• Bulgarien: Erziehung zu Tugend und Frömmigkeit
    Feb 19 2026

    Ein neues Schulfach sorgt für Debatten über den politischen Kurs des Landes.

    Bulgarien will das Schulfach "Tugend und Religion" verpflichtend einführen. Der Staat soll im Bereich der Erziehung und Moral direkter eingreifen, meinen Regierende und Lehrkräfte. Als Begründung nennen sie steigende Jugendkriminalität und aggressives Verhalten in der Schule. Expert:innen und Oppositionelle befürchten eine gezielte Offensive gegen Liberalismus und Demokratie. Sie glauben, dass unter anderem Russland versucht, über den Religions- und Russischunterricht auf junge Menschen in Bulgarien Einfluss zu nehmen.

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  • Klartext: Über die Zukunft des alpinen Skisports in Österreich
    Feb 18 2026

    Die Bundesregierung hat sich in ihrem Regierungsprogramm zur österreichischen Positionierung als Skination Nummer eins bekannt. Nach dem letzten Alpinbewerb bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina 2026 steht fest: Österreichs Alpin-Team hat eher bescheiden abgeschnitten. Dazu kommen Nachwuchs-Probleme – immer weniger Kinder, vor allem aus dem Osten Österreichs, lernen Skifahren, viele Familien können oder wollen sich den Skisport nicht mehr leisten. Der Klimawandel mit milden und schneearmen Wintern tut das Übrige. Hat der Skisport in Österreich noch eine identitätsstiftende Funktion? Was muss unternommen werden, damit Österreich eine Skination bleibt? Und ist das überhaupt nötig?

    Darüber diskutieren:

    Christian Abenthung, Generalsekretär Snowsport Austria, Dachverband der österreichischen Skilehrerverbände
    Renate Götschl, Präsidentin Landesskiverband Steiermark und ehemalige Ski-Rennläuferin
    Rudolf Müllner, Historiker und Sportwissenschafter, Universität Wien

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  • Wie die "Wendekinder" die DDR-Erinnerung übernehmen
    Feb 17 2026

    Die Teilung und die Wiedervereinigung Deutschlands zeitigen bis heute Folgen in vielerlei Hinsicht. „Wendekinder“, die einen Teil ihrer Jugend in der DDR oder unmittelbar nach dem Mauerfall erlebten, leiden laut Soziolog:innen mitunter noch heute an mentalen oder physischen Problemen.
    Die politischen Folgen zeigen sich in den Erfolgen der Ost-West-Polarisierung durch die AfD und - im Vorfeld der vier kommenden Landtagswahlen - an hitzigen Wortgefechten zwischen „Nostalgikern“ und denen, die die DDR ausschließlich als Unrechtsregime ansehen.
    Die Generation der „Wendekinder“ will sich jetzt mit Initiativen verschiedenster Art stärker in die Erinnerungsdebatte einbringen und der Frage nachgehen, was aus der deutsch-deutschen Geschichte für die Gegenwart zu lernen ist.

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  • Die Taliban: Zwischen Radikalität und Pragmatismus
    Feb 16 2026

    Afghanistan ist im fünften Jahr der Herrschaft der Taliban deren Ziel eines totalitären Gottesstaates deutlich näher gekommen. Vor allem in den Städten herrscht Angst – vor den Patrouillen der Sittenpolizei und dem allgegenwärtigen Geheimdienst.
    Gleichzeitig wird immer klarer, dass die Taliban keine homogene Gruppe sind. Es gibt deutliche Brüche zwischen den Pragmatikern in der Hauptstadt Kabul und den besonders Radikalen im südafghanischen Kandahar. Dort sitzt der Emir, der oberste Autorität im Land ist und dessen Name der Taliban-Staat trägt: Islamisches Emirat. Er ordnete jüngst an, das Internet zu blockieren, er lässt Mädchen nicht in die Schulen und Frauen nicht studieren – doch seine Dekrete werden regelmäßig von Gemäßigteren sabotiert. Wohin also steuert das Land der Taliban?

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  • Ukraine: Vier Jahre Krieg und kein Ende?
    Feb 11 2026

    Am 24.2.2022 hat Russland die Ukraine mit einem Großangriff überzogen; was als Blitzkrieg geplant war, dauert bis heute an und ist längst zum Abnützungskrieg geworden. Schätzungen zufolge wurden rund 400.000 Soldaten auf beiden Seiten sowie tausende Zivilisten getötet und doppelt so viele verwundet. Für die Menschen in der Ukraine hat der jahrelange Krieg Zerstörung, Gewalt, Verluste und Angst und eine psychische Dauerbelastung gebracht. Über 6 Millionen Ukrainer:innen haben ihr Land verlassen.
    Russland zerstört gezielt die ukrainische Energie-Infrastruktur und stößt langsam, aber stetig weiter auf ukrainisches Territorium vor; die russisch-ukrainischen Gesrpäche unter Vermittlung der USA haben bisher keine greifbaren Ergebnisse gebracht, doch US-Präsident Trump macht Druck: Er möchte ein Kriegsende bis Juni.
    Wie kann es weitergehen? Wie lange können die Menschen in der Ukraine noch durchhalten? Und wie kann man sich die Verhandlungen zwischen den beiden Kriegsparteien vorstellen?

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  • Geheilt, aber nicht gesund: Junge Survivors nach Krebs
    Feb 10 2026

    Die Diagnose "Krebs" ist speziell für junge Menschen besonders beängstigend. Jedes Jahr wird in Österreich rund 320 Mal bei unter 18jährigen die Krankheit festgestellt. 80 Prozent der jungen Patient:innen überleben, die Lebensspanne danach wurde bisher zu wenig beachtet. Denn etwa zwei Drittel dieser Survivors- so nennen sich Menschen, die den Krebs hinter sich haben - leiden unter Spätfolgen, verursacht durch den Krebs selbst oder durch die Behandlung.

    Auf ihr Recht auf adäquate gesundheitliche Versorgung, gesellschaftliche Teilhabe, auf Integration am Arbeitsmarkt und auf ein selbstbestimmtes Leben will der Internationale Kinderkrebstag am 15. Februar hinweisen. Es gibt zahlreiche Organisationen und Initiativen, die diese Menschen engagiert unterstützen. Was noch fehlt, ist ein breites Bewusstsein in der Gesellschaft für die Bedürfnisse dieser jungen Menschen. Denn viele von ihnen sind zwar geheilt, aber nicht gesund.

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  • Klartext: Die Schule der Zukunft - weniger Latein, mehr KI?
    Feb 9 2026

    Bildungsminister Christoph Wiederkehr hat einen größeren Umbau der Lehrpläne angekündigt. Künstliche Intelligenz soll künftig mehr Raum bekommen, Unterrichtsstunden für Latein bzw. die zweite lebende Fremdsprache sollen in den Gymnasien hingegen gekürzt werden.
    Die Entrüstung ist bei AHS-Leher:innen groß, sie sprechen von einem Anschlag auf die Gymnasien. Prominente aus Wissenschaft und Kultur haben eine Petition gegen die Kürzungen unterschrieben, Latein sei Basis unseres Denkens. Zustimmung für Wiederkehrs Pläne kommt hingegen vonseiten der Wirtschaft.
    Wie wichtig ist Latein-Unterricht heute? Sind die Lehrpläne noch zeitgemäß? Und was soll Schule vermitteln?

    Darüber diskutieren:

    Farah Denno, AHS-Landesschulsprecherin (Wien)
    Martina von Künsberg Sarre, stv. Klubobfrau und Bildungssprecherin (NEOS)
    Clara Ledermann, AHS-Lehrerin (Latein, Deutsch), Verein Sodalitas

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  • Ein neuer Politstar: Japans erste Premierministerin stellt sich den Wählern
    Feb 5 2026

    Japan wählt am kommenden Sonntag ein neues Parlament.
    Sanae Takaichi, die erste Premierministerin der Inselnation, hatte die Neuwahlen ausgerufen: Sie strebt eine stabile Mehrheit für ihre rechtskonservative Koalition an. Sie hat gute Chancen, nach drei Premierministern in nur vier Jahren länger zu regieren und Japan ihren Stempel aufzudrücken. Denn wegen ihres Auftretens und Regierungsstils ist die 64-jährige Politikerin binnen weniger Wochen zu einer regelrechten Kultfigur der Politik mit hohen Zustimmungswerten geworden.
    Allerdings bleibt abzuwarten, ob ihre große Beliebtheit auch ihrer Partei, der LDP, helfen wird. Die seit 1955 fast ununterbrochen regierende Partei hat wegen Skandalen sehr viel Zustimmung verloren, die rechte Kleinpartei Sanseito ist im Aufwind.

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