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Abschied von Sidonie

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Abschied von Sidonie

Von: Erich Hackl
Gesprochen von: Pit Klein
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Am achtzehnten August 1933 entdeckte der Pförtner des Krankenhauses von Steyr ein schlafendes Kind. Neben dem Säugling, der in Lumpen gewickelt war, lag ein Stück Papier, auf dem mit ungelenker Schrift geschrieben stand: "Ich heiße Sidonie Adlersburg und bin geboren auf der Straße nach Altheim. Bitte um Eltern."

Erich Hackl ist einem unerhörten, jahrzehntelang verschwiegenen Fall nachgegangen; in einer knappen, präzisen Sprache erzählt Hackl das bewegende Schicksal Sidonies, ihr kurzes Glück bei den Pflegeeltern und deren verzweifelte Bemühungen, das Kind vor dem ihm zugedachten Ende zu bewahren.

"Abschied von Sidonie" ist nicht nur eine Chronik der Gewalt, von "Trägheit des Herzens" und Bestialität des Anstands, sondern auch eine Liebeserklärung an Menschen, die in großen wie in kleinen Zeiten Mitgefühl und Selbstachtung vor falsch verstandene Pflichterfüllung gestellt haben. Zugleich gibt das Buch einen tiefen Einblick in den Zustand eines Landes und seiner Bewohner, zeigt, was möglich war und was wirklich wurde, und was davon geblieben ist.

©1989 Diogenes Verlag AG, Zürich (P)1994 SWR
Belletristik Zeitgenössische Literatur
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Diese Geschichte geht einem wahrlich an's Herz! Eine sorgfältig detailliete, tief erfühlte Aufarbeitung eines scheinbar unscheinbaren Ereignisses in einem kleinen Dorf in Österreich währen des Krieges das gerade in diesem kleinbürgerlich katholischen Milieu das ganze perverse Ausmaß des Naziwahnsinnsin scharf illuminiert. So schön geschrieben! So grausam! Wunderbar gesprochen!

Zutiefst berührend

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Sprecher hat keinen Zugang zu Dialektwörtern / österreichischen Ausdrücken. Nimmt der Erzählung dadurch sehr viel an Authentizität. Leider....

Bewegende Geschichte. Zeitdokument

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Eine schrecklich traurige Geschichte im sachlichen Ton des Chronisten wiedergegeben und trotzdem hat man das Gefühl, diese anständigen Menschen vor sich zu sehen.

Es ist wirklich passend zur Geschichte vorgelesen mit tiefer Männerstimme.

Gelungen!

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Ich habe mir das Hörbuch wegen der guten Rezensionen gekauft. Mir hat die Geschichte gefallen (Beschreibung der sozialen Verhältnisse vor Hitler's Machtübernahme, NS-Zeit, 2. Weltkrieg, Verfolgung der Ausgegrenzten). Mir hat auch die Art des Vortragens gefallen: ein sehr sachlicher, nüchterner Stil, der erst zum Schluss etwas persönlich / betroffener wird. Die Geschichte hat mich sehr berührt, aber anders als z.Bsp. "Die Bücherdiebin" hat sie mich auch traurig gemacht. Wer also auf eine heitere Geschichte hofft ist hier falsch. Trotzdem von mir eine klare Hör-/ Leseempfehlung!

nachhaltige Geschichte

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Jetzt kenne ich das Buch, den Film habe ich auch schon gesehen. Die Parallelen zur heutigen Zeit nicht zu übersehen. Die Verallgemeinerung, wenn andersartig, fremd. Man achtet nur auf sich, Zivilcourage ein wahres Fremdwort. Das Bild von Sidonie berührt, wie jenes von Anne Frank und man bleibt mit echter Betroffenheit zurück. Den Zieheltern und dem Ziehbruder Manfred gebührt mein Respekt!!

Erschütternd

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