Bergjahre
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Gesprochen von:
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Sabine Fischer
Rovereto, 1919: Während ihr Bruder Emiliano noch verschollen ist, kehrt Adalina auf ihren más zurück, den Hof, der seit Generationen ihrer Familie gehört. Der Krieg hat nicht nur die Grenzen und Sprachen verschoben, auch sie selbst hat sich verändert. Doch die vertraute Natur ihrer Kindheit, der Bach, an dem sie aufgewachsen ist, und der Schutz der Berge, die trotz allem noch immer an Ort und Stelle stehen, geben ihr Kraft. Sie verkauft Kaninchen und selbst gepflückte Kräuter auf dem Markt, und bald geht das Leben wieder seinen gewohnten Gang. Dann taucht ein Fremder auf, offenbar ein Tiroler Deserteur. Der schweigsame Mann hilft Adalina auf den Feldern, und nach einigen Wochen entstehen zarte Bande zwischen den beiden. Bis auch Emiliano nach Hause zurückkehrt und dem fremden Mann an der Seite seiner Schwester mit Misstrauen begegnet. Und tatsächlich ist Stefan nicht der, der er zu sein scheint ...
Das beeindruckende Romandebüt einer jungen italienischen Autorin. Atmosphärisch dicht und mit emotionaler Wucht erzählt.©2026 Rowohlt Verlag GmbH (P)2026 RBmedia Verlag GmbH
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Geografische und logistische Widersprüche: Der Hof liegt im Leno-Tal. Die dort beschriebenen, wiederholten Marktgänge nach Rovereto zum Kauf von Ziegen und Hühnern wirken logistisch völlig unplausibel, da diese Strecke zu Fuß einen beschwerlichen, beachtlichen Weg darstellt. Zudem wird einmalig der Lago di Terlago erwähnt, um eine Sage einzuflechten, die mit dem eigentlichen Stoff des Buches nichts zu tun hat. Das verwirrt ortskundige Leser und stört die geografische Stimmigkeit. Den historischen Tiefpunkt bildet die fehlerhafte Zuordnung des Flüchtlingslagers Mitterndorf nach Südtirol statt nach Niederösterreich.
Flache Charaktere und Dialoge: Den Figuren fehlt es an jeglicher psychologischer Tiefe. Die Dialoge bleiben oberflächlich, wodurch sich zwischen den einzelnen Protagonisten keine Dynamik entwickelt, die zu wirklichem innerem Wachstum oder erzählerischem Sinn führt.
Kritik an der Hörbuch-Umsetzung: Während die Sprecherin das Deutsche sehr gut beherrscht, lässt die italienische Aussprache doch stark zu wünschen übrig. Es bleibt unverständlich, warum Verlage bei einem Roman, der so stark in Italien verwurzelt ist, nicht besser auf eine korrekte Artikulation der Eigennamen und Begriffe achten.
Diese Kritikpunkte spiegeln sich auch in anderen Fachmeinungen wider: Während das Buch auf einigen Blogs für seine "stimmungsvolle Atmosphäre" gelobt wird, bemängeln kritische Stimmen in den Literaturportalen (wie z. B. auf LovelyBooks) genau diese Leere und betonen treffend, dass der Roman „so gut wie nichts hinterlassen“ hat und für Leser, die eine echte Geschichte mit Substanz suchen, nicht ausreicht.
Fazit:Atmosphärische Beschreibungen können strukturelle Schwächen in der Handlung und mangelnde Tiefenschärfe nicht ausgleichen. Für Hörer mit Anspruch an historische, geografische und sprachliche Genauigkeit leider eine Enttäuschung.
Erstaunliche Mängel bei Geografie und Tiefe
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