034- Digitalisierung lädt… bitte warten
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Deutschland und Digitalisierung – eine Beziehung ungefähr so stabil wie WLAN im Regionalexpress kurz vor dem Tunnel.
Schon zum Start funktioniert Petris eigentliche Kamera nicht, Patrick wartet darauf, dass irgendwas lädt, und eigentlich wäre damit das Thema der Folge schon vollständig erklärt.
Willkommen im digitalen Deutschland. Bitte ziehen Sie eine Nummer.
Diesmal geht’s darum, warum Digitalisierung hierzulande teilweise immer noch behandelt wird wie dunkle Magie mit USB-Anschluss.
Patrick steht im Kassack mit Diensthandy vor einem Klienten und bekommt von zwei älteren Herren zu hören:
„Diese Jugend von heute hängt auch nur noch am Handy!“
Ja, Günther.
Er dokumentiert gerade.
Er spielt nicht Doodle Jump und schreibt auch nicht „hdgdl“ an irgendeine Lisa.
Und damit sind wir mitten im Thema:
📱 Diensthandys in der ambulanten Pflege
💻 digitale Pflegedokumentation
🧾 Leistungsnachweise und verschwundene Kürzel
🏥 Medifox gegen Orbis – also die Frage: Welches Programm hasst dich persönlicher?
💳 Apple Pay, Online-Banking und kontaktloses Bezahlen
🅿️ Parkautomaten, Apps und Menschen, die wahrscheinlich noch einen Fünfer suchen, den sie 1998 eingesteckt haben
👵 ältere Generationen zwischen „Kann ich nicht“ und „Will ich nicht“
🖥️ und der Tatsache, dass ein Doppelklick im Jahr 2026 teilweise immer noch gefeiert wird, als hätte jemand gerade die Raumfahrt neu erfunden.
Natürlich machen wir aber nicht einfach:
„Haha, Oma kann kein Smartphone.“
Denn Digitalisierung funktioniert nur, wenn beide Seiten mitmachen.
Wenn Erna mit 85 zum ersten Mal kontaktlos bezahlt und dafür zehn Sekunden braucht, dann kann Kevin hinter ihr vielleicht kurz überleben, ohne demonstrativ zu seufzen.
Es wird schwer.
Aber wir glauben an ihn.
Gleichzeitig ist:
„Früher brauchten wir das nicht“
irgendwann auch kein Argument mehr.
Früher hatte ein Fernseher drei Programme.
Heute hat er WLAN, Apps, Sprachsteuerung, Bluetooth, fünf Updates pro Woche und wahrscheinlich bald mehr Persönlichkeit als der Besitzer.
Der eigentliche Fortschritt?
Beim Röhrenfernseher kam der Bandscheibenvorfall noch kostenlos dazu.
Außerdem in dieser Folge:
🏃 Petri läuft seine ersten offiziellen 10 Kilometer in 48 Minuten und besitzt danach offenbar zwei Portionen Vanillepudding statt Waden.
🪑 Patricks legendärer Klappstuhl bekommt nochmal einen würdevollen Nachruf, obwohl Patrick emotional ungefähr so gebunden wirkt wie an einen Kassenzettel vom Aldi.
💾 Wir reden über Disketten, Windows 98 und eine Zeit, in der Petris Schultüte tatsächlich noch in D-Mark bezahlt wurde.
Ja.
Petri ist offiziell alt.
🥙 Nebenbei trauern wir Dönerpreisen von 2,50 € hinterher und merken, dass diese Folge langsam mehr Geschichtsunterricht als Podcast wird.
👖 Schlaghosen feiern ihr Comeback, obwohl die Menschheit mehrere Jahrzehnte Zeit hatte, diesen Fehler zu verarbeiten.
🍾 Patrick verliert während der Aufnahme einen längeren Kampf gegen einen Flaschenverschluss.
Digitalisierung diskutieren, aber an einer Flasche scheitern.
Wir nennen das konsequent.
Und natürlich:
⚽ Berlin steht an. Union steht an. Und Folge 35 wird tatsächlich zum ersten Mal gemeinsam vor Ort aufgenommen.
Nach 34 Folgen digitaler Freundschaft treffen wir uns also wirklich.
Was soll schon schiefgehen?
Kurz gesagt:
Wir starten bei Digitalisierung in der Pflege und landen irgendwie bei Medifox, D-Mark, Röhrenfernsehern, Schlaghosen, Parkautomaten und Bandscheibenvorfällen.
Also exakt die stringente Themenführung, für die dieser Podcast bekannt ist.
🎧 Folge 34: „Digitalisierung lädt… bitte warten“
Kaffee kalt, Puls hoch – Zwei Pflegekräfte, zu wenig Personal, zu viele Stories.
Und wenn die Folge bei euch nicht lädt:
Router aus. Router an. Noch mal probieren. Deutschland macht das seit Jahren genauso.