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Der Junge, der zu viel fühlte

Wie ein weltbekannter Hirnforscher und sein Sohn unser Bild von Autisten für immer verändern
Autor: Lorenz Wagner
Sprecher: Wolfgang Berger
Spieldauer: 6 Std. und 28 Min.
4.5 out of 5 stars (39 Bewertungen)

Regulärer Preis: 14,95 €

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Inhaltsangabe

EIN BUCH, DAS UNSEREN BLICK AUF AUTISTEN VERÄNDERN WIRD

Als Henry Markram ein autistisches Kind bekam, zählte er zu den berühmtesten Hirnforschern der Welt. Er arbeitete am Weizmann-Institut und am Max-Planck-Institut, gewann zahlreiche Forschungspreise und hielt Vorträge auf der ganzen Welt. Seine Methode, die misst, wie Zellen sich vernetzen, wurde internationaler Standard. Doch dann kam Kai. Und Fragen und Sorgen lagen auf einmal im Kinderzimmer, zwischen Teddybär und Mondlampe. Markrams geachtete Aufsätze vermochten seinem Sohn weniger zu helfen als das Liederbuch, aus dem er ihm abends vorsang. Und so stürzte sich der Hirnforscher auf die Frage, was Autismus wirklich ist. Nach Jahren gelang ihm der Durchbruch. Und seine Antworten stellten alles auf den Kopf, was man über Autismus zu wissen glaubte.

Autisten fehle es an Empathie, sie hätten kaum Gefühle, hieß es in Expertenkreisen. Nach jahrelanger Beschäftigung mit der Störung seines Sohnes ist Markram vom Gegenteil überzeugt: Kai fühlt nicht zu wenig, er fühlt zu viel. Seine Sinne, sein Hören, Fühlen und Sehen sind zu fein für diese Welt. Er muss sich zurückziehen, um sich vor dem Übermaß an Eindrücken zu schützen. Eine Theorie, die immer mehr Anhänger findet. Über Monate hinweg hat Journalist Lorenz Wagner die Familie Markram begleitet und erzählt in `Der Junge, der zu viel fühlte´ eine berührende Vater-Sohn-Geschichte. Zugleich taucht er ein in die Forschung des Vaters und vermittelt anschaulich dessen bahnbrechende Erkenntnisse über Autismus und bisher unbekannte Seiten des menschlichen Gehirns. Ein faszinierendes Buch, das uns Autisten mit völlig anderen Augen sehen lässt.

LORENZ WAGNER gehört zu den angesehensten Journalisten Deutschlands. Bekannt wurde er mit einem Langzeitporträt der BMW-Erbin Susanne Klatten, deren Leben zuvor ein großes Geheimnis war. Er schrieb aufwändige Nahaufnahmen von Persönlichkeiten wie Dieter Zetsche, Melinda Gates oder Jeff Bezos, dem reichsten Mann der Welt. Seine Arbeiten als Reporter des Süddeutsche Zeitung Magazins und Chefreporter der Financial Times Deutschland wurden vielfach ausgezeichnet, 2018 mit dem Theodor-Wolff-Preis, Herbert-Quandt-Medienpreis und Deutschen Journalistenpreis. Keine seiner preisgekrönten Geschichten hat die Leser so bewegt wie die von Henry und Kai Markram. In kurzer Zeit stieg sie zu den meistgelesenen Artikeln des SZ-Magazins auf und wurde viele Tausende Male geteilt und empfohlen. Wagner begleitete die Familie Markram nochmals über Monate. Daraus entstand dieses ungewöhnliche Hörbuch.

©2019 SAGA Egmont (P)2019 SAGA Egmont

Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

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Sprecher

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Geschichte

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  • LvG
  • 29.05.2019

danke

So wunderbar mal ganz anders auf Autismus gucken zu dürfen ohne das Gefühl zu haben, die Privatsphäre der Familie zu stören.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars
  • Bia
  • 06.05.2019

Autismus aus persönlicher Perspektive

Ein wunderbares und persönliches Buch dass eigentlich kein richtiges Sachbuch ist weil es sich eher auf der persönlichen Ebene einer Familie die einen Jungen mit Autismus hat bezieht.
Das Wissen über Autismus ist bei den meisten Menschen nicht besonders groß, auch wissen die meisten nicht dass nicht jeder Autist wie "Rainman" ist und dass es sich um ein breites Spektrum verschiedener Probleme handelt die ein Autist haben kann aber nicht haben muss.
Das Buch erzählt den Weg einer Familie von der Geburt ihres Kindes bis zum alter von etwas über 20 Jahren. Vom Diagnoseweg und verschiedenen Versuchen neuer und alter Therapiemöglichkeiten welche die Familie ausprobiert hat. Aber und vor allem auch von Alltag, Schule und den Geschwistern.
Trotzdem kann ich das Buch nicht ganz ohne Kritik lassen. Den nicht jedes Kind mit Autismus hat das Glück in einem Land zu leben in dem es scheinbar mehr Akzeptanz gegenüber dem "anders sein" gib, nicht jedes Kind hat Eltern die genug Geld haben um Therapien versuchen zu können oder teure Schulen bezahlen zu können und die wenigsten haben einen Vater der Hirnforscher ist. Es ist aber schön sich vor zu stellen es könnte eines Tages so sein.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich