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    Inhaltsangabe

    Jenseits des Urals herrschen klare Verhältnisse: Die Tatarin Rosalinda bestimmt, ihr Gatte Kalganow spurt, und ihre Tochter Sulfia benimmt sich schlecht. Es mangelt an vielem, aber nicht an Ideen, und schon gar nicht an Willenskraft. Es steht also immer etwas Scharfes auf dem Tisch, und alle größeren Malheurs, die Sulfia anrichten könnte, werden verhindert. Nur ihre Schwangerschaft nicht, und auch nicht die Geburt von Aminat, dem genauen Gegenteil ihrer Mutter: schön, schlau, durchsetzungsfähig - ganz die Großmutter eben. Rosalinda steht zum ersten Mal einem Geschöpf gegenüber, das ihr ebenbürtig ist, und wird die leidenschaftlichste Großmutter aller Zeiten.

    Im ungleichen Kampf zwischen der glücklosen Sulfia und der rücksichtslosen Rosalinda wird das Mädchen zur Wandertrophäe - und der Hörer zum Zeugen haarsträubendster Ereignisse, komischster Szenen, schlagfertigster Dialoge. Alina Bronsky gelingt eine Glanzleistung: Sie lässt ihre radikale, selbstverliebte und komische Hauptfigur die Geschichte dreier Frauen erzählen, die unfreiwillig und unzertrennlich miteinander verbunden sind - in einem Ton, der unwiderstehlich ist. Durch drei Jahrzehnte und diverse Schicksalsschläge führt sie die ungleichen Frauen, und der Leser folgt ihr atemlos. Voller Gefühl, Sinnlichkeit, Drastik und Exotik: ein scharfer Frauenroman!

    ©2010 Roof Music (P)2010 Roof Music

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    Das sagen andere Hörer zu Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

    Bewertung
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    • 4.5 out of 5 stars
    • 5 Sterne
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    Sprecher
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    Geschichte
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    • Gesamt
      5 out of 5 stars

    Kein Frauenroman - aber ein Roman über Frauen und abhängige Beziehungen

    Der beschreibende Text wird dem Inhalt des Buches in keiner Weise gerecht. Nein, hier geht es nicht um einen Frauenroman von prickelnder Schärfe - es handelt sich viel mehr um ein in Romanform gegossenes Psychogramm abhängiger und missbräuchlicher Beziehungen über drei Generationen hinweg. Wer eintauchen möchte in die Gedankenwelt einer Mutter, die ihre mangelnde Liebe, ihre Egozentrik, ihre Misshandlungen und Manupulationen wie eine Trophäe, sorgsam in einen "ich meine es immer nur gut" Mantel gehüllt, vor sich her trägt, ist hier richtig.

    Ein brillantes Buch - wenn auch von denjenigen, die Klappentexte verfassen, offenbar nicht gelesen, da vollkommen missverstanden.

    Sophie Rois liest und intoniert brillant!

    15 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars

    Eine scharfe Geschichte

    Die Beschreibung entspricht nicht dem was einen erwartet.

    Eine Mutter-Tochter-Beziehung voller Hass, Zynissmus und Selbstverliebtheit.

    Keine leichte Kost.

    Von der Sprecherin perfekt umgesetzt.

    Mir hats gefallen.

    12 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars

    Familiäre Abgründe

    Eine der übelsten Romane über eine Mutter-Tochter-Beziehung, die ich je gehört habe. Trotzdem eine uneingeschränkte Hörempfehlung, man ist vom ersten Satz an so entsetzt wie gebannt von Rosalinda und ihrem Umgang mit ihrer Familie. Sie ist so unglaublich gnadenlos in ihrem Kampf und so überzeugt dem, was sie tut, dass man wider Willen beeindruckt ist.
    Sympathisch fand ich sie allerdings in keinem Moment des Hörbuchs, trotzdem habe ich bis zum Ende gespannt zugehört.
    Sophie Rois liest wirklich großartig, und sorgt so zusätzlich dafür, dass man völlig in den Sog dieser Geschichte gezogen wird.

    9 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Wirklich keine leichte Kost

    ABER mit einer Intensität geschrieben und gelesen, dass man fast vergisst zu atmen.
    Die Geschichte geht unter die Haut, lässt lachen und stocken. Die unmittelbare Art wie Bronsky schreibt ist genial. Direkt, klar, bildhaft. Eine begabte Schriftstellerin von der man mehr haben will.
    Und die Stimme von S. Rois ist wie geschaffen dafür.
    Lesenswert!!!!

    4 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      4 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      3 out of 5 stars

    Sehr witzig!

    Was für eine unterhaltsame Story! Manche Sprüche, die von der Protagonistin über ihre Mitmenschen gemacht werden, sind dermaßen witzig, dass man sie allesamt sich zum Weitererzählen merken möchte. Von der Sprecherin wird die reichlich klamaukhafte Geschichte genial vorgetragen und es ist schade, dass sie so abrupt und ohne großes Finale endet. Das ist der eigentliche Makel dieses ansonsten sehr gelungenen Hörbuchs.

    2 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars

    Achtung! Scharf geschrieben!

    Sie ist scharf. So verdammt scharf, dass jetzt noch meine Zunge brennt. Und mein Kopf zischt. Die Geschichte ist vorüber und ich sehe aus wie eine Peperoni, glühend rot und glänzend. Das hat man also nun davon, wenn man einem Hörbuch lauscht, das ordentlich gepfeffert ist. Alina Bronsky hat mit ihrem zweiten Roman „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" ihren Lesern ordentlich die Köpfe aufgeheizt.

    Sophie Rois ist eine bestens ausgewählte Sprecherin für Rosalinda. Sie fühlt sich in ihr ein, quiekt an der richtigen Stelle, sprudelt vor Emotionen, dass man fast denkt: Gleich verschluckt sie sich an den schnellen Worten. Sie nimmt Luft aus der Stimme, wenn Rosalinda vor Erschöpfung wie ein Kartenhaus zusammenklappt, als hätte der Wind es eben umgepustet. Sophie Rois hat den Biss und den Charme, den die Tatarin umgeben.

    Wenn man der Geschichte lauscht, fühlt man mit. So sehr, dass ein Aufstöhnen oder ein Japsen nicht im Hals stecken bleiben. Sie schießen wie eine Fontäne einfach empor und hinterher lächelt man, leicht beschämt, wenn man in der S-Bahn sitzt, aber das ist egal. Rosalinda wäre das auch schnuppe. Schließlich geht es darum, dass es allen gut geht: Sulfia, Aminat und uns, den Lesern und den Zuhörern. Und es ist total egal, ob wir hinterher aussehen wie eine glühend rote Peperoni, die glänzt. Hauptsache uns ist warm, warm vom Lachen und warm vor Glück. Guten Appetit!

    7 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Wow...

    Eigentlich hätte ich schon nach „Der Zopf meiner Großmutter“ wissen müssen, was mich erwartet: Verstörende Charaktere (bzw. der der Hauptfigur und Matriarchin) und eine schonungslose Story geschrieben in einem großartigen Stil, der dem Verstörendem eine groteske Leichtigkeit verpasst. Von Minute 1 bis zum Ende kann man sich der eigenartigen Magie des Buches nicht entziehen und will wissen, wie es weitergeht. Die Sprecherin liest hervorragend, so hervorragend, dass man sie immer wieder für den Roman-Charakter hält und Abscheu gegen sie empfindet. Autorin und Sprecherin haben hier ein seltenes Meisterwerk erschaffen.

    1 Person fand das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Unglaublich gut geschrieben und gelesen

    Eine tragisch-komische Geschichte einer völlig verkorksten Mutter-Tochter Beziehung. Sophie Rois liest die Geschichte, die aus der Sicht der egozentrischen, verbitterten und empathielosen Mutter erzählt wird und geht in dieser Rolle förmlich auf. Der Vortrag ist mit großem Abstand einer der besten, die ich bisher gehört habe. Meine absolute Hörempfehlung!

    1 Person fand das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      3 out of 5 stars

    EMPFEHLENSWERT

    Sophie Rois ist eine tolle Sprecherin, die diese Geschichte sehr lebendig macht. So macht hören richtig Spaß.

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Einblick in das Innerste einer Narzisstin

    Etwas niedlich, wie die Protagonistin beschrieben wird. Es handelt sich hier um eine lupenreine Narzisstin, die nur überlebt, indem sie sich ihre Lügen selbst uneingeschränkt glaubt. Man will ihr sehr oft einfach eine klatschen. Anderseits interessant, wie sich ihre Gedankengänge den Weg bahnen, bis es dann für sie passt. Die Frau erinnert an meine Großmutter und ein wenig an meine Mutter, weshalb sie mich wohl besonders ärgerlich macht. Deutlich wird, wie schlechte Eltern ihren Kindern das Leben versauen. Finden die Kinder dann keine Zuflucht in ihrem Umfeld und bekommen keine therapeutische Hilfe, endet dies sehr oft in Unglück und Tod. Der nächste Mensch, der über psychosomatische Behandlungen/Therapien lacht, hat direkt meine Faust im Gesicht.