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Nachleben

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Nachleben

Von: Abdulrazak Gurnah, Eva Bonné - Übersetzer
Gesprochen von: Sithembile Menck
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Der aktuelle Roman des Literaturnobelpreisträgers im Hörbuch – erstmals auf Deutsch.

Ilyas ist elf, als er aus Not sein bitterarmes Zuhause an der ostafrikanischen Küste verlässt und von einem Soldaten der deutschen Kolonialtruppen zwangsrekrutiert wird. Jahre später kehrt er in sein Dorf zurück, doch seine Eltern sind tot. Ilyas macht sich auf die Suche nach seiner kleinen Schwester Afiya, die bei Verwandten untergekommen ist, wo sie wie eine Sklavin gehalten wird und niemand ihre Talente sehen will. Auch ein anderer junger Mann kehrt nach Hause zurück: Hamza war von seinen Eltern als Kind verkauft worden und hatte sich freiwillig den deutschen Truppen angeschlossen. Mit nichts als den Kleidern am Leib sucht er nun Arbeit und Sicherheit – und findet die Liebe der klugen Afiya. Während das Schicksal die drei jungen Menschen zusammenführt, während sie leben, sich verlieben und versuchen, das Vergangene zu vergessen, rückt aus Europa der nächste Weltkrieg bedrohlich näher...

Nachleben, der jüngste Roman des Nobelpreisträgers Abdulrazak Gurnah, ist die ebenso kluge wie bestürzende Geschichte von Menschen, die im Schatten der kolonialen Weltordnung um ihre Unversehrtheit kämpfen.

©2022 Penguin Verlag (P)2022 der Hörverlag

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Kritikerstimmen

Gurnah erzählt verdammt großartige Geschichten. Die Sprache ist provozierend einfach, betont schnörkellos und unprätentiös, von einer so schlichten Schönheit, die sich nur jemand erlaubt, der sich nichts beweisen muss.
-- DIE ZEIT

Alle Sterne
Am relevantesten
dass es sich nicht um ein buch handelt in dem Moral, gut oder böse, richtig und falsch zum Thema gemacht wird sondern die Vielfältigkeit des (menschlichen) Seins.

es ist ein geschlossenes ganzes

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Gurnah beschreibt mit Ausdauer und Genauigkeit, was die koloniale Herrschaft für die Beherrschten bedeutete. Er beschreibt sehr nüchtern den Alltag, der sich daraus ergibt. So entsteht Empathie über kulturelle und politischen Grenzen hinweg, ein wichtiger Beitrag gegen drn grassierenden Rassismus.

Was Kolonialismus bedeutet

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Eine Geschichte, die unter die Haut geht und viel über die Zeit sagt. Absolut lesenswert.

Lesenswert!

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Großartiger Erzähler mit vielen Details und genauer Beschreibung des Alltags und des Lebens in Ostafrika- zu Recht verdient der Nobelpreis für Literatur

Der historische Bogen und die wunderschönen sprachlichen Bilder der Erzählung sind absolut packend

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In der ihm eigenen, einfachen und klaren Sprache erzählt Gurnah von den Verstrickungen Weisser und Schwarzer, Kolonialisten und Afrikanern in der Zeit vom ersten Weltkrieg bis in die 1960er Jahre aus der Perspektive eines anonymen Beobachters. Durch die schlichten, schnörkellosen Sätze nimmt der Roman fast die Gestalt eines Berichts an, der - ohne zu moralisieren - die barbarischen und die wohltätigen Handlungen der "Zivilisierten" mit der in Zersetzung begriffenen Kultur der "Primitiven" verbindet. So weit, so gut und interessant. Ganz besonders der Aspekt, dass die Geschichte schliesslich nach Deutschland und zu einer historisch belegten Verbindung Schwarzer und Nazis führt. Gurnah, der uns das alles berichtet, ist ein Mann von über siebzig Jahren zum Zeitpunkt des Erscheinen von "Nachleben". Wie kann man da auf die Idee kommen, die Geschichte von einer jungen Frau mit mädchenhafter Stimme lesen zu lassen? Der eine Stern für ihre Leistung ist ungerecht. Sie liest ordentlich, aber sie ist völlig ungeeignet, die Lebenserfahrung eines Gurnah zu verkörpern. Was für eine unglückliche Entscheidung!

Ein grosses Buch in falscher Stimme

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