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    Inhaltsangabe

    Johanna Adorján hat unsere Gegenwart in einen Roman gegossen.

    Johanna Adorján entwirft mit Ciao eine Gesellschaftssatire, die extrem komisch ist und gleichzeitig ernsthaft gegenwärtig. Ist der Untergang des alten weißen Mannes beschlossene Sache oder sollte man mit dieser Spezies doch gnädig sein?

    Hans Benedek, einst ein gefragter Feuilletonist, hat seinen Bedeutungsverlust selbst noch gar nicht realisiert. Er wähnt sich weiterhin als Mann von beträchtlichem Einfluss, glaubt, dass alle Welt die Ohren spitzt, wenn er einen Gedanken formuliert. Aber die Zeichen mehren sich, dass sich etwas verändert hat. Seine ständigen Affären mit Praktikantinnen sind nicht mehr so unbeschwert wie noch vor einigen Jahren. Seine Tochter beschimpft ihn als Mörder, da er immer noch Bacon zum Frühstück isst. Als seine Frau ihn auf die Idee bringt, ein Portrait über die gefragteste junge Feministin des Landes zu schreiben, wittert Hans seine Chance. Doch die Begegnung mit ihr wird Hans in einen Abgrund von bisher ungekannter Tiefe stürzen. Eine Geschichte über Menschen, über die die Zeit hinweggegangen ist. Über Leute von gestern im heutigen Leben. Übers Älterwerden. Und ein bisschen auch über die Liebe.

    ©2021 Argon Verlag AVE GmbH, Berlin (P)2021 Argon Verlag AVE GmbH, Berlin

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    Wider Erwarten ...

    ... hat mir das Buch in Inhalt und Ausführung gefallen.
    Ich gebe zu, dass mir die Autorin in einem Fernsehinterview nicht sonderlich sympathisch war. Und ich gebe zu, dass ich selbst lesende Autoren selten gut finde. (Wer schreiben kann, muss nicht vor-lesen können, und die meisten können es auch nicht.)
    Dennoch war ich auf Grund einiger Äußerungen im Interview neugierig.
    Mein Fazit ist, dass die Autorin es auf wohltuende Weise geschafft hat, ihre Meinung zu heutigen Entwicklungen in der Gesellschaft nicht agitatorisch in die Geschichte einzubringen. Was ich immer lästig finde. Denn Bücher mit Sendungsbewusstsein zu lesen/ hören, schmälert oft den Genuss. A. hingegen erzählt einfach nur. Eine Geschichte, die sich heute überall ziemlich ähnlich abspielen könnte. Die Tatsache, dass die Geschehnisse im Medien-Milieu stattfinden, forciert lediglich manches, was sonst verzögerter und untergründiger passiert.
    Da treffen Denk- und Verhaltensmuster verschiedener Generationen in zuweilen so absurder Weise aufeinander, dass der Kopf über die Geschichte hinaus weitermacht und man sich fragt, wie die eine und andere Logik zueinander passt. Z.B. als die Ältere zur Jüngeren beim Thema Metoo sinngemäß sagt/ denkt: Warum haben die Frauen damals nicht "nein!" gesagt, statt Jahrzehnte später ihre Geschichte zu erzählen? Oder als der Hauptprotagonist sinniert: Die Jüngere (also die mit den größeren Brüsten) trägt ein T-Shirt mit Aufschrift drauf. Während ich mich bemühe, die Aufschrift zu lesen, wird mir klar, dass sie denken könnte, ich starre auf ihre Brüste.
    Oder man stellt fest, dass die Gesellschaft auf manche Entwicklungen schlicht nicht vorbereitet ist. Z.B. wenn man der Veganerin im Restaurant regelmäßig "nur" Kartoffeln (man müsste dem Koch sagen, dass er sie ohne Speck anbrät) oder Nudeln mit Beilagen anbietet.
    Man erfährt aber auch, wie unduldsam das Neue zuweilen in diese unsere Welt kommt, wenn z.B. die pubertierende Tochter ihren Vater, der Frühstücksei mit Schinken zubereitet, als "Mörder" tituliert.
    Kurzum: Das Buch packt die Themen unserer Zeit in einen durchaus amüsanten Rahmen, ohne dabei oberflächlich zu sein. Dass die Autorin selbst in diesem Jahr ihren fünfzigsten Geburtstag feiert, bleibt dabei nicht unbemerkt, denn das gedankliche Innenleben ihrer älteren Protagonisten scheint ihr spürbar vertrauter. Ich selbst (auch keine 20 mehr) habe das als sehr wohltuend empfunden.

    Leseempfehlung!

    Den Punkt Abzug gabs, weil ich schlecht gesprochene Dialekte meist als peinlich empfinde. Abgesehen davon jedoch ein sehr guter Vortrag.

    3 Leute fanden das hilfreich