Folgen

  • AUSGABE 228 (Revolution - wann gelingt sie und wann nicht?)
    Jan 16 2026
    Wann gelingt eine Revolution? Und was folgt auf die Revolte? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der US-amerikanische Politologe Jack Goldstone. Er meint: „Nur die wenigsten Revolutionen führen zur Demokratie“. Was bedeutet Goldstones Analyse für den Massenprotest im Iran, der so brutal niedergeschlagen wird? Darüber diskutieren Markus Lanz und Richard David Precht in dieser Folge, blicken außerdem auf den Arabischen Frühlings und fragen sich, wie es mit uns Deutschen und unseren Revolutionen aussieht. Anders als in Frankreich oder Italien gab es in Deutschland lange keine siegreiche und identitätsstiftende Revolution zur Begründung der Demokratie. Die Friedliche Revolution in Ostdeutschland zeigte 1989 aber sehr anschaulich, wie ein erfolgreicher Umsturz gelingen kann.
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    55 Min.
  • AUSGABE 227 (Venezuela, Grönland – die neue Zeit der Raubtiere?)
    Jan 9 2026
    Donald Trumps Start ins neue Jahr: Erst der US-Showdown in Caracas und dann geht’s gleich mit Grönland weiter? Gab es zwischen Washington und Moskau eventuell eine Absprache, dass jeder in seiner Hemisphäre nach Belieben schalten kann? Mit diesen Fragen gehen Markus Lanz und Richard David Precht in diese Folge. Precht erinnert daran, dass 1989 nach dem gleichen Muster Panamas Diktator Noriega von den USA gestürzt wurde. Auch damals war die Kritik aus dem Westen verhalten. Dabei ist gerade heute das Völkerrecht so essentiell wichtig, besonders für uns in Europa. Warum aber fällt die Reaktion der Bundesregierung dann wieder so kleinlaut aus? Wir haben gerade wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren, meint Markus Lanz. Fällt die Welt unter die Räuber?
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    57 Min.
  • AUSGABE 226 (Wintergespräch mit Florence Gaub)
    Jan 2 2026
    Mit der Zukunftsforscherin Florence Gaub und mit ihrer Zuversicht beginnt das neue Podcast-Jahr. Die Politologin Gaub meint, dass schwierige Zeiten ein guter Moment für Utopien sei. Nach einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung haben 70% der Deutschen positive Vorstellungen für ihre eigene Zukunft. Aber was ist mit den Visionen für die Gesellschaft? Chinesen oder auch Finnen sind optimistische Gesellschaften. „Ist Pessimismus eine typische deutsche Befindlichkeit?“ fragt Markus Lanz. „Moralismus und Schwarzseher ist mit der deutschen Seele sehr verknüpft“, meint Richard David Precht. „Deutsche haben eine hohe Intoleranz gegenüber Unsicherheit,“ so erklärt es die Politologin Gaub. Wir müssen mehr „über das Tun nachdenken“, denn Zukunft, so Gaub, ist vor allem ein Gefühl.
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    1 Std. und 1 Min.
  • AUSGABE 225 (Wintergespräch mit Leon Windscheid)
    Dec 26 2025
    An Feiertagen muss nicht einfach alles stimmen, es muss perfekt sein. Aber warum sind wir an Weihnachten besonders perfektionistisch? Psychologe Leon Windscheid bespricht in dieser zusammen mit Markus Lanz und Richard David Precht, wie man den Drang nach Perfektion in dieser Zeit entfliehen kann. Außerdem ist Einsamkeit ein Thema dieser Folge. Warum fühlen sich immer mehr junge Menschen einsam? Was ist der Unterschied zwischen allein sein und einsam sein? Richard David Precht mag es, hin und wieder allein zu sein. „Alleinsein ist ein Seelenzustand, wenn man in keine Himmelsrichtung mehr andocken kann,“ meint er. Leon Windscheid erklärt, warum Empathie ein Schlüssel zu weniger Einsamkeit und mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt sein könnte.
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    55 Min.
  • AUSGABE 224 (Wintergespräch mit Frauke Brosius-Gersdorf)
    Dec 19 2025
    Entweder die AfD ist gesichert rechtsextrem oder eben nicht. Die Folgen sind herausfordernd, denn entweder man müsste die AfD verbietet oder wie eine normale Partei behandeln. Wie schützt man eine liberale Demokratie, ohne dass man selbst illiberal handelt? Über diese Fragen sprechen Markus Lanz und Richard David Precht heute mit der Top-Juristin Frauke Brosius-Gersdorf. Im Sommer war sie die Kandidatin der Regierung als Richterin am Bundesverfassungsgericht. Doch auf spektakuläre Weise scheiterte kurzfristig ihre Wahl. Was denkt sie nun über die Kampagne gegen sie und über die Zukunft unserer Demokratie?
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    55 Min.
  • SONDERAUSGABE (Markus Lanz trifft Wolodymyr Selenskyj)
    Dec 15 2025
    In dieser Sonderausgabe berichtet Markus Lanz von seinem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Berlin. „Ich habe einen sehr sympathischen und zugänglichen Mann erlebt, dessen Land gerade um das nackte Überleben kämpft“, erzählt er Richard David Precht im Gespräch. In einem sehr persönlichen Moment erzählte Selenskyj Markus Lanz, dass er nie an eine Flucht aus der Ukraine gedacht habe, auch nicht, als US-Hubschrauber bereitstanden. „Die Qualität eines Präsidenten zeigt sich nicht in guten, sondern in schlechten Zeiten.“ Precht möchte wissen, welche Gedanken Markus Lanz aus dieser Begegnung mitnimmt. „Ich bin aufgewühlt und werde noch bis in die Weihnachtstage darüber nachdenken, wie wir wieder zu mehr Moral in der Politik zurückkehren können.“
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    30 Min.
  • AUSGABE 223 (Vergessene Kriege - aus dem Auge aus dem Sinn?)
    Dec 12 2025
    Was im Sudan stattfindet, das übertrifft Gaza und die Ukraine zusammen.“ Diese verstörende Einschätzung stammt von Tankred Stöbe, der für „Ärzte ohne Grenzen“ im Sudan im Einsatz war. „Wie kann es sein, dass wir diesen Krieg trotzdem ignorieren?“, fragt sich Markus Lanz. „Der Sudan ist kein vergessener, sondern ein verdrängter Krieg. Wir haben keine eigenen Interessen dort,“ glaubt Richard David Precht. Ein unsichtbares Land ohne Safari und Mittelmeerküste. Warum gelingt es nicht, Moral universell zu denken und zu leben? Das liegt an unserer Aufmerksamkeitsökonomie und der „begrenzten Reichweite unseres Mitgefühl“, so Precht. Markus Lanz verweist auf den Psychologe Jonathan Haidt, der meint: „Moral verbindet und verblendet“. Außerdem haben die 100 größten Rüstungsproduzenten im letzten Jahr ihre Umsätze weltweit um 6% gesteigert. Die Welt wird so sicher kein besserer Ort.
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    57 Min.
  • AUSGABE 222 (Rentenfrust und Zerstörungslust)
    Dec 5 2025
    Die Renten-Debatte hält uns gerade in Atem. „Dabei hatte Adenauers gute Idee von Anfang an einen Webfehler“, meint Richard David Precht.“ Markus Lanz fragt sich, ob die Politik zu sehr an die eigene Klientel denkt, anstatt an Lösungen und dadurch Vertrauen erodiert? „Vertrauen ist aber ein wichtiges Schmiermittel in unserer Gesellschaft“, so Markus Lanz. Precht schätzt die Theorie des Soziologen Aladin El-Mafaalani, der sagt, dass wir es im Augenblick mit der Bildung von „Misstrauensgemeinschaften“ zu tun haben. Das heißt, man traut nur noch dem, der ebenfalls misstraut. Wahlkämpfe, in denen zu viel versprochen wird, spielen für dieses Misstrauen eine große Rolle. Am Ende bleibt eine diffuse Lust an der Zerstörung.
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    53 Min.