den du täglich spürst

    05:02 Der Befreiungsschlag nach dem Gespräch

    06:14 Kein Dienstleister macht deinen Vertrieb für dich

    07:27 Bau dir dein Vertriebs-Playbook

    09:53 Erst selbst verkaufen, dann delegieren

    11:06 Videoakademie als Onboarding-Gamechanger

    12:23 Dein Auftrag für diese Woche

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  • #003 - Ich hab schon alles probiert: der gefährlichste Satz im Vertrieb
    Jun 22 2026

    Ich habe schon alles probiert. Tool gekauft, Agentur getestet, Mitarbeiter eingestellt, am Ende doch wieder alles selbst gemacht. Diesen Satz hört Jonas Ernstberger ständig, und er ist gefährlicher, als er klingt. In dieser Folge zeigt Jonas, warum die meisten Maßnahmen nicht scheitern, weil sie schlecht sind, sondern weil die Erwartung nicht zur Realität passt. Der erste Schritt ist nicht das nächste Tool, sondern Klarheit über die eigenen Zahlen.

    Timestamps

    00:00 Der gefährlichste Satz: ich hab schon alles probiert

    00:49 Warum am Ende alles wieder an dir hängt

    01:25 Falsche Erwartungen an Mitarbeiter und Tools

    02:42 Kenne deine Zahlen: Sales Cycle und Dealgröße

    04:31 Schritt 1: Ist-Zahlen sauber definieren

    05:44 Wer ist dein echter Idealkunde

    06:21 Erwartungsmanagement im Verkaufsgespräch

    08:14 Verantwortung übernehmen statt abschieben

    09:27 Der nächste Schritt mit Wholix

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