Christian v. Ditfurth
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Christian v. Ditfurth

Christian v. Ditfurth, geboren 1953, ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin und in der Bretagne. Neben Sachbüchern und Thrillern hat er bislang sechs Kriminalromane um den Historiker Josef Maria Stachelmann veröffentlicht. Im März 2018 erschien Stachelmanns siebter Fall »Böse Schatten«. Zuletzt erschienen Ditfurths Eugen-de-Bodt-Thriller »Ultimatum« und »Terrorland«. Anmerkungen zu Eugen de Bodt beziehungsweise: Steckbrief eines unmöglichen Kommissars Leicht haben es seine Bürokollegen nicht mit Eugen de Bodt. Aber die Zusammenarbeit mit ihm lohnt sich. Der Berliner Hauptkommissar stellt sich vor seine beiden Mitarbeiter Silvia Salinger und Ali Yussuf. Fast alle anderen Kollegen im Landeskriminalamt an der Keithstraße warten sehnsüchtig auf de Bodts Scheitern. Das ihm den Rausschmiss einbringen würde oder wenigstens die Versetzung in die Asservatenkammer. Auch seine Vorgesetzten würden ihn lieber heute als morgen loswerden. De Bodt gilt als überheblich, nervt mit Philosophenzitaten. Hält sich nicht an die Regeln. Setzt auf Alleingänge statt auf Ermittlungsroutine. Pfeift auf die Weisungen seiner Vorgesetzten. Vor der Kündigung gerettet haben ihn nur seine Erfolge, mit denen die Chefs sich dann doch gern schmücken. Dabei hätte de Bodt nicht viel gegen einen Rauswurf einzuwenden. Außer dass er Scheitern hasst, mehr noch aber Fremdbestimmung. Wenn er geht, dann, wenn er es will. Bis dahin nervt er seine Umgebung mit seiner Geringschätzung und Besserwisserei, für die nur spricht, dass er es tatsächlich besser weiß. De Bodt hasst seinen Beruf, aber noch mehr hasst er ungelöste Fälle. Polizist wurde er, um seinem Vater eins auszuwischen. Für den bekannten Philosophen und Hamburger Ehrenbürger sind Polizisten Reinigungspersonal. Sie fangen Leute ein, die Heinrich de Bodt für Abschaum hält. Sein einziger Sohn Eugen wühlt im Dreck, so sieht er es. Eugen de Bodts Frau findet das Polizistendasein auch nicht mehr schick. Elvira hat sich an den Schwiegervater angeranzt und die Scheidung eingereicht. Sie bewundert den Grandseigneur. Und der mag schöne Frauen. Vor allem solche, die ihn anhimmeln. Eugen de Bodt bereut längst seine Entscheidung, Polizist zu werden. Er liebt die Philosophie, nicht die Verbrecherjagd. Aber die Kriminalistik stellt Rätsel. Und manche Denksportaufgaben sind nach de Bodts Geschmack. Außerdem, wenn er ginge, könnte er nicht jeden Werktag Silvia Salinger sehen. Eine Beziehung mit ihr hält er für unmöglich. Aber ohne sie geht es auch nicht. (Foto: Selbstporträt)
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