• 034- Digitalisierung lädt… bitte warten
    Oct 28 2026

    Deutschland und Digitalisierung – eine Beziehung ungefähr so stabil wie WLAN im Regionalexpress kurz vor dem Tunnel.


    Schon zum Start funktioniert Petris eigentliche Kamera nicht, Patrick wartet darauf, dass irgendwas lädt, und eigentlich wäre damit das Thema der Folge schon vollständig erklärt.


    Willkommen im digitalen Deutschland. Bitte ziehen Sie eine Nummer.


    Diesmal geht’s darum, warum Digitalisierung hierzulande teilweise immer noch behandelt wird wie dunkle Magie mit USB-Anschluss.


    Patrick steht im Kassack mit Diensthandy vor einem Klienten und bekommt von zwei älteren Herren zu hören:


    „Diese Jugend von heute hängt auch nur noch am Handy!“


    Ja, Günther.


    Er dokumentiert gerade.


    Er spielt nicht Doodle Jump und schreibt auch nicht „hdgdl“ an irgendeine Lisa.


    Und damit sind wir mitten im Thema:


    📱 Diensthandys in der ambulanten Pflege

    💻 digitale Pflegedokumentation

    🧾 Leistungsnachweise und verschwundene Kürzel

    🏥 Medifox gegen Orbis – also die Frage: Welches Programm hasst dich persönlicher?

    💳 Apple Pay, Online-Banking und kontaktloses Bezahlen

    🅿️ Parkautomaten, Apps und Menschen, die wahrscheinlich noch einen Fünfer suchen, den sie 1998 eingesteckt haben

    👵 ältere Generationen zwischen „Kann ich nicht“ und „Will ich nicht“

    🖥️ und der Tatsache, dass ein Doppelklick im Jahr 2026 teilweise immer noch gefeiert wird, als hätte jemand gerade die Raumfahrt neu erfunden.


    Natürlich machen wir aber nicht einfach:


    „Haha, Oma kann kein Smartphone.“


    Denn Digitalisierung funktioniert nur, wenn beide Seiten mitmachen.


    Wenn Erna mit 85 zum ersten Mal kontaktlos bezahlt und dafür zehn Sekunden braucht, dann kann Kevin hinter ihr vielleicht kurz überleben, ohne demonstrativ zu seufzen.


    Es wird schwer.


    Aber wir glauben an ihn.


    Gleichzeitig ist:


    „Früher brauchten wir das nicht“


    irgendwann auch kein Argument mehr.


    Früher hatte ein Fernseher drei Programme.


    Heute hat er WLAN, Apps, Sprachsteuerung, Bluetooth, fünf Updates pro Woche und wahrscheinlich bald mehr Persönlichkeit als der Besitzer.


    Der eigentliche Fortschritt?


    Beim Röhrenfernseher kam der Bandscheibenvorfall noch kostenlos dazu.


    Außerdem in dieser Folge:


    🏃 Petri läuft seine ersten offiziellen 10 Kilometer in 48 Minuten und besitzt danach offenbar zwei Portionen Vanillepudding statt Waden.


    🪑 Patricks legendärer Klappstuhl bekommt nochmal einen würdevollen Nachruf, obwohl Patrick emotional ungefähr so gebunden wirkt wie an einen Kassenzettel vom Aldi.


    💾 Wir reden über Disketten, Windows 98 und eine Zeit, in der Petris Schultüte tatsächlich noch in D-Mark bezahlt wurde.


    Ja.


    Petri ist offiziell alt.


    🥙 Nebenbei trauern wir Dönerpreisen von 2,50 € hinterher und merken, dass diese Folge langsam mehr Geschichtsunterricht als Podcast wird.


    👖 Schlaghosen feiern ihr Comeback, obwohl die Menschheit mehrere Jahrzehnte Zeit hatte, diesen Fehler zu verarbeiten.


    🍾 Patrick verliert während der Aufnahme einen längeren Kampf gegen einen Flaschenverschluss.


    Digitalisierung diskutieren, aber an einer Flasche scheitern.


    Wir nennen das konsequent.


    Und natürlich:


    ⚽ Berlin steht an. Union steht an. Und Folge 35 wird tatsächlich zum ersten Mal gemeinsam vor Ort aufgenommen.


    Nach 34 Folgen digitaler Freundschaft treffen wir uns also wirklich.


    Was soll schon schiefgehen?


    Kurz gesagt:


    Wir starten bei Digitalisierung in der Pflege und landen irgendwie bei Medifox, D-Mark, Röhrenfernsehern, Schlaghosen, Parkautomaten und Bandscheibenvorfällen.


    Also exakt die stringente Themenführung, für die dieser Podcast bekannt ist.


    🎧 Folge 34: „Digitalisierung lädt… bitte warten“


    Kaffee kalt, Puls hoch – Zwei Pflegekräfte, zu wenig Personal, zu viele Stories.


    Und wenn die Folge bei euch nicht lädt:


    Router aus. Router an. Noch mal probieren. Deutschland macht das seit Jahren genauso.

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    53 Min.
  • 033 - Ohne euch ist alles doof – mit euch meistens noch dümmer
    Oct 21 2026

    Petri wird diesmal praktisch direkt aus dem Bett in die Aufnahme gezerrt, Patrick kommt frisch aus dem Teildienst und klingt dank versehentlich aktivierter Soundeffekte die ersten Minuten ungefähr so, als hätte er sich gleich mehrfach zur Schicht eingeteilt.


    Also alles wie immer: keiner ganz wach, aber beide schon wieder mit Meinung.


    Danach wird’s pflegerisch. Und zwar auf diese ganz besondere Art, bei der man sich irgendwann fragt, ob Fachkräftemangel vielleicht nicht nur eine Frage der Menge ist.


    Ein Kumpel bringt Geschichten aus der Ausbildung mit und plötzlich stehen Fragen im Raum wie:


    Warum sitzt man als Azubi am Handy, obwohl noch Patienten unversorgt sind?

    Warum läuft man an Zimmern vorbei, auf die man gerade einfach keinen Bock hat?

    Und vor allem:


    Wie schafft man es bitte, eine Infusion mit Sauerstoff zu verwechseln?


    Kleine Fortbildung am Rande: Sauerstoff wird bei ungefähr −183 Grad flüssig. Falls ihr also irgendwann eine Infusion in diesem Temperaturbereich seht, bitte nicht einfach anhängen und hoffen, dass es „schon passen wird“.


    Aber bevor jetzt jemand anfängt mit:


    „Diese Jugend von heute …“


    Keine Sorge.


    Die examinierten Fachkräfte liefern selbstverständlich auch.


    Zum Beispiel dann, wenn ein Mensch offensichtlich in der finalen Phase liegt und erstmal noch jemand mit der Blutdruckmanschette um die Ecke kommt.


    Nach dem Motto:


    „Er reagiert nicht mehr.“

    „Okay. Aber hat schon jemand Blutdruck gemessen?“


    Ja. Genau daran wird’s jetzt liegen.


    Wir sprechen außerdem über Menschen, die mit 90 plötzlich wieder am Tisch sitzen, obwohl man innerlich schon das Zimmer neu vergeben hatte, über alte Akkus mit 65 Prozent Restanzeige und null Lebenswillen sowie über Blutdruckmessgeräte vom Discounter, deren Manschette bei der ersten Benutzung offenbar einfach sagt:


    „Ich bin raus.“


    Natürlich schweifen wir wieder komplett ab.


    Es geht um Schulzeit, Facebook-Nostalgie, „Petri Heil“, Doppelnamen mit historisch sehr unglücklichem Potenzial, Rollstuhlpositionen im Millimeterbereich, Wundversorgung nach persönlicher Einkaufslistenlogik und die ewige Frage, warum Menschen mit sehr viel Geld ausgerechnet bei der dritten Kompresse plötzlich anfangen, Unternehmensberatung zu spielen.


    Und dann kommt noch die vielleicht verstörendste Erkenntnis der ganzen Folge:


    Patrick arbeitet in der Pflege, trinkt keinen Kaffee, kein Bier und raucht nicht.


    Petri fragt zurecht:


    Was ist mit diesem Mann eigentlich verkehrt?


    ⚠️ In dieser Folge sprechen wir stellenweise auch über Sterben, Tod und palliative Situationen.


    🎧 Folge 33: „Ohne euch ist alles doof – mit euch meistens noch dümmer“


    Kaffee kalt, Puls hoch – Zwei Pflegekräfte, zu wenig Personal, zu viele Stories.


    Und die wichtigste Erkenntnis:


    Das Licht ist an. Ob jemand zu Hause ist, klären wir nächste Woche.


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    57 Min.
  • 032 - Weicher Stuhl, harte Landung & die letzte Party
    Oct 14 2026

    Andere gehen im Megapark feiern – Sebastian geht dort pinkeln. Patrick schafft es währenddessen sogar zu Hause, für Schlagzeilen zu sorgen: Sein Stuhl ist zusammengebrochen. Wenigstens kann er jetzt von sich behaupten, auch ganz ohne Medikamente weichen Stuhl zu haben. 💩


    Willkommen zu Folge 32 von „Kaffee kalt, Puls hoch“ – der Podcast, bei dem selbst Möbel irgendwann sagen: Ich kann das alles nicht mehr.


    Patrick nimmt uns diesmal mit auf seine absolut entspannte und überhaupt nicht nervenzerstörende Rückreise aus Mallorca. Geplanter Abflug: 13 Uhr. Zuhause: Mitternacht. Dazwischen: technische Probleme am Flugzeug, Verspätungen, ein viel zu warmer Flieger ohne Klimaanlage, ein Kapitän mit ausgesprochen beruhigenden Informationen über Triebwerksprobleme, ein Bus, der wegen ungefähr einem Meter 15 Minuten wartet, Gepäck mit Arbeitsverweigerung und ein Shuttlefahrer, mit dem Patrick kommunikativ ungefähr so gut harmoniert wie Pflegepersonal mit dem Wort „Personalüberschuss“. ✈️


    Kurz gesagt: Andere kommen aus dem Urlaub erholt zurück. Patrick kommt zurück und braucht erstmal Urlaub.


    Und dann machen wir das, was dieser Podcast besonders gut kann: Wir wechseln ohne Vorwarnung von Urin im Megapark und kaputten Stühlen direkt zum Tod.


    ⚠️ Triggerwarnung: Wir sprechen in dieser Folge ausführlicher über Tod, Sterben, Beerdigungen, Palliativversorgung und den Verlust von Angehörigen.


    Denn wir fragen uns: Warum muss eine Beerdigung eigentlich immer schwarz, still und maximal traurig sein?


    Darf eine Beerdigung bunt sein?

    Darf gelacht werden?

    Darf Death Metal laufen?

    Darf man im Union-Trikot erscheinen?

    Und darf eine Beerdigung vielleicht sogar schöne Erinnerungen schaffen, anstatt ausschließlich von Trauer bestimmt zu sein?


    Wir sprechen über individuelle Abschiede, Beerdigungsverfügungen, Patientenverfügungen, unsere Erfahrungen aus der Pflege, Gespräche mit Sterbenden und Angehörigen – und darüber, warum wir uns vielleicht alle ein bisschen früher mit der Frage beschäftigen sollten:


    Wie möchte ich eigentlich irgendwann verabschiedet werden?


    Außerdem erfahren wir, dass es tatsächlich Menschen gibt, die freiwillig auf fremde Beerdigungen gehen, Petri offenbar irgendwann mit Skillet – Monster verabschiedet werden möchte und Patrick vorsorglich schon mal sämtliche Details für Petris zukünftige Beerdigung sammelt.


    Und weil bei uns eine Aufnahme ohne technische Probleme offenbar gegen die Podcast-Satzung verstößt, verabschiedet sich zwischendurch natürlich auch noch Discord.


    📍 Vom 30.10. bis 01.11. sind Patrick und Petri gemeinsam in Berlin!


    Wir halten euch über Instagram auf dem Laufenden, wo ihr uns antreffen könnt. Wer Bock hat, kann vorbeikommen, quatschen, über Pflege reden oder einfach kontrollieren, ob Patricks nächster Stuhl noch hält.


    Also: neue Folge rein, Kaffee kalt werden lassen und Puls hochfahren.


    Kaffee kalt, Puls hoch – Zwei Pflegekräfte, zu wenig Personal, zu viele Stories.


    Und wie immer:


    Hals und Beinbruch. ☕️🫀

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    47 Min.
  • 031 - I’M SANITÄR! – Malle, Palliativ & eine Seerobbe auf Speed
    Oct 7 2026

    Patrick ist zurück aus Malle – brauner, schmaler und sprachlich offenbar komplett entgleist. Nach sieben Stunden Palma bei 32 Grad ist das englische Wort „Nurse“ einfach weg. Also wird aus der Pflegefachkraft kurzerhand ein Sanitärfachmann.


    „I’m sanitaire. I work with people.“

    Was soll da schon schiefgehen?


    Spoiler: Ein dänischer Tourist glaubt plötzlich, Patrick repariere Toiletten – und versteht überhaupt nicht, warum dieser Klempner Menschen beim Ausziehen hilft, Medikamente verteilt und dabei erstaunlich wenig Werkzeug benutzt.


    Während Patrick sprachlich noch zwischen Mallorca und Baumarkt festhängt, widmen wir uns den wirklich wichtigen Fragen des Pflegealltags: Wie schnell schiebt Petri Patienten eigentlich auf die Palliativstation? Kann wirklich „jeder“ Pflege? Wo endet Waschen – und wo beginnt professionelle Pflege? Und steckt im Spruch „Wer nichts kann, geht in die Pflege“ vielleicht mehr Wahrheit, als uns lieb ist?


    Außerdem stolpert Patrick nach zwei Wochen Mallorca versehentlich auf Englisch in seinen ersten Arbeitstag, Petri berichtet von einem seltenen Dienst, an dem tatsächlich Zeit für Patienten übrig war, und Hanna wird spontan live angerufen, um endlich eine Frage aus der letzten Folge zu beantworten. Denn nichts sagt „professionelle Vorbereitung“ so überzeugend wie ein Überraschungsanruf.


    Nebenbei klären wir, dass wir offiziell noch zur jüngeren Generation gehören – und dass Petri offenbar klingt wie eine Seerobbe auf Speed.


    Und Ende Oktober wird es ernst: Kaffee kalt, Puls hoch erstmals Face-to-Face aus Berlin. Keine Distanz mehr, keine Ausreden, vermutlich nur ein Mikrofon und mindestens ein überforderter Gesichtsausdruck.


    50 Minuten kontrollierter Kontrollverlust – wir sind wieder da.


    🎙️ Kaffee kalt, Puls hoch

    Zwei Pflegekräfte, zu wenig Personal, zu viele Stories.

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    53 Min.
  • 030 - „WER NICHTS KANN, GEHT IN DIE PFLEGE?!“ – Frauenquote, KPH & Klartext
    Sep 30 2026

    Patrick liegt auf Malle – also übernimmt Petri. Und weil alleine reden irgendwann auch komisch wird, sitzt diesmal seine beste Freundin Hanna mit am Mikrofon.

    Hanna ist Krankenpflegehelferin – Krankenpflegehelferin, bitte! Den Titel hat sie sich schließlich verdient. 😌

    Sie erzählt, warum sie sich damals für die KPH-Ausbildung entschieden hat, warum aus der anschließenden Fachkraftausbildung nichts wurde und weshalb sie heute eigentlich viel lieber in Richtung Heilerziehungspflege gehen würde.

    Und dann fällt dieser Satz:

    „Wer nichts kann, geht in die Pflege.“

    Autsch. 😬

    Natürlich bleibt der nicht einfach so stehen. Petri und Hanna diskutieren darüber, warum manche Menschen in der Pflege schlicht falsch aufgehoben sind, wie viel Fachlichkeit auch von Hilfskräften erwartet werden sollte – und warum schlechte Vorbilder irgendwann zum berühmten „Das haben wir schon immer so gemacht“ führen.

    Außerdem geht es um eine Frage, die im Pflegealltag gerne unterschätzt wird: Wie reden wir eigentlich mit erwachsenen Menschen?

    „Na, meine Liebe?“
„Na, mein Schatz?“
Einfach ungefragt duzen?

    Für Hanna ein absolutes No-Go. Petri sieht es bei Menschen mit Demenz etwas differenzierter – und plötzlich stecken die beiden mitten in einer Diskussion über Respekt, Nähe, Distanz und darüber, wo professionelle Pflege eigentlich aufhört und echte Menschlichkeit anfängt.

    Hanna erzählt außerdem von einem Bewohner, vor dem andere teilweise Angst hatten – und bei dem sie irgendwann merkte, dass er vor allem eines brauchte: Zeit, Aufmerksamkeit und jemanden, der ihn nicht wie ein Problem behandelt.

    Dazu gibt’s Geschichten aus der ambulanten Pflege, fragwürdige Abrechnungen, Rezepte aus der Apotheke, Angehörige, die auch mal nerven können, Katheterkunde, einen angeblichen Mikropenis und die Frage, warum Menschen mit Behinderung nicht viel stärker in Pflege, Betreuung und Tagespflege eingebunden werden.

    Kurz gesagt:

    ☕ Kaffee ist da.
❤️ Menschlichkeit wäre auch ganz praktisch.
🤬 Und der Puls geht selbstverständlich trotzdem hoch.

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    59 Min.
  • 029 - BAHNCHAOS, HÜHNERBRUST & MALLE – Pflege, Preise & Politik
    Sep 23 2026

    Patrick hat noch nicht mal den Koffer richtig gepackt, da muss natürlich vorher noch eine Folge aufgenommen werden. 😄 Kurz vor dem Abflug nach Mallorca geht’s deshalb noch einmal quer durch alles, was bei Kaffee kalt. Puls hoch. dazugehört.


    Patrick erzählt von seinem Auftritt in Braunschweig, einer völlig überfüllten Zugfahrt, ausgefallenen Verbindungen, schmerzhaften Kofferkontakten und einem Bahnhof, der bei ihm eher weniger Urlaubsgefühle ausgelöst hat. Dazu sprechen wir über explodierende Kaffee- und Spritpreise, den Alltag im ambulanten Pflegedienst und die Frage: Wie bezahlbar wird Pflege eigentlich in 20 Jahren noch sein?


    Außerdem geht es um Barrierefreiheit, finanzielle Probleme im Alter, gesellschaftliche Herausforderungen und natürlich wieder ein bisschen Politik.


    Und dann wäre da noch Folge 30: Während Patrick auf Mallorca auf der Liege liegt, bekommt Petri nämlich Unterstützung. 👀


    Also: Kaffee kalt, Puls hoch – und Patrick erstmal im Urlaub. 🌴🍹


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    1 Std. und 3 Min.
  • 028 - KANN ES SEIN, DASS DU DUMM BIST?! – Inklusion, Pflege & ganz viel Bürokratie
    Sep 16 2026

    Patrick kann nicht laufen. Petri kann nicht saugen. Kompetenz sieht anders aus – also eigentlich alles wie immer. Zeit für eine neue Folge Kaffee kalt, Puls hoch. ☕️🚨


    Während Patrick wenige Tage vor seinem Mallorca-Urlaub mit einem lädierten Fuß kämpft, schafft Petri es, sich beim Wechseln eines Staubsaugeraufsatzes in die Hand zu schneiden. Und damit wäre das pflegerische Kompetenzniveau dieser Folge eigentlich ausreichend beschrieben.


    Aber irgendwann wird es tatsächlich ernst:


    Eine Pflegekraft ruft wegen massiver Unterbesetzung im Pflegeheim die Polizei. Was muss in einem Dienst passieren, damit man als Pflegekraft irgendwann sagt: Ich kann die Versorgung der Menschen hier nicht mehr sicherstellen? Und wer trägt am Ende die Verantwortung?


    Von dort landen wir beim eigentlichen Schwerpunkt der Folge: Menschen mit Behinderung und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.


    Petri erzählt von seinen eigenen Geschwistern und davon, was es bedeutet, in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu arbeiten. Wir sprechen über Bezahlung, Wertschätzung und darüber, warum Menschen trotz einer 40-Stunden-Woche teilweise nur sehr wenig Geld selbst zur Verfügung haben.


    Und wir stellen eine andere Frage:


    Warum nutzen wir die Fähigkeiten dieser Menschen nicht viel stärker in Pflegeheimen und Krankenhäusern?


    Alltagsbegleitung, Gespräche mit Bewohnern, Spaziergänge, Hol- und Bringdienste, Begleitungen zu Untersuchungen oder einfach fünf Minuten Zeit für einen Menschen – Aufgaben gibt es mehr als genug.


    Genauso sprechen wir über Pflegekräfte mit körperlichen Einschränkungen. Muss eine examinierte Pflegefachkraft nach einem Unfall wirklich aus ihrem Beruf verschwinden, nur weil sie beispielsweise auf einen Rollstuhl angewiesen ist? Medikamente stellen, dokumentieren, Arztgespräche führen, Infusionen vorbereiten oder andere Fachaufgaben verschwinden schließlich nicht plötzlich aus dem eigenen Kopf.


    Dazu gibt’s Diskussionen über Inklusion, Werkstätten, Bürokratie, gesetzliche Betreuung, Fachkräftemangel und die Frage, ob wir Menschen manchmal aus dem Arbeitsleben ausschließen, obwohl wir gleichzeitig überall darüber reden, dass Personal fehlt.


    Und weil wir Kaffee kalt, Puls hoch sind, schaffen wir zwischendurch selbstverständlich noch Abstecher zu Union Berlin, Friedrich Merz, Führerscheinen, Unternehmensgründungen, Passierschein A38 und Patricks bevorstehendem Mallorca-Urlaub.


    Eine Folge zwischen völligem Chaos und einem Thema, über das unserer Meinung nach viel mehr gesprochen werden sollte.


    🎙️ Kaffee kalt, Puls hoch – Zwei Pflegekräfte, zu wenig Personal, zu viele Stories.


    Habt ihr Erfahrungen mit inklusiven Arbeitsplätzen? Arbeitet ihr in Pflege oder Krankenhaus mit Menschen mit Behinderung zusammen? Oder seid ihr selbst betroffen? Schreibt uns eure Erfahrungen, Meinungen und Ideen.


    Und nach knapp einer Stunde bleibt eigentlich nur noch die Frage, mit der diese Folge angefangen hat:


    Kann es sein, dass du dumm bist? 😎

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    58 Min.
  • 027 - FREIZEIT? WELCHE FREIZEIT?! – Schichtdienst, Pflege & Politik
    Sep 9 2026

    Was passiert eigentlich mit dem Privatleben, wenn der Dienstplan das Leben bestimmt?


    In dieser Folge von „Kaffee kalt, Puls hoch“ sprechen Petri und Patrick darüber, wie schwierig es sein kann, im Schichtdienst überhaupt noch vernünftig Freizeit zu planen. Fußball, Konzerte, Comedy-Shows, Familie, Freunde – alles muss irgendwie zwischen Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst, Teildiensten und Rufbereitschaft passen.


    Warum ein Konzert manchmal daran scheitert, dass am nächsten Morgen um 6 Uhr Dienstbeginn ist. Warum ein Fußballspiel zum organisatorischen Großprojekt werden kann. Und warum ein spontanes „Komm doch noch mit was trinken“ für Pflegekräfte manchmal einfach nur bedeutet: „Nein. Ich muss schlafen.“


    Dazu gibt es Geschichten aus dem Pflegealltag, einen kleinen Exkurs über verlorene Kennzeichen, Dienstwagen und natürlich jede Menge Fußball – inklusive Patricks schmerzhafter Erfahrung beim Spiel Bayer Leverkusen gegen Union Berlin.


    Aber wir bleiben nicht nur bei der Pflege: Auch die aktuelle politische Situation kommt zur Sprache. Die Pflege-Reform, ausländische Pflegekräfte, Fachkräftemangel, Bezahlung, Steuern, Pensionen und die Frage, wie politische Entscheidungen unser Gesundheitssystem beeinflussen könnten.


    Und natürlich landen wir auch bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und der Frage: Was passiert, wenn die AfD stärkste Kraft wird?


    Eine Folge mit weniger klassischem Pflege-Talk, dafür mit viel Alltag, Politik, Fußball, persönlichen Erfahrungen und – trotz kleiner technischer Hänger – ordentlich Gesprächsstoff.


    ☕ Kaffee kalt. Puls hoch. Freizeit weg.


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    58 Min.