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Nachtflug

Sprecher: Gert Westphal
Spieldauer: 2 Std. und 34 Min.
4 out of 5 stars (4 Bewertungen)

Regulärer Preis: 6,95 €

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Inhaltsangabe

Als Fabien seine kleine Maschine in das Gold des Abends lenkt, weiß er um das Risiko des Nachtfluges nach Buenos Aires. Sein Vorgesetzter drängt; der Flugplan muss unter allen Umständen eingehalten werden. Ein Unwetter tobt über Südamerika, als der Funkkontakt zu dem Postflieger endgültig abbricht.

Dreizehn Jahre nach dem fiktiven Verschwinden Fabiens ereilt den Autor dieser atemlosen Geschichte über Pioniergeist und unbedingten Fortschrittswillen ein ähnliches Los: bei einem Aufklärungsflug verschwindet Exupérys Maschine spurlos - das Schicksal ist ein unberechenbarer Schriftsteller.

©2019 DAV (P)2019 DAV

Hörerrezensionen

Bewertung

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Gert Westphals Absturz

So sehr ich Gert Westphal als Sprecher von Thomas Mann und Theodor Fontane schätze, so sehr ist er für Antoine de Saint-Exupérys Nachtflug die völlige Fehlbesetzung. Der genau richtige wäre hier der unbekannte Sprecher gewesen, der die einleitenden Worte zu Nachtflug „Willkommen bei Audible, gute Unterhaltung“ spricht. Westphal hört sich im Nachtflug an, als würde der ehemalige Lufthansa-Kapitän Rudolf Braunburg 25 Jahre nach seiner Pensionierung einige seiner Fliegergeschichten vorlesen. (Braunburg schrieb zum Spaß in seiner Freizeit mehr als 70 Bücher, ein unter Piloten gar kein so seltenes Phänomen des Drangs zur Literatur, auch Ärzte werden manchmal vom Schreibzwang angesteckt.) Ich möchte Braunburg keine literarische Qualität absprechen, das steht mir nicht zu, und sicher, wäre er nicht betagt 1996 gestorben, könnte er noch den einen oder anderen in senile Begeisterungsstürme versetzen. – Mein Gott, als Saint-Exupéry Nachtflug schrieb, war er 30 Jahre alt und seit vier Jahren Pilot! Es sollte doch möglich sein, so etwas bei der Auswahl eines Sprechers zu berücksichtigen. Hier blickt doch niemand am Ende eines langen Lebens in philosophischen Monologen auf sein Dasein zurück!

Doch nicht nur Westphals sehr gealterte Stimme ist hier schuld am Absturz, es ist auch ein schier unerträgliches Pathos, mit dem er die von Eva Moldenhauer kongenial aus dem Französischen übertragene Geschichte vorliest. Wie schade für so ein wunderbar geschriebenes und hervorragend übersetztes Buch!

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