• Das ist der erste AfD-Landtagspräsident | Tobias Rausch im Interview
    Oct 8 2026
    Tobias Rausch, der erste AfD-Landtagspräsident, über die Stimmen aus der CDU und sein neues Amt Mit 48 Stimmen hat der Landtag von Sachsen-Anhalt Tobias Rausch am 6. Oktober zum Präsidenten gewählt, vier mehr, als AfD und BSW Sitze haben. Namen nennt Rausch im Gespräch mit Vadim Derksen nicht. Aber die AfD sei mit einem Dutzend CDU-Abgeordneten im Gespräch, er selbst habe „über zehn Gespräche mit unterschiedlichen Abgeordneten geführt“. Die CDU-Fraktion sieht er in drei Lager geteilt: „Ein Teil hat für uns gestimmt“, obwohl CDU-Fraktionschef Sven Schulze eine geschlossene Enthaltung angekündigt hatte. Auf diese Stimmen baue die AfD auch im Dezember, wenn Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten gewählt werden soll. Den CDU-Kandidaten Carsten Borchert hat die AfD zum Vizepräsidenten mitgewählt: „Wir wollen nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.“ Den SPD-Kandidaten Armin Willingmann nicht, weil er als geschäftsführender Minister nicht zugleich Vizepräsident des Landtags sein könne. Wie will Rausch das Amt führen? Den Mitarbeitern der Landtagsverwaltung hat er gesagt: „Politische Meinungen sollen zu Hause bleiben.“ Bei den Ordnungsrufen im Plenum sei bisher „mit zweierlei Maß gemessen“ worden. Das soll sich ändern: „Für mich ist jeder gleich.“
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    16 Min.
  • Kernschmelze bei der SPD wegen eines AfD-Landtagspräsidenten | Jan Karon
    Oct 8 2026
    Jan Karon und Vadim Derksen über die Reaktionen auf den ersten AfD-Landtagspräsidenten Zum ersten Mal stellt die AfD einen Landtagspräsidenten, und die Republik steht Kopf: Die SPD-Bundestagsfraktion zog am Abend mit dem Grundgesetz durch das Brandenburger Tor zum Bebelplatz, Verteidigungsminister Boris Pistorius sprach von Faschismus, im Netz wurde Tobias Rausch mit Hermann Göring verglichen. Dabei war die Sitzung in Magdeburg nach Karons Worten „recht bieder“, und Rauschs Rede war „von Aussöhnung geprägt“. „Sie wähnen sich als Widerstand gegen den neuen Nationalsozialismus“, sagt Karon über die, die Rausch mit Göring vergleichen. Beide sind sich einig, dass die SPD damit zu einer Gruppe spricht, die immer kleiner wird. Und die CDU? Rausch bekam vier Stimmen mehr, als AfD und BSW Sitze haben, obwohl CDU-Fraktionschef Sven Schulze eine geschlossene Enthaltung angekündigt hatte. Für Karon und Derksen ist die „Fraktionsdisziplin völlig verloren gegangen“, die CDU werde „von innen heraus wahrscheinlich implodieren“.
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    27 Min.
  • Eine Zäsur: Erster AfD-Landtagspräsident mit CDU-Stimmen gewählt | Werner Patzelt
    Oct 6 2026
    Werner Patzelt über den ersten AfD-Landtagspräsidenten und die Machtfrage in Sachsen-Anhalt Zum ersten Mal stellt die AfD den Präsidenten eines Landtags. Der neue Landtag von Sachsen-Anhalt hat Tobias Rausch, den Generalsekretär der AfD, mit 48 Stimmen gewählt; AfD und BSW haben zusammen nur 44 der 83 Sitze. Woher die übrigen Stimmen kamen? Nach dem „Sherlock-Holmes-Verfahren“ bleibe nur die CDU, sagt der Politikwissenschaftler Werner Patzelt – obwohl deren Fraktion angekündigt hatte, sich geschlossen zu enthalten. Die CDU-Fraktion sei „zerspalten über die Frage, wie mit der AfD umzugehen ist“. Für Patzelt zeigt die geheime Wahl, dass es keinen Fraktionszwang gibt, und dass die CDU erntet, was sie sich „durch ihre gigantischen taktischen und vor allen Dingen strategischen Fehler“ selbst zugefügt hat. „Brandmauer ist der Versuch, die CDU zu erpressen“, sagt Patzelt. Das BSW unterlaufe diesen Versuch: „Die mächtigste Partei im Landtag von Sachsen-Anhalt ist ja nicht die AfD, sondern das BSW, denn von ihm hängt alles ab.“ Ob die Union im Bund Gesprächsfäden zur AfD knüpft, hänge auch davon ab, was die AfD aus ihrer Chance in Sachsen-Anhalt macht. Mitte Dezember soll der Landtag den Ministerpräsidenten wählen. Dass Ulrich Siegmund im ersten Wahlgang gewählt wird, ist für Patzelt wahrscheinlicher geworden. Siegmunds Ankündigung, für einen zweiten Wahlgang nicht zur Verfügung zu stehen, nennt er einen „Erpressungsversuch“. Den Linken bescheinigt er „eine Verstocktheit, die bis zur Selbstverstümmelung reichen kann“.
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    18 Min.
  • »Kostenlose Wahlwerbung für die AfD« | Peter Hahne über die ZDF-Doku
    Oct 2 2026
    Peter Hahne über die CDU, die ZDF-Doku „Inside CDU“ und Philipp Amthor Für Peter Hahne ist die CDU nach den Landtagswahlen „eine sterbende Partei“. Die ZDF-Dokumentation „Inside CDU“ zeige das, ohne dass der Sender ein eigenes Wort sagt: Die Partei führe sich mit ihren eigenen O-Tönen selbst vor, vom Wahlabend im Konrad-Adenauer-Haus bis zu Philipp Amthor, dem Fuchs im Kanzleramt und dem Strandkorb. Außerdem: warum Hahne ein AfD-Verbotsverfahren für einen Affront gegen den Osten hält, was er zum geplanten Regierungsflughafen am BER, zum Ausbau des Kanzleramts und zur Pflegereform sagt und was er sich vom 3. Oktober erhofft. ► Peter Hahne live: „Sind wir noch zu retten?“ – Donnerstag, 8. Oktober, 19 Uhr, Stadtgarten Bünde, Eintritt frei: https://bundesverband-lebensrecht.de/wp-content/uploads/sites/42/2026/09/Hahne_BVL_Buende_final.pdf ► Ulrich Vosgerau über die Anhörung zum AfD-Verbot: [Link zum Vosgerau-Video] ► Die JUNGE FREIHEIT zum Jubiläumspreis testen: https://jubilaeum.jungefreiheit.de/youtube ► Der tägliche Newsletter: https://jungefreiheit.de/newsletter/ ► Diesen Kanal abonnieren: https://www.youtube.com/@Junge_Freiheit?sub_confirmation=1 #JungeFreiheit #PeterHahne #CDU
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    58 Min.
  • Die letzte Patrone gegen die AfD | Ulrich Vosgerau im Interview
    Oct 1 2026
    Ulrich Vosgerau bei Vadim Derksen über die Anhörung zum AfD-Verbot im Thüringer Landtag Am 30. September hat der Justizausschuss des Thüringer Landtags als erstes Landesparlament ein Verbot der AfD angehört, auf Antrag der Linken. Unter den neun Sachverständigen waren Hape Kerkeling und der Staatsrechtler Ulrich Vosgerau. Vosgerau kam erst um 23.15 Uhr zu Wort; für ihn war die Anhörung „eine einzige Inszenierung“ um Kerkeling. Warum die Befürworter trotzdem auf ein Verbot drängen, erklärt Vosgerau mit Angst: Sie fürchteten, eine AfD-Mehrheit könnte sie einmal so behandeln, wie sie die AfD heute behandeln. Rechtlich sieht er keine Chance. Für ein Verbot müsste man der AfD nachweisen, dass sie Wahlen, Gerichte und die Menschenwürde abschaffen will. „Deswegen sind die Erfolgsaussichten gleich Null.“ Außerdem: Kerkelings Vergleich und der Wahlspruch „Alles ist möglich“, das bekannte Wehner-Zitat über das Bundesverfassungsgericht, der Vorwurf einer „völkischen Trennung“ an Schulen und was Hans-Jürgen Papier und andere Juristen von einem Verbotsverfahren halten.
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    34 Min.
  • Jan Karon über GLUT: Recherche statt Tagespolitik
    Oct 1 2026
    Jan Karon bei Vadim Derksen über das neue Magazin GLUT und seine ersten Recherchen Seit dem 28. September ist GLUT online, ein Magazin von Jan A. Karon und Björn Harms, die bis vor Kurzem bei NIUS gearbeitet haben. Correctiv spricht schon von einem „Rechtsaußen-Medium“. Karon beschreibt GLUT als Recherchemedium ohne Tagespolitik: Die Linke habe Tageszeitungen, Onlineportale und Rechercheportale, „auf der Rechten eine Leerstelle“. Die Schwerpunkte sind Migration, Islamismus, die Asylindustrie und Linksextremismus. Finanzieren soll sich GLUT über Beiträge und Spenden, möglichst ohne Werbung. Die erste Recherche gilt der Statistik antisemitischer Straftaten. Im ersten Quartal 2026 zählten die Behörden 199 Fälle und ordneten 151 davon dem rechten Spektrum zu. In rund 70 Prozent aller Fälle gibt es keinen Tatverdächtigen. Als rechts gezählt wurden auch die Beiträge eines Algeriers, der monatelang gegen Juden hetzte, und ein Transparent auf einer Pro-Palästina-Demonstration. Karon: „Die Statistik taugt nur bedingt oder eigentlich gar nicht, um daraus eine Gefahr zu konstruieren.“ Die zweite Geschichte führt nach Hamburg. Die städtische Anstalt Fördern & Wohnen, die vor allem Asylbewerber unterbringt, zahlte einer Co-Geschäftsführerin für knapp fünf Monate im Amt 453.000 Euro, Abfindung und Bonus eingerechnet. So steht es laut GLUT im Jahresabschluss 2025. Außerdem: woher der Name GLUT kommt, welche Recherchen als Nächstes folgen, etwa zum AfD-Verbot, und der neue Podcast „Harms und Karon“.
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    29 Min.
  • »Eine Lähmung für das ganze Land« | Rainer Wendt (Ex-Polizeigewerkschaftschef)
    Sep 25 2026
    Rainer Wendt bei Moritz Schwarz über einen langsamen Staat und Parteien, die ihn für sich nutzen Rainer Wendt war über 40 Jahre Beamter und bis April 2026 Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft. Sein jüngstes Buch mit Frank Henkel heißt „Deutschland in der Warteschleife": ein Land, in dem die Regierung seit anderthalb Jahren Reformen ankündigt und das Parlament dann in die Sommerpause fährt. Den Grund sieht Wendt in einer politischen Klasse, „die überhaupt nicht verstehen kann, dass der Staat ihr nicht gehört". Die Parteien, sagt er, „haben sich den Staat tatsächlich zur Beute gemacht" – vom öffentlichen Dienst über die Spitzen der Behörden bis zu den Richtern. Anhörungen seien nur noch Simulation, den Regierungsapparat nutzten die Parteien „hemmungslos". Auch seine eigene Partei nimmt er nicht aus: Nach den 4,9 Prozent der CDU in Mecklenburg-Vorpommern müsse Friedrich Merz die Reformen jetzt durchsetzen, notfalls gegen die SPD. Außerdem: warum Wendt trotz allem in der CDU bleibt und nicht in die AfD geht, was er von der Brandmauer hält und was er zu einem Kölner Bleibeprogramm sagt, auf dem auch Straftäter stehen.
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    1 Std. und 14 Min.
  • Warum dieses Berliner Wahlergebnis viele falsch verstehen
    Sep 24 2026
    Jan Karon bei Vadim Derksen: Warum die Linke in Berlin gewonnen hat – und was die AfD verpasst hat Die Linke hat die Wahl in Berlin gewonnen, die Aufregung ist groß. Der Journalist und Autor Jan Karon sieht das gelassen: „Ich glaube, es wird sich nichts ändern, weil die Politik und die Realität in Berlin seit Jahren, seit Jahrzehnten eine linke ist.“ Regiere die Linke mit, werde sie von Grünen und SPD zu Zugeständnissen gezwungen. Sorgen macht ihm etwas anderes: was der Wahlerfolg für die Polizei bedeutet – weniger Kontrollen, weniger Kampf gegen organisierte und Straßenkriminalität. Gewonnen hat die Linke nach Karons Analyse mit zwei Themen, die andere Parteien liegen gelassen haben: den Mieten – Wohnungen für 1.600 Euro machen junge Berliner wütend – und dem Nahostkonflikt, der viele in den inneren Bezirken radikalisiert habe. Die Linke von heute sei keine SED-Nachfolgepartei mehr, sondern eine junge, migrantische Linke mit einem Wahlkampf aus einem Guss. Ein türkischstämmiger Gastronom im Wedding erzählt ihm, warum er BSW gewählt hat. Und die AfD? „Ich glaube schon, dass die AfD unter ihren Möglichkeiten geblieben ist“, sagt Karon. Sie müsse jünger auftreten und wertkonservative Migranten wie alte CDU-Wähler gezielt ansprechen. Zum Schluss geht es um die Antisemitismus-Debatte nach der Wahl: Für Karon empören sich die Parteien der Mitte über ein Ergebnis, zu dem sie selbst beigetragen haben – „Die Linke vollzieht doch nur das Ende dieser Migrationspolitik.“
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    29 Min.