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Inhaltsangabe

Carl Jacob Candoris, Mathematiker, Weltbürger, Dandy und Jazz-Fan, ist fünfundneunzig, als er seine Lebensbeichte ablegt. Aufschreiben soll sie der Schriftsteller Sebastian Lukasser, Sohn des Gitarristen Georg Lukasser, den Candoris in den Jazz-Kellern im Wien der Nachkriegsjahre kennengelernt hat. Im Spiegel zweier ungleicher Familien entsteht so ein kluger, reicher, witziger und lebenssatter Generationenroman über unsere Zeit.

Der Sprecher Jürgen Uter erzählt unaufdringlich und mit großer Intensität die Geschichte zweier Menschen, die gleichzeitig die Geschichte eines Jahrhunderts ist.

(c)+(p) 2007 JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH

Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

  • 4 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    236
  • 4 Sterne
    100
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    61
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    31
  • 1 Stern
    30

Sprecher

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    126
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    3

Geschichte

  • 4 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    92
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    37
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    22
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    12
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    9
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    5 out of 5 stars
  • Peter
  • Isny, Deutschland
  • 01.07.2008

Verblüffend realistisch und lebendig

Ganz ehrlich: Ich habe versucht herauszufinden, ob es den wiener Jazzmusiker Georg Lukasser tatsächlich gegeben hat, der nie mit Atilla Zoller zusammen spielen wollte, sich zu den größten Viruosen auf der Gitarre seiner Zeit zählen durfte, in einem Atemzug mit Django Reinhardt, Barney Kessel oder Charlie Christian genannt wurde und doch am Ende an sich scheiterte.
So hat mich dieses Hörbuch gefesselt, mit seinen Bögen durch die Zeit vom Ende des 18 Jhrd. bis hinein ins neue Jahrtausend, mit seinen Zeitsprüngen, der Verknüpfung von Weltgeschehen mit eigener Geschichte und Vergangenheit.
Gelangweilt habe ich mich keine Minute, im Gegenteil, besonders spannend fand ich das Erzählen von Begebenheiten aus verschiedenen Blickwinkeln und in unterschiedlicher zeitlichem Abstand zum Ereignis.
Am meisten fasziniert hat mich der Gedanke der letzten Geschichte, beginnend in der Hochblüte des Kolonialismus bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts - Aussitzen und Ausschwitzen aller Dummheit des Nationalismus und des Wahnsinns zweier Weltkriege.

Aber ich will nicht vorgreifen - viel Freude bei hören - ich kannŽs nur wärmstens empfehlen!!!

59 von 60 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars

Köhlmeiers bestes Buch bisher!

Ein fantastischer Roman, eine unglaublich vielschichtige Handlung, die von der zwiespältigen Kriegsbegeisterung im Sommer 1914 bis zur Jahrtausendwende reicht. Darüber hinaus die Porträts dreier höchst vielschichtiger Charaktere, eine brillante Verflechtung von Geschichte und Psychologie, von der 'großen Weltbühne' mit der Lebensbewältigung des 'kleinen Mannes'. Das Buch weist zwar zwischendurch einige Längen auf, trotzdem: klare Kaufempfehlung!!

48 von 49 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Jürgen
  • Gau-Odernheim, Deutschland
  • 14.10.2012

Intensives, vielschichtiges Jahrhundertepos

Ich habe gerade zum vierten Mal dieses nahezu 30-stündige erzählgewaltige Hörbuch “verschlungen”, dabei wieder Neues entdeckt und schwärme somit nicht voreilig.

Erzählt wird die Geschichte des Carl Jakob Candoris aus der Perspektive seines Patenneffen, Sebastian Lukasser. Candoris ist ein kluger Mathematiker, rastloser Lebemann und leidenschaftlicher Jazz-Liebhaber, der zum Ende seines Lebens den schriftstellernden Lukasser (unverkennbar das Alter Ego des Autoren, Köhlmeier) darum bittet, seine Biographie zu verfassen. Sebastian Lukasser ist der Sohn von Georg Lukasser, einem fanatischen, genialen (Jazz-)Musiker. Sofort nach der Lektüre (was ist eigentlich das Pendant zu Lektüre bei einem Hörbuch?) googelt man wie wild nach diesen drei Hauptfiguren - allerdings vergeblich, denn sie sind fiktiv. Ihre Charaktere, vor allem aber ihre beiden
Lebensgeschichten sind allerdings so lebendig beschrieben, dass es mir auch heute noch schwerfällt, auseinanderzuhalten, was Fiktion und was Zeitgeschichte ist. Ein “Spoiler” vorab: die für mich fesselndste und beunruhigendste Episode des Massenmörders Hanns Alverdes ist fiktiv, obgleich die Figur sehr kunstvoll in die blutige und menschenverachtende Niederschlagung des Aufstandes der Hereros in “Deutsch-Südwestafrika” eingebettet ist.

Um es zusammenzufassen, hervorragende professionelle (und nicht nur deshalb sicher bessere) Rezensionen sind an verschiedenen Orten zu finden (ganz toll z.B. zeit.de/2007/39/L-Koehlmeier), hier meine Empfehlungen im einzelnen, ein bisschen danach aufgeteilt, welche Kategorien von Geschichten in der jeweiligen Interessensphäre liegen (nach dem Schema, wenn man x mag, lautet meine Empfehlung y):

Biographien:
Unbedingt, tatsächlich handelt es sich ja um die Biographie des Carl Jakob Candoris

Geschichte, Politik, Zeitgeschehen:
Sowieso, die jüngere deutsche Geschichte (vielleicht seit den 1890er Jahren) bis fast zur Gegenwart wird beleuchtet. Dabei fällt der Blick des Autors sehr persönlich und überhaupt nicht kopf- oder “bildungslastig” aus, beschrieben werden so interessante Personen wie die katholische Nonne und Philosophin Edith Stein, die Mathematikerin Emmy Nöther, Robert Oppenheimer, diverse Musiker, …

Krimis/Thriller:
Einige Episoden sind höchst spannend und man muss zwingend zu Ende lesen, da der Autor sie teilweise erst zum Ende zusammenführt.

Liebe:
Nimmt natürlich breiten Raum ein, aber selten in einem romantischen Sinne, sondern eher in einem sehr handfesten, realistischen Sinn. Alle der im Roman dargestellten Liebesbeziehungen sind auf eine interessante Art “verwickelt”.

Reisen/Abenteuer:
Tatsächlich ist entweder Lukasser oder Candoris ständig auf Reisen. Es verschlägt uns u.a. nach Südamerika, Russland, ins eisige Nordamerika.

Ein Wort noch zum Vorleser, Jürgen Uter. Er liest wahnsinnig ruhig und gerade zum den alten und müden Carl sehr eindringlich. Figuren mit ihren oftmals merkwürdigen Dialekten gelingen ihm perfekt und glaubwürdig.

18 von 18 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars

Großer Roman

Abendland ist ein Roman der Klasse, von der leider viel zu wenige bei Audible angeboten werden. Insofern schließe ich mich den anderen Rezessenten an. Großartig vertont von Herr Uter. (Gelesen wäre eine Untertreibung). Nachdem ich ihn ganz gehört habe, höre ich zwischendurch immer wieder einige Abschnitte einfach der Qualität wegen. Zwischen all den Fantasy, Grusel und Horror - Krawall-Geschichten, ist ein solches Juwel leider nur selten zu finden und ich verbringe deshalb Monat für Monat Stunden mit der Suche bei Audible. Und wenn ich die vorhergehenden Rezessionen lese, dann weiß ich: ich bin ich nicht alleine. Bitte mehr!

9 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars

Der ganz große Wurf

Jürgen Uter ist einer der brilliantesten Sprecher - nicht "Leser"! -, die ich je gehört habe. Er gibt wirklich jedem einzelnen Charakter dieses enorm vielschichtigen und niemals langweiligen Jahrhundert-Bilderbogens seine eigene Stimme, seinen eigenen Dialekt, seinen eigenen Akzent, ohne auch nur jemals aufgesetzt oder angestrengt zu wirken. Ein unglaublicher Genuss!

6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars

Zwei Lebensgeschichten

Eine bzw. zwei Lebensgeschichten oder Beichten beinhaltet dieses Hörbuch. Der Erzähler der Geschichte spricht wunderbar beide verschiedenen Personen und man ist immer gespannt wie die Geschichte vom Onkel bzw. vom Neffen weitergeht. Lebensgeschichten von Damals und Heute!! Ich habe mich in die Geschichte hineingelebt und war entsetzt, über bestimmte Lebensabschnitte und auch traurig über z.B. Todesfälle ....hatte doch tatsächlich das Gefühl jemanden zu verlieren den ich gekannt haben müsste. Ein sehr langes zeitaufwändiges Hörbuch, an dem man dranbleiben sollte!

5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars

Großartig - mehr gibt's nicht zu sagen!

Literatur vom Feinsten und ein Sprecher, der mich überrascht hat. Positiv!
Köhlmeier ist weniger ein Literat als ein Erzähler. Er kann es mit Scheherazade aufnehmen.

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars

Hinreißend gelesen!

Ineinander verschachtelte Erzählungen, Figuren, die wie Menschen im richtigen Leben erst über Ihre Biographie sich entdecken, große Sinnzusammenhänge und kleine Handlungssprünge - das alles über 29 Stunden lang wunderbar unprätentiös erzählt von Michael Köhlmeier und zum Niederknien gut, geradezu liebevoll unaufgeregt gelesen von Jürgen Uter. Da hat einer was zu sagen. Und ich habe so gerne zugehört. Dankeschön.

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    4 out of 5 stars

Schön!

Für mich war das Hörbuch ein Genuss: schöne Sprache, schöne Stimme, schöne Gefühle. Und: Keine Hektik, kein Geplänkel, keine Oberflächlichkeit. Heutzutage eine Seltenheit.

6 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    3 out of 5 stars

Abendland

Das Hörerlebnis an sich vom Sprecher großartig umgesetzt..... Aber... die Geschichte trägt nicht über 29 Stunden. Der Sprecher macht es zwar angenehm dem Verlauf zu folgen, aber oft möchte man den Autor unterbrechen und an seine eigentliche Geschichte erinnern. Zu weitschweifend und - wie schon in anderen Rezensionen bemängelt - ohne wirkliches Erzählziel. Die Personen bleiben diffus und nicht wirklich lebendig, trotz der unendlichen Beschreibungen. Schade.

13 von 17 Hörern fanden diese Rezension hilfreich