• Kirchengeschichtsseminar, Kapitel 17, Teil 1: Aufstieg des Papsttums u. Christianisierung u. Katholisierung der germanischen Völker im 5.-7. Jhd.: Das Wirken Papst Gregors d. Gr. (590 - 604) na. außen
    Feb 4 2026

    Kirchengeschichtsseminar, Kapitel 17, Teil 3: Der Aufstieg des Papsttums und die Christianisierung und Katholisierung der germanischen Völker im 5. bis 7. Jahrhundert, Teil 3: Das Wirken Papst Gregors der Große (590 bis 604) nach außen

    Ein Papst rettet Rom, verhandelt mit Feinden und startet große Missionen.
    Gregor der Große prägt Politik, Kirche und Europa zugleich.Warum sein Wirken bis heute nachhallt. 🎧

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    Kurzfassung:

    Diese Folge widmet sich dem Wirken Papst Gregors des Großen nach außen. Im Mittelpunkt steht seine politische, soziale und missionarische Bedeutung in einer Zeit, in der staatliche Ordnung weitgehend zerfallen war und neue Strukturen erst entstehen mussten.

    Gregor verstand das Kirchengut in und um Rom als „Eigentum der Armen“. Die Erträge wurden vor allem für diakonische Zwecke eingesetzt: zur Versorgung der Bedürftigen, der Flüchtlinge und der vom Krieg betroffenen Bevölkerung. Zugleich organisierte Gregor die Verwaltung dieses Kirchengutes neu und schuf damit faktisch die Grundlagen für den späteren Kirchenstaat, ohne selbst bereits ein territorialfürstliches Papsttum im Blick zu haben. Zwar erkannte Gregor die Oberherrschaft des oströmischen Kaisers an, doch in der politischen Realität war es nicht der byzantinische Exarch in Ravenna, sondern der Papst, der als Vertreter der römischen Bevölkerung auftrat.

    Deutlich wurde dies während der Belagerung Roms durch die Langobarden im Jahr 593. Gregor organisierte die Versorgung der Stadt, kümmerte sich um Hungernde und Geflohene und nahm eigenständig Verhandlungen mit den Langobarden auf. Teilweise finanzierte er die Zahlungen, die zum Abzug der Belagerer führten. In der Bevölkerung galt Gregor daher als „Retter Roms“. Auch ohne Beauftragung vermittelte er 599 erfolgreich einen Frieden zwischen den Langobarden und Ostrom. Gregors Selbstverständnis bringt sein Titel „servus servorum Dei“ – Diener der Diener Christi zum Ausdruck, den die Päpste bis heute führen.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Katholisierungder germanischen Völker auf dem europäischen Festland.Gregor förderte die bereits begonnenen Entwicklungen weiter. In Spanien nahm nach der Konversion des Westgotenkönigs Rekkared 589 die Zahl katholischer Westgoten deutlich zu. Auch bei den Langobarden unterstützte Gregor den Übergang vom Arianismus zumKatholizismus und leitete teilweise überhaupt erst ihreChristianisierung ein. Im Frankenreich wurde die Stellung derkatholischen Kirche gefestigt.

    Besondere Bedeutung gewann unter Gregor die Missionierung der Angelsachsen.Während sich in Irland und Schottland bereits eine lebendige, vom Mönchtum geprägte Kirche entwickelt hatte, waren die Angelsachsen im 6. Jahrhundert noch weitgehend heidnisch. Gregor initiierte deshalb ab 596 eine systematisch geplante Mission. Er entsandte den römischen Klostervorsteher Augustinus mit Benediktinermönchen nach England. Trotz anfänglicher Rückkehr dieser Gruppe wegen abschreckender Berichte über Britannien bestand Gregor auf der Durchführung des Auftrags. Nach der Landung 597 erlaubte König Ethelbert von Kent die christliche Verkündigung und ließ sich bald selbst taufen. Gregor ernannte Augustinus zum Erzbischof von Canterbury und zum Primas der Kirchen Britanniens.

    Gregor zeigte dabei bemerkenswerte Flexibilität im Umgang mit unterschiedlichen kirchlichen Traditionen. Er erlaubte Bräuche, sofern sie dem Glauben nicht widersprachen, und förderte so die Integration verschiedener kirchlicher Kulturen. Später schlossen sich schließlich die altbritische und die iroschottische Kirche der römisch geprägten Kirche in England an.

    Die Folge macht deutlich, wie Gregor der Große als Papst zugleich als Krisenmanager, Sozialorganisator, Diplomat und Missionar wirkte. Sein Handeln zeigt, wie kirchliche Verantwortung in Zeiten politischer Schwäche gestaltend wirkte – mit nachhaltigen Folgen für die Kirche und für Europa.

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    23 Min.
  • Ansprache über Offenbarung 1.9-18 (Letzter Sonntag nach Epiphanias = 1. Februar 2026)
    Jan 31 2026
    😔Kennst du das Gefühl, dass das Böse manchmal stärker wirkt als der Glaube? Krankheit. Angst. Zukunftssorgen.Und die leise Frage: Wo ist Gott eigentlich gerade?Ein verfolgter Christ auf Patmos stellt genau diese Frage –und bekommt eine Antwort, die alles verändert. ✨👑Nicht einen ohnmächtigen Jesus.🩸 Nicht einen gescheiterten Retter.🔥 Sondern den lebendigen Herrn über Leben und Tod.Diese Ansprache zeigt:Die Offenbarung des Johannes ist kein Buch für Endzeitfanatiker – sondern ein Buch für Menschen, die mitten im Leben stehen. Für Menschen, die auch Trost brauchen.❤️Du hörst,• warum Leiden kein Zeichen von Gottes Ferne ist• wie Christus gerade im Dunkeln nahe ist• und weshalb die christliche Hoffnung stärker ist als jede Bedrängnis🌈Zusage:Du gehörst nicht den Mächten dieser Welt.Du gehörst Jesus Christus.🎧Jetzt reinhören – und dich neu stärken lassen.Abonnieren nicht vergessen 😉Einfach reinhören! Und gerne auch bewerten, abonnieren und weiterempfehlen!Bibeltext:9 Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes und des Zeugnisses Jesu willen.10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune,11 die sprach: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea.12 Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter13 und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, der war angetan mit einem langen Gewand und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel.14 Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle,wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme15 und seine Füße gleich Golderz, wie im Ofen durch Feuer gehärtet, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen;16 und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert,und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht.17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte18 und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todesund der Hölle.„Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht!“ – So heißt ein Lied des württembergischen Pfarrers und Theologen JohannChristoph Blumhardt.„Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht!“ - Das ist die letztgültige Wahrheit, die gilt. – Auch in unserem Leben. -Selbst dann, wenn es für eine Zeit so aussieht, als ob die Mächte der Finsternis die Oberhand behalten würden.„Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht!“ - Das ist es, was der Seher Johannes den Menschen auszurichten hat im Auftrag des gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus, dem schon jetzt alle Macht gegeben ist über diese Welt; über das Weltgeschehen; über das Universum. – Auch über uns ganz persönlich.....Es lohnt sich doch, bei unserem Gott zu bleiben. Denn wir werden jetzt schon in aller Verzweiflung die Erfahrungmachen: Unser auferstandener Herr Jesus Christus ist wirklich bei uns. Er geht mit uns. Er lässt uns nicht alleinemit dem, was wir zu tragen haben. Er lässt uns schon hier und heute immer wieder Zeichen seiner Kraft erfahren. Seiner Macht. Seiner Liebe.Und schließlich: Schaut auf das Ende.Denn auch das Leiden und Sterben Christi war der notwendige Durchgang zur Auferstehung. -Denn dem Toben der widergöttlichen Mächte sind Grenzengesetzt. Und wir gehören dem Herrn aller Herren. Wir gehören Jesus Christus.Und eben: Dass Jesussiegt – und wir mit ihm - das bleibt ewig ausgemacht!
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    21 Min.
  • Kirchengeschichtsseminar, Kapitel 17, Teil 2: Aufstieg Papsttum u. Katholisierung d. germ. Völker 5.-7. Jhd., Teil 2: Das Papsttum im 6. Jhd. u. das innerkirchliche Wirken Gregors d. Gr. ab 590
    Jan 28 2026

    Kirchengeschichtsseminar, Kapitel 17, Teil 2: Der Aufstieg des Papsttums und die Christianisierung und Katholisierung der germanischen Völker im 5. bis 7. Jahrhundert, Teil 2: Das Papsttum im 6. Jahrhundert und das innerkirchliche WirkenGregors des Großen ab 590

    Machtpolitik, Gefängnisphilosophie und ein Papst wider Willen:
    Diese Folge zeigt, wie ein ehemaliger Mönch die Kirche nachhaltig prägte.
    Von der Hinrichtung Boethius’ über die Abhängigkeit Roms von Ostgoten und Kaisern bis hin zu Gregor dem Großen,dessen Schriften, Leitungsverständnis und Kirchenreformen das Mittelalter formen sollten.
    Kirchengeschichte zwischen Krise, Tiefe und erstaunlicher geistlicher Klarheit.

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    Zusammenfassung:

    In dieser Folge des Kirchengeschichtsseminars geht es um die Entwicklung des Papsttums im 6. Jahrhundert und die prägende Rolle Gregors des Großen ab 590. Zunächst standen die Päpste in einer Abhängigkeit zu den Ostgoten, die seit 489 Italien beherrschten. Die Ostgoten griffen in Papstwahlen ein und reagierten oft gewaltsam, wenn kirchliche Würdenträger angeblich mit dem oströmischen Kaiser in Konstantinopel kollaborierten. Die Eroberung Italiens durch die Langobarden ab 568 und frühere Rückeroberungen durch Kaiser Justinian 553 verschafften den Päpsten mehr Spielraum.

    In dieses Umfeld fällt das Leben des Philosophen und Staatsmannes Boethius (ca. 480–524). Als katholischer Christ, Übersetzer und Vermittler antiker Philosophie, geriet er in Konflikt mit Theoderich, dem ostgotischen König, und wurde unter falscher Beschuldigung hingerichtet. Seine Schrift „De consolatione philosophiae“ entstand kurz vor seiner Hinrichtung und gehört zu den meistgelesenen Werken des Mittelalters. Darin reflektiert Boethius über das Verhältnis von Glück, Gerechtigkeit und göttlicher Vorsehung, wobei er Gottes vollkommenes Wesen als höchstes Gut beschreibt. Diese Gedanken beeinflussten Theologie und Philosophie über Jahrhunderte, auch Thomas von Aquin.

    Schließlich wird im Jahr 590 Gregor der Große zum Papst gewählt. Geboren um 540, stammte er aus römischem Adelund hatte bereits als Stadtpräfekt, Gesandter am oströmischen Kaiserhof und Mönch vielfältige Erfahrung gesammelt. 590 wurde er gegen seinen Willen Papst – als erster Möchspapst. Gregor gilt als einer der vier großen lateinischen Kirchenväter.Er prägte Theologie, Kirchenleitung und Liturgie entscheidend. Seine Schriften, darunter der Kommentar zum Hiobbuch, waren dem Prinzip der dreifachen Bibelauslegung verpflichtet: historisch-wörtlich, allegorisch-typologisch und moralisch-praktisch. So vermittelte Gregor nicht nur theologische Inhalte, sondern zeigte, wie biblische Texte für das Handeln und die innere Haltung der Gläubigen zeitlos relevant sind.

    Ein weiteres Schlüsselwerk Gregors ist das „Buch der Pastoralregeln“. Hier legt er fest, dass geistliche Führung nur durch Selbsterkenntnis, Demut und verantwortungsbewusstes Handeln möglich ist. Wer andere leiten will, muss zuerst sich selbst führen können; Stolz, Eitelkeit oder Machtstreben haben in kirchlicher Leitungkeinen Platz. Dieses Werk wurde über Jahrhunderte Pflichtlektüre für Bischöfe. Gregor betont, dass Hirten in der Kirche vor Gott Verantwortung für die ihnen anvertrauten Menschen tragen.

    Auch in der Kirchenmusik setzte Gregor Maßstäbe: Er ordnete und vereinheitlichte die Liturgie, förderte die Ausbildung von Musikern und stellte sicher, dass Gesänge zuverlässig überliefert wurden. Dabei war für ihn entscheidend, dass Musik dem Wort Gottes dient und nicht umgekehrt.

    Diese Folge zeigt anschaulich, wie Gregor der Große durch geistliche Führung, theologische Standardwerke und Reformen die Kirche für die Herausforderungen des Mittelalters vorbereitete. Sie macht deutlich, dass Führung,Verantwortung und geistliche Tiefe in Zeiten von Unsicherheit ebenso entscheidend waren wie Macht und Politik – und dass die Prinzipien Gregors bis heute von Bedeutung sind.

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    25 Min.
  • Ansprache über Apostelgeschichte 10,21-35 (3. Sonntag nach Epiphanias = 25. Januar 2026)
    Jan 24 2026
    🤔Was, wenn Gott längst an dir arbeitet – ohne dass du es merkst?Ein Heide betet.Ein Apostel zweifelt.Und Gott zieht im Hintergrund die Fäden.💥Diese Ansprache erzählt von einem Gott, der keine Grenzen akzeptiert, der Menschen zusammenführt, die sich nie gesucht hätten –und der seine Sache konsequent durchzieht.❤️Du erfährst,• warum Gottes Wege manchmal irritieren• weshalb Vertrauen wichtiger ist als Verstehen • und wie Gottes Plan auch durch Umwege zum Ziel kommt🌈Gute Nachricht:Niemand ist zu fremd. Niemand zu spät. Niemand ausgeschlossen.🎧Jetzt reinhören – und neu entdecken: Gott regiert. Auch in deinem Leben.Einfach reinhören! Und gerne auch bewerten, abonnieren und weiterempfehlen!Bibeltext:21 Da stieg Petrus hinab zu den Männern und sprach: Siehe, ich bin's, den ihr sucht; aus welchem Grund seid ihr hier?22 Sie aber sprachen: Der Hauptmann Kornelius, ein frommer und gottesfürchtiger Mann mit gutem Ruf bei dem ganzen Volk der Juden, hat einen Befehl empfangen von einem heiligen Engel, dass er dich sollte holen lassen in sein Haus und hören, was du zu sagen hast.23 Da rief er sie herein und beherbergte sie.Am nächsten Tag machte er sich auf und zog mit ihnen, und einige Brüder aus Joppe gingen mit ihm.24 Und am folgenden Tag kam er nach Cäsarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und nächsten Freunde zusammengerufen.25 Und als Petrus hereinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und betete ihn an.26 Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf, auch ich bin ein Mensch.27 Und während er mit ihm redete, ging er hinein und fand viele, die zusammengekommen waren.28 Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Fremden umzugehen oder zu ihm zu kommen; aber Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.29 Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich geholt wurde. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt holen lassen.30 Kornelius sprach: Vor vier Tagen um diese Zeit betete ich um die neunte Stunde in meinem Hause. Und siehe, da stand ein Mann vor mir in einem leuchtenden Gewand31 und sprach: Kornelius, dein Gebet ist erhört und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott.32 So sende nun nach Joppe und lass herrufen Simon mit dem Beinamen Petrus, der zu Gast ist im Hause des Gerbers Simon am Meer.33 Da sandte ich sofort zu dir; und du hast recht getan, dass du gekommen bist. Nun sind wir alle hier vor Gott zugegen, um alles zu hören, was dir vom Herrn befohlen ist.34 Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht;35 sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm.Gott regiert.Wer die Weichen stellt – das ist der allmächtige Gott.Unser Gott zieht seine Sache durch: - für die ganze Welt; für seine Kirche und Gemeinde; in unserem ganz persönlichenLeben.Zu unserem persönlichen Wohl und Heil. –Dann jedenfalls, wenn wir uns zu unserem Gott halten. Wenn wir ihn über uns bestimmen lassen.Nichts und niemand kann Gott aufhalten.Nichts und niemand kann Gott daran hindern, dass er seinen Heilsplan umsetzt. - Auch und gerade Menschen können Gottnicht daran hindern. Auch wir selber können das nicht. - Zum Glück ist das so. Zu unserem Glück.Denn was der allmächtige Gott will, das ist ja: - Dass möglichst viele Menschen in seine Liebe hineinfinden:in die Liebe Jesu Christi.- Dass möglichst viele Menschen es schon hier und jetzterfahren, wie barmherzig unser Gott mit uns umgeht; dass Gott uns hilft und beisteht.- Dass sich möglichst viele Menschen erlösen lassen: einmal in Gottes neue Welt hinein. – - Dass wir also am Ende gerettet sind, weil wir eben schon hier und heute in lebendigem und sichtbarem Glaubenverbunden sind mit Gott. – Und es so für immer bleibenwerden.....Deshalb: Ihr könnt euch darauf verlassen:Alles, was euch widerfährt, muss letztlich zu eurem Bestendienen.
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    19 Min.
  • Kirchengeschichtsseminar, Kapitel 17, Teil 1: Aufstieg des Papsttums u. Christianisierung u. Katholisierung der germanischen Völker im 5.-7. Jhd.: Leo d. Gr., Gelasius I., Taufe Frankenkönig Chlodwig
    Jan 21 2026

    Kirchengeschichtsseminar Kapitel 17, Teil 1: Der Aufstieg des Papsttums und die Christianisierung und Katholisierung der germanischen Völker im 5. bis 7. Jahrhundert, Teil 1: Leo der Große, Gelasius I, die Taufe des Frankenkönigs Chlodwig

    Was haben Bibelstellen, Hunnenkönig Attila und eine fränkische Weihnacht gemeinsam?
    Ganz einfach: Sie alle spielen eine Rolle beim Aufstieg des Papsttums und der Christianisierung Europas.

    In dieser Folge begegnen wir
    Leo dem Großen, der den Machtanspruch des Papstes mit Petrus als dem „ersten Papst“ begründet,
    ⚖️ Gelasius I., der Kaiser und Kirche sauber trennen will (Spoiler: ganz so einfach war’s nicht),
    👑 und König Chlodwig, der sich taufen lässt – mit enormen Folgen für Frankenreich, Kirche und Geschichte.

    Dazu: Eigenkirchen, Machtpolitik, eine fromme Königin und die Frage, warum Religion plötzlich auch bei Verträgen eine Rolle spielt.
    Kirchengeschichte, die zeigt, wie spannend das 5. Jahrhundert wirklich war. Also: rein in die Geschichte! 😉

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    Kurzfassung:

    In dieser Folge des Kirchengeschichtsseminars geht es um entscheidende Weichenstellungen zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert: den Aufstieg des Papsttums und die Christianisierung der germanischen Völker. Im Mittelpunkt stehen drei Entwicklungen, die für die weitere Geschichte Europas von grundlegender Bedeutung waren.

    Zunächst wird Papst Leo I. (440–461), genannt „der Große“,vorgestellt. Er gilt als eigentlicher Begründer des römischenPrimatsanspruchs. Leo vertritt die Auffassung, dass die besondere Leitungsfunktion, die Jesus dem Apostel Petrus übertragen hat, in den Bischöfen von Rom fortlebt. Zur Begründung beruft er sich vor allem auf neutestamentliche Schlüsselstellen, insbesondere Matthäus 16 („Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen“) sowie Lukas 22, wo Jesus Petrus den Auftrag gibt, seine Brüder im Glauben zu stärken. In einer Zeit politischer Instabilität nach dem Zerfall der weströmischen Ordnung tritt Leo nicht nur als Kirchenlehrer und Prediger auf, sondern auch als faktischer Staatsmann. Er verhandelt mit Hunnen und Vandalen, sorgtfür die Versorgung der Bevölkerung und setzt auf dem Konzil von Chalcedon 451 maßgeblich eine christologische Kompromissformel mit durch – auch wenn dort zugleich die Gleichrangigkeit der Bischöfe von Rom und Konstantinopel betont wird.

    Der zweite Schwerpunkt liegt auf Papst Gelasius I. (492–496) und seiner berühmten Zwei-Gewalten-Lehre. Vor dem Hintergrund des Schismas zwischen Ost- und Westkircheversucht Gelasius, die Zuständigkeiten von Kaiser und Papstgrundsätzlich zu klären. In einem Schreiben an Kaiser Anastasius formuliert er, dass Gott durch zwei Gewalten in der Welt herrsche: durch die weltliche Gewalt der Herrscher, die für Ordnung und Gemeinwohl verantwortlich sind, und durch die geistliche Gewalt der Kirche, die für das Heil der Menschen sorgt. Während Priester weltlichen Gesetzen zu gehorchen haben, dürfen Kaiser nach Gelasius nicht in Glaubens- und Lehrfragen eingreifen.

    Der dritte Teil der Folge behandelt die Taufe des Frankenkönigs Chlodwig um 496/498. Anders als andere germanische Herrscher, die dem arianischen Christentum anhingen, entscheidet sich Chlodwig für die katholische Taufe. Politische Überlegungen spielen dabei ebenso eineRolle wie der Einfluss seiner Frau Chlodhilde und des BischofsRemigius von Reims. Die Taufe Chlodwigs wird zu einem Wendepunkt: Sie verbindet fränkische Königsmacht und katholische Kirche eng miteinander. Zugleich entsteht im Frankenreich ein besonderes Modell des Verhältnisses von Kirche und Staat, etwa durch das System der Eigenkirchen, das spätere Konflikte wie den Investiturstreit bereits vorzeichnet.

    Die Folge zeigt anschaulich, wie eng Theologie, Machtpolitik und gesellschaftliche Ordnung in der Spätantike und im frühen Mittelalter miteinander verflochten waren – und warum diese Entwicklungen bis heute nachwirken.

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    33 Min.
  • Ansprache über Jeremia 14,1-9 (2. Sonntag nach Epiphanias = 18. Januar 2026)
    Jan 17 2026
    Wo ist Gott, wenn Krisen näher rücken und Hoffnungaustrocknet?Jeremia schreit Gott seine Fragen entgegen – ehrlich, verzweifelt, mutig.Diese Predigt zeigt: Gottes Hilfe ist möglich.Aber vorsicht: sie beginnt mit echter Umkehr.Einfach reinhören! Und gerne auch bewerten, abonnieren und weiterempfehlen!Bibeltext: Jeremia 14,1-91 Dies ist das Wort, das der HERR zu Jeremia sagte über die große Dürre:2 Juda liegt jämmerlich da, seine Städte verschmachten. Sie sinken trauernd zu Boden, und Jerusalems Wehklage steigt empor.3 Die Großen schicken ihre Diener nach Wasser; aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gefäße leer zurück. Sie sind traurig und betrübtund verhüllen ihre Häupter.4 Die Erde ist rissig, weil es nicht regnet auf das Land. Darum sind die Ackerleute traurig und verhüllen ihre Häupter.5 Selbst die Hirschkühe, die auf dem Felde werfen, verlassen die Jungen, weil kein Gras wächst.6 Die Wildesel stehen auf den kahlen Höhen und schnappen nach Luft wie die Schakale; ihre Augen erlöschen, weil nichts Grünes wächst.7 Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen! Denn unser Ungehorsam ist groß,womit wir wider dich gesündigt haben.8 Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer. Warum stellstdu dich, als wärst du ein Fremdling im Lande und ein Wanderer, der nur über Nacht bleibt?9 Warum bist du wie einer, der verzagt ist, und wie ein Held,der nicht helfen kann? Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach deinemNamen; verlass uns nicht!Was ist da nur schief gelaufen? -Kann Gott nicht mehr helfen? Ist Gott weitergezogen? SiehtGott nicht, wie schlecht es uns geht? -Damals - zur Zeit Jeremias: Sieht Gott nicht die Trockenheit?Dass kein Wasser da ist? Den Durst? Den Hunger, weil kaum noch etwas wächst? – Sieht Gott das alles nicht? Überhaupt: die ganze Not. – Die Not, zu der damals auch noch die militärische Bedrohung gehört durch die Babylonier. Die militärische Bedrohung, die in diesem Bibeltext gar nicht erwähnt wird. - Aber dafür in vielen anderen Worten Jeremias aus jener Zeit.Und heute? Sieht Gott denn nicht, wie anscheinend alles immer schwieriger wird? Sieht Gott nicht die wirtschaftlichen Probleme in unserem Land? Die Wohnungsnot? Die zunehmenden sozialen Verwerfungen?Dass es immer weniger möglich ist, die Renten zu finanzieren – schon wegen der Altersstruktur unsrer Bevölkerung? Und genauso die Kosten für Medikamente; für Krankenhäuser; für die medizinischen Behandlungen; für die Pflege von Älteren und Hilfsbedürftigen?Und dazu: Die fortschreitende Radikalisierung an den politischen Rändern?Und dann: dass militärisch alles unsicherer geworden ist? Dass Krieg, brutale Gewaltanwendung, auch Kriegsverbrechen immer näher rücken? Dass wir uns vielleicht auf einen offensichtlich unberechenbaren amerikanischen Präsidenten und notfalls auf Hilfe durch sein Land nicht mehr verlassen können?....Wir können unseren Gott ein ganzes Stück weit dazu bewegen, dass er hilft und eingreift: Indem wir uns ihm zuwenden. Und seiner Wahrheit. Und seinen Geboten.Vielleicht wieder neu. Jedenfalls: immer wieder. -....Wir alle können etwas beitragen dazu, dass unsere Welt jedenfalls ein weniggesünder wird; lebenswerter; im Guten erneuert: Indem wir eben bewusst mit Gott unsere Wege gehen. In der Art, wie es unserem Herrn Jesus Christus gefällt.So,wie es Ehremacht dem dreieinigen Gott.Und nicht zuletzt: Gerade als Kirche und Gemeinde Jesu Christi ist es unsere Aufgabe, unseren Herrn und seine Artauf diese Weise zu bezeugen: Im Innern. Und dann auch: nach außen. -Wo uns das gelingt – da haben wir eine gute Zukunft. Da hat unsere Kirche eine gute Zukunft. Da hat unser Land eine gute Zukunft.Packen wir’s an: Alleine und gemeinsam. Gott gehorsam. Mit Gottes Hilfe.
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    18 Min.
  • Kirchengeschichtsseminar, Kapitel 16: Die Auseinandersetzungen um die Christologie und das christologische Dogma des Konzils von Chalcedon; Teil 2: Auswirkungen im 6. und 7. Jahrhundert
    Jan 14 2026

    KGS 16 (Christologische Streitigkeiten) , Teil 2: Auswirkungen im 6. und 7. Jahrhundert

    Nach Chalcedon zerbricht die Einheit von Kirche und Reich endgültig. Diese Folge beleuchtet gescheiterte Einigungsversuche, die Entstehung miaphysitischer Kirchen, den Drei-Kapitel-Streit sowie den monenergistischen undmonotheletischen Konflikt bis zum 6. ökumenischen Konzil.Abschließend wird gefragt, was diese Debatten bis heute für den Glauben bedeuten.

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    Zusammenfassung:

    Kapitel 16, Teil 2 des Kirchengeschichtsseminars beschreibt die Entwicklungen nach dem Konzil von Chalcedon und zeigt, warum es trotz mehrfacher Einigungsversuche nicht mehrgelang, Kirche und Römisches Reich dauerhaft zusammenzuhalten.National, kulturell und sprachlich geprägte Gegensätze verbanden sich zunehmend mit theologischen Streitfragen und führten im Osten zur Ausbildung eigenständigerKirchenstrukturen.

    Im 6. Jahrhundert unternahm Kaiser Justinian I. große Anstrengungen, die Einheit der Kirche wiederherzustellen. Nachdem 519 zunächst die Beschlüsse von Chalcedon erneut in Kraft gesetzt und das Schisma zwischen Ost- und Westkirche beendet worden war, versuchte Justinian die Monophysiten durch eine ihnen entgegenkommende Auslegung des Chalcedonense zu gewinnen. Dazu gehörte die nachträgliche Verurteilung dreier Theologen des 5. Jahrhunderts, insbesondere die von Theodor von Mopsuestia.Diese Maßnahmen lösten den sogenannten Drei-Kapitel-Streit aus und führten zu schweren Spannungen innerhalb der Westkirche. Auf dem fünften ökumenischen Konzil 553ließ Justinian seine Politik trotz des Widerstands des Papstesbestätigen.

    Dennoch zerfiel die kirchliche Einheit im Osten endgültig. In Syrien entstand eine eigenständige miaphysitische Kirche,die von ihren Gegnern in polemischer Absicht„syrisch-monophy­sitische Kirche“ oder auch„jakobitisch“genannt wurde. Auch in Ägypten bildete sich mit der koptischen Kirche eine dauerhafte monophysitische – oder besser: „miaphysitische“ Kirchenorganisation. Die Anhänger der Reichskirche blieben in diesen Gebieten eine Minderheit und wurden als „Melkiten“ bezeichnet. Trotz unterschiedlicher Sprache und kultureller Prägungunterschieden sich die syrisch-miaphysitische Kirche und diekoptische Kirche kaum in ihrer Christologie.

    In der neueren ökumenischen Verständigung wurde deutlich, dass viele Trennungen weniger inhaltlich als begrifflich und kulturell bedingt waren.

    Im 7. Jahrhundert versuchte Kaiser Heraklios angesichts neuer politischer Bedrohungen eine weitere Einigung.Zunächst wurde eine monenergistische Formel eingeführt, nach der Christus mit einergöttlichen Energie gewirkt habe. Als diese scheiterte, verlagerte sich der Streit auf die Frage nach dem Willen Christi. Der sogenannte Monotheletismussprach von einem geeinten Willen in Christus, wurde von seinen Gegnern jedoch als Leugnung des menschlichen Willens verstanden. Die Auseinandersetzungen eskalierten, führten zu Verfolgungen und trafen auch führende Gestalten wie Papst Martin I. und Maximus Confessor.

    Erst das sechste ökumenische Konzil von Konstantinopel 680/681, auch Trullanum I genannt, beendete den Streit. Es bekannte sich zum Dyotheletismus und hielt fest, dass Christus zwei natürliche Willen besitzt, die in einer Person geeint zusammenwirken.Der Monotheletismus wurde verworfen, ebenso die frühere Position von Papst Honorius.Eine Sonderentwicklung blieb die maronitische Kirche im Libanon, die an der monenergistischen Formel festhielt.

    In der abschließenden Würdigung wird deutlich, dass diechristologischen Streitigkeiten keine bloßen Lehrfragenwaren. Sie berühren die grundlegende Frage nach dem Verhältnis von göttlichem Handeln und menschlicher Freiheit. Das christologische Dogma erweist sich als notwendige Gratwanderung zwischen Selbstrettung und göttlicher Fremdrettung und macht zugleich die Grenzen menschlichen Denkens im Blick auf das Geheimnis Jesu Christi sichtbar.

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    27 Min.
  • Ansprache über Matthäus 3,13-17 (1. Sonntag nach Epiphanias = 11. Januar 2026)
    Jan 10 2026
    🔥Warum lässt sich der Sohn Gottes taufen?!Jesus braucht keine Umkehr. Keine Reinigung. Keine Taufe.Und trotzdem steigt er ins Wasser. Warum?💥Diese Predigt zeigt:Die Taufe Jesu ist kein Missverständnis – sie ist eine Ansage.Gott stellt sich auf unsere Seite.Er geht den Weg der Menschen mit – Schritt für Schritt.🌈Am Jordan wird klar:Gottes Gerechtigkeit ist keine kalte Abrechnung, sondern gelebte Barmherzigkeit.Ein Gott, der nicht Abstand hält, sondern Nähe sucht.🎧Du erfährst,• warum Johannes’ Taufe nur eine Brücke war• was christliche Taufe wirklich bedeutet• und weshalb Jesu Weg durchs Wasser auch dein Leben verändert🚿Spoiler:Dieser Gott steigt tiefer, als wir je fallen können.Jetzt reinhören – und mit dem menschenfreundlichen Gott durchs Leben gehen!Einfach reinhören! Und gerne auch bewerten, abonnieren und weiterempfehlen!Bibeltext:13 Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe.14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir?15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt zu!Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's ihm zu.16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sichkommen.17 Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.Eine Stimme vom Himmel: Diesmist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. -So bestätigt es der Vater im Himmel vor den Menschen: Jesus kommt von Gott. Jesus ist Gottes Sohn. In Jesus zeigt sich Gott uns Menschen.Aber warum wird der allmächtige Gott in Jesus Christus ein Mensch? – Wir wissen es wahrscheinlich alle.Und wir haben es wahrscheinlich alle an Weihnachten einmal mehr gehört: Gott beugt sich in seinem Sohn zu uns herab,damit auch wir Gottes Kinder werden. Damit wir gerettetwerden.Und Gott beugt sich nicht nur zum Schein herab zu uns Menschen. Vielmehr: der allmächtige Gott - er wird in Jesus wirklicher Mensch. Jesus ist Gottes Sohn und wahrer Mensch zugleich. - Und genau deshalb lässt sich Jesus von Johannesdem Täufer im Jordan taufen. - Um deutlich zu machen: Ich - Jesus - ich bin auch wahrer Mensch.Johannes der Täufer ist erschrocken, als Jesus zu ihm kommt, um sich taufen zu lassen. – Und das ist auch kein Wunder.Denn schließlich hat Johannes vorher die Menschen zur Bußeaufgerufen. Also zur Umkehr zu Gott. - Und das vor allem mit der Begründung:Der, den Gott senden wird - der steht unmittelbar vor der Tür.Jesus also. Der Retter und Erlöser.Johannes hatte gesagt: Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. (Mt 3,11) Und dieser Größere - er wird auch Gericht halten, nämlich – so Johannes über diesen Größeren:Er hat die Worfschaufel in seiner Hand und wird die Spreu vom Weizen trennen und seinen Weizen in die Scheunesammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. (Mt 3,12b) ....Und nun steht dieser Größere - nämlich Jesus - vor Johannes,um sich von ihm taufen zu lassen. -....Die Taufe des Johannes ist seit fast 2000 Jahren überholt. Sie ist dem Eigentlichen gewichen: Dem, was uns rettet,nämlich: der christlichen Taufe. Die Taufe des Johannes – sie war nur die Brücke von den alttestamentlichen Waschungen hin zur christlichenTaufe.Was freilich aus der Geschichte von der Taufe Jesu durch Johannes bleibt, das ist: Jesus ist Gottes Sohn.In Jesus beugt sich der allmächtige Gott herab zu uns Menschen. In Jesus solidarisiert sich Gott mit unserer Schwachheit. Um Christi willen geht Gott mit uns barmherzigum und bietet uns ewiges Leben an. - Mit diesem menschenfreundlichen Gott durchs Leben zu gehen, das tut uns allemal gut.
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    19 Min.